Editorial: Die spinnen, die Redakteure

Nach nun fast 10 Jahren ST-Computer steht jetzt die große Umbenennung der ersten und - nein, noch nicht - letzten Fachzeitschrift für ATARI-Computer vor der Tür. Ab der November-Ausgabe werden wir uns jetzt OPEN systems nennen. OPEN systems deswegen, da wir auch für andere Rechnerplattformen offen bleiben wollen. Daß dies möglich ist, haben wir ja bereits seit einiger Zeit mit unserem Innenteil MacOPEN gezeigt. Zunächst wird es bei den beiden Teilen AtariOPEN und MacOPEN bleiben, wir werden allerdings auch nicht den Janus-Emulator, mit dem sich ATARI-Programme auf PCs benutzen lassen, außer Acht lassen.

Nun wird sich Ihnen natürlich die Frage stellen, "Warum das Ganze?". Die Antwort ist ganz einfach: Nachdem ATARI auf dem Computer-Markt die Segel gestrichen hat und sich nur noch auf die Spielekonsole Jaguar konzentriert, geht auch der ATARI-Computer- Markt in diesem unserem Lande zurück. Viele Händler, Hard- und Software-Firmen unterstützen weiterhin ATARI-Rechner und sind mit sehr viel Enthusiasmus dabei, aber trotzdem sind Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Das wirkt sich natürlich auch auf den Werbeetat der Firmen und somit auf die Werbung in der ST- Computer aus. Zeitungen finanzieren sich aber zum Großteil aus ihren Anzeigen. Als Folge daraus haben wir genau das getan, was auch viele Händler und Firmen gemacht haben, nämlich zusätzlich eine andere Rechnerplattform in unser "Angebot" integriert. Zudem wurde durch MagiCMac- als sinnvolle Alternative für Neukäufer- eine Brücke zum Macintosh geschaffen.

Unsere Zielsetzung ist es, Sie, unsere Leser, weiterhin mit allen Informationen rund um die ATARI-Computer zu versorgen, gleichzeitig aber auch für andere Rechner offen zu sein. Allerdings sind wir auch auf zusätzliche neue Käuferschichten angewiesen und nehmen aus diesem Grund die Namensänderungen vor. Sie finden die ST-Computer also ab November unter dem neuen Namen OPEN systems in den Regalen. In der Vorschau drucken wir zudem in Zukunft immer schon das nächste Titelbild ab. Ferner haben wir ab dieser Ausgabe die DTP-Praxis als eigene Rubrik aufgelöst. Artikel zum Thema DTP und allem, was dazu gehört, finden Sie jetzt ganz normal im Heft, wobei uns Jürgen Funcke als Redakteur für den Fachbereich DTP auch weiterhin erhalten bleibt.

Ja, das sind eine ganze Menge Änderungen. Ich denke, daß Sie dafür Verständnis aufbringen und verbleibe bis zur nächsten Ausgabe
Harald Egel


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