Editorial: Zeit, mich zu verabschieden ...

Vielen Dank für die vielen persönlichen, netten und freundlichen Schreiben, die ich als Reaktion auf meinen Rückzug als Chefredakteur der ST-Computer erhalten habe.

Ich habe Dank, Verständnis und Bitten geerntet; Bitten, mich auf jeden Fall weiterhin so engagiert mit dem Atari-Markt zu befassen wie in den vergangenen Jahren. Dieser Bitte möchte ich sehr gern nachkommen.

Nun ist es an der Zeit, daß ich mich bei all denjenigen bedanke, die in den vergangenen Jahren die Säulen meiner Arbeit dargestellt haben:

Bei Ihnen, den Lesern, den Abonnenten, den Autoren und den Anzeigenkunden.

Sie alle haben einen sehr großen Teil dazu beigetragen, daß ich über Jahre hinweg motiviert für den Atari-Markt und für die ST-Computer arbeiten konnte.

Hätten Sie dem Markt nicht so treu den Rücken gestärkt, könnten der Verlag und ich uns nicht auf eine so eiserne und familiäre Anwenderschaft stützen und uns künftigen, perspektivenreichen Projekten wie dem Milan II, aber auch der Stabilisierung der ST-Computer widmen. -

Ich darf Ihnen aber versichern: Auch künftig bin ich jederzeit und gerne Ihr Ansprechpartner in Atari-Fragen und werde mich nicht nur der wirtschaftlichen Seite meines Unternehmens widmen.

Als kleines Abschiedsgeschenk liegt jeder ST-Computer 1/2000 - sozusagen der Jahrtausend-Ausgabe unseres Atari-Magazins - so einiges kostenlos bei: eine CD-ROM und ein Kärtchen mit einem Zugangscode. Dies ist ein kleines Geschenk von mir an Sie - in dieser Form sicherlich auch eine Premiere auf dem Atari-Markt.

Mit der beiliegenden CD-ROM erhalten Sie nicht nur eine Reihe aktueller Atari-Software und topaktuelle Demoversionen von vielen derzeit zur Verfügung stehenden Atari-Programmen, die Ihnen einen umfassenden Überblick über den derzeitigen Atari-Markt gewähren, sondern auch eine Perle für alle Internet-Freunde und diejenigen, die es werden wollen:

Ein pre-payed Internet-Paket von uns - für Sie.

Das bedeutet: Sie erhalten ein komplettes Internet-Softwarepaket (Draconis light) zum Surfen und eMailen, aber auch Ihren eigenen Internet-Zugang ohne jegliche Grundgebühr und ohne Online-Tarif-Berechnung.

Das einzige, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, zahlen müssen, wenn Sie mit unserem Paket ins Internet-gehen, sind die anfallenden Telefongebühren im Nahgesprächstarif (z.B. der Deutschen Telekom). Damit gehen Sie keine Risiken ein, Sie verpflichten sich zu keiner vertraglichen Bindung und können selbst entscheiden, wieviel Sie für Ihren Surfschein ausgeben möchten.

Und auch wenn Sie schon einen Internet-Provider haben, können Sie gerne vergleichen und auf Wunsch umsteigen - auch mit Ihrer eigenen Internet-Software.

Obendrein erhalten Sie 5 MB Speicherplatz, auch Webspace genannt, um Ihre eigene Internet-Präsenz zu realisieren.

Wer meine Editorials im Laufe der vergangenen Jahre verfolgt hat, der weiß, daß ich vor einigen Jahren kein großer Freund des Internet war. Aber ich habe dazugelernt und erkannt, daß wir künftig ohne dieses Informations- und Kommunikationsmedium, das Distanzen von Tausenden Kilometern auf ein Minimum reduziert und die Kommunikation zwischen Gleichgesinnten aller Art enorm fördert, nicht auskommen werden.

Nicht zuletzt das Internet hat auch dafür gesorgt, daß der Atari-Markt nach wie vor lebt, denn war es früher noch ausschlaggebend, einen Atari-User in seiner Nähe zu kennen, um Wissen und Informationen auszutauschen und Neues kennenzulernen, ist es heute egal, ob man sich in Sidney, Frankfurt oder New York trifft - virtuell versteht sich.

Und aus eben diesem Grunde habe ich mich entschlossen, für Sie in das Internet zu investieren und möglichst viele von Ihnen davon zu überzeugen, ihre ersten Schritte in virtuelle weiten zu wagen.

Alles, was Sie außer unserer CD und dem Passwort-Kärtchen benötigen, ist ein Fax-Modem Class 2/2.0, das Sie nach wie vor in nahezu jedem Computergeschäft erhalten. Mehr dazu im redaktionellen Teil des

Abschließend möchte ich Ihnen zwei Dinge nennen, die Ihre Zuversicht in den Atari-Markt steigern sollten: Zum einen wäre da die Vorschau dieser Ausgabe, die Sie sich einmal anschauen sollten. Denn diese verdeutlicht, wie vielseitig und informativ die kommende ST-Computer 2/2000 unter der redaktionellen Leitung von Thomas Raukamp wird.

Zum anderen aber sollten Sie die Newsmeldung über eine möglicherweise bevorstehende Frühjahrsmesse nicht überlesen.

So ungern ich auch möchte, das Editorial - mein zumindest vorerst letztes in einem Atari-Magazin - neigt sich seinem Ende zu. Ich schließe den Kreis zum Beginn dieses Schreibens und verbleibe mit einem aufrichtigen Dankeschön!



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