Auf der Suche nach kachelbaren Bitmaps

Da mittlerweile einige Programme im Raytracing- und Rendering-Bereich Texturen in Form von Bitmaps verarbeiten können, stellt sich die Frage: Woher bekommt man solche Bitmaps?

Irgendwelche Bilder scheiden in der Regel aus, da die Bitmaps für solche Texturen eine Grundvoraussetzung haben müssen. Sie sollten kachelbar sein, was einfach erklärt folgendes bedeutet: Ein und die gleiche „Kachel“ wird vom Programm kopiert und nebeneinander gelegt. Dabei wird also die linke Seite einer Kachel an die rechte Seite und die untere Kante an die obere Kante wieder angelegt. Ist das Bild kachelbar, so erkennt der Betrachter keine Anlegekante! Ein verhältnismäßig kleines Bild kann somit beliebig oft aneinander kopiert werden und es entsteht ein großes Bild.

Auf dem ATARI sind bisher in einigen Programmen solche kachelbaren Bitmaps aufgetaucht. Zehn Stück fanden sich in der ersten Version von OVERLAY, dem Multimedia-Programm der Firma Overscan, über welches wir in diesem Heft auch ein paar Zeilen geschrieben haben. Das Render-Programm Inside 3D liefert gerade mal eine handvoll kachelbarer Bitmaps mit. Bei dem Raytracing-Programm RaySTart finden sich auch ein paar Textureinstellungen als einzelne Dateien, aber leider sind dies nur Informationsdateien für das eigentliche Programm und somit nicht für andere Programme verwendbar. Das gleiche gilt für XENOMORPH, welches intern ein paar Textureinstellungen erlaubt. Bei dem Programm InShape als auch bei ARROW finden sich solche Dateien überhaupt nicht. Da andere Programme selten eine Verwendung dafür haben hätte sich die Sache auf dem ATARI fast erledigt. Es gibt zwar einiger Zeit ein DeskPic-Programm, das kachelbare Bitmaps verwendet um den Bildschirmhintergrund zu füllen, aber die Bitmaps, die im Archiv beiliegen, sind von WINDOWS kopiert worden.

Glücklich kann sich schätzen, wer einen PC besitzt und dort WINDOWS installiert hat. Hierbei findet sich schon eine ganze Reihe von Bitmaps (ca. 44 Stück), die größtenteils im BMP- oder PCX-Format vorliegen, die sich schon mehr oder minder für Texturen eignen.

Eine elegante, wenn auch kostenspieligere Methode an Bitmaps heranzukommen, ist die digitale Materialbibliothek von der Firma X-SPACE. Ausgeliefert in einem Schuber mit gedrucktem Handbuch befinden sich 470 Texturen in diversen Hauptverzeichnissen auf einer CD-ROM. Über 500 MB Daten wurden auf der CD gespeichert, die sich PICMAPS 1 nennt. Die Bilder sind mit 24Bit-Farbtiefe im TGA-Format vorhanden. Die fast durchgängige Größe der Bilder ist 800 * 600 Punkte. Alle Bilder sind bereits gammakorrigiert und optimiert. Das Handbuch ist dann auch mehr ein Farbkatalog, der in die acht Hauptverzeichnisse aufgegliedert ist und ein schnelles Auffinden der Texturen ermöglicht. Der Kostenpunkt liegt bei 398,-DM. Die Bezugsadresse lautet: X-SPACE, Untermühl Straße 3, 82398 Polling. Die CD ist lieferbar für PC, MAC und UNIX-Systeme. ATARI-Anwender sollten auf die PC-Version zugreifen, da das Filesystem kompatibel mit dem des ATARI ist.

JH



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