Leserbriefe

Von 2400 auf 9600 Baud?

Durch Zufall habe ich einmal gehört, das Modem Discovery 2400c ließe sich durch einen Trick dazu überreden, statt der üblichen 2400 Baud stattliche 9600 zu übertragen. Es soll sogar einmal einen Artikel in einer Computerzeitschrift darüber gegeben haben. Können Sie mir bei der Suche behilflich sein?

R. Zimmer, Hamburg

Red.: Es wäre wirklich toll, wenn man durch einfachen Umbau die Übertragungsrate vervierfachen könnte, aber uns ist kein entsprechendes Ersatzteil bekannt. Deshalb haben wir alle April-Ausgaben uns vorliegender Computerzeitschriften durchgeblättert und keinen entsprechenden Scherz-Artikel gefunden. Leider - es wird nicht funktionieren!

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GFA-Bomben

Leider sind im Handbuch zum GFA-BASIC 3.07 die Fehlermeldungen mit Bomben nur summarisch aufgelistet. Dadurch kann ich die Fehlerquelle leider nicht eingrenzen. Dabei tauchen die Fehler völlig unberechenbar auf. Beispielsweise arbeite ich im Listing an der einen Stelle, wobei nach dem Abspeichern eine andere Listing-Position verändert wurde. Eine Feh lerne ldung gibt GFA aber nicht aus, und diese Fehlerstellen kann ich so nicht finden. Seit ich nun Neodesk3 benutze, erhalte ich Fehlermeldungen mit CPU-Registerausdruck. Kann es auch ein Hardware-Fehler (PC-Speed) sein?

R. Junker, Kupferzell

Red.: Wer ähnliche Erfahrungen mit GFA-BASIC gemacht hat, kann mögliche Lösungswege gerne als QUICKTIP an die Zeitschrift ST-COMPU-TER schicken.

Von ST zu ST

Ich habe vor, zwei Atari ST über die RS232-Schnittstelle miteinander zu verbinden. Leider weiß ich nicht, welche Buchse ich mit welcher verbinden muß.

O. Kunze, Troisdorf

Red.: Verwechseln kann man die genormte RS232-Schnittstelle glücklicherweise nicht: Sie hat sogenannte Cannon-DP25-Stecker an der Gehäuserückwand, die aus 25 Stiften bestehen. Um nun beide Rechner miteinander verbinden zu können, muß ein Kabel gebastelt werden, das an beiden Enden passende Stecker mit 25 Löchern hat. Normalerweise würde beim Anschluß zweier Computer ein sogenanntes „Nullmodem“ funktionieren (das wurde in unserer Rubrik DFÜ-ECKE bereits beschrieben). Außerdem benötigen Sie auf beiden Rechnern ein Treiberprogramm, das die Schnittstellenentsprechend „bedient“. Wir werden im Rahmen unserer DFÜ-ECKE noch einmal ausführlicher zu dem Thema Stellung nehmen.

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Farbe auf dem SM124?

Viele Monochrom-Besitzer klagen über den Mangel an (Monochrom-)Spielen. Der billigste Ausweg scheint der Umbau zu einem Multisync-SM124 zu sein. Laufen dann aber alle Farbspiele, und ist die Bildqualität ausreichend?

U. Scholle, Warburg

Red.: Grundsätzlich ist der Umbau eines SM 124 in einen Multisynchronmonitor nichts Verwerfliches. Man sollte eben bedenken, ob man wahrhaftig so oft zwischen den drei möglichen Auflösungsstufen des Atari ST wechseln muß, damit es sich lohnt. Viel kostengünstiger bei gelegentlichem Spieltrieb würde ein sogenannter Farbemulator auf Software -Basis kommen, so wie ihn u.a. auch die Zeitschrift ST-COMPUTER unter dem Namen „PANDA“ als Sonderdiskette anbietet. Ob allerdings alle Spiele mit einem Multisync-SM124 laufen, kann man nie pauschal beantworten. Die Bildqualität wird nicht sonderlich darunter leiden, wenn ein Monitor, der ursprünglich die „bessere“ Auflösung mit 640 * 400 Punkten bot, dann nur noch 640 * 200 oder 320 * 200 bringen darf. Allerdings bringt auch der Multisync-SM124 in den niedrigen Auflösungen „nur“ 50 bzw. 60Hz Bildwechselfrequenz.

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SPC Modula 2

Vor kurzem schrieb ich an die Firma „advanced application Viczena“ wegen des Programms SPC Modula 2 und bekam den Brief zurück mit dem Hinweis >Firma erloschen<. Wer übernimmt nun Vertrieb und Wartung dieses Programms?

M. Mayr, Pasching

Red.: Soweit wir informiert sind, wird der Support des Programms ausgeführt von der Firma

Compo Software GmbH Heidelberger Landstraße 194 W-6100 Darmstadt

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Prozessorbus im 1040?

Vor etwa 2 Jahren kaufte ich mir einen 1040 STF und war noch relativ unbedarft in Sachen Bildschirmauflösung, Speichererweiterung usw. Beispielsweise verschwieg mir der Händler den Vorteil der Mega-Reihe, nämlich den zugänglichen Prozessorbus. Deshalb meine Frage: Ist es irgendwie möglich, auch im 1040 einen Prozessorbus einzubauen?

Muß ich mir nun einen neuen Rechner kaufen und kann ich den alten in Zahlung geben?

F. Grummt, Fürth/Bayern

Red.: Wir glauben nicht, daß der Händler absichtlich die Vorzüge des Mega ST verschwiegen hat, schließlich wäre sein Umsatz dabei ja größer gewesen. Bezüglich einer Speichererweiterung ist der Prozessorbus ohnehin völlig unwichtig. Wenn Sie Beschleuniger-Boards oder MS-DOS-Emulatoren u.ä. einbauen wollen, ist der Prozessorbus meist auch uninteressant, weil die alte CPU entfernt und diese Zusatz-Hardware direkt in den Prozessorsockel eingesteckt bzw. gelötet wird. Schöner Nebeneffekt: Dadurch ist der gesamte Prozessorbus an dieser Erweiterungsplatine für andere „Anbauten“ zugänglich und problemlos abgreifbar. Trotz allem wünschen sich viele auch in einem 1040 oder 520 ST den Prozessorbus des Mega ST. Wir können hier auf eine Hardware-Bastelei verweisen, die in einer der nächsten Ausgaben erscheinen wird. Sie wird eine solche Erweiterung mit geringem Aufwand für jeden ST-Besitzer ermöglichen.

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Quantum will nicht so recht

Neulich habe ich mir für meinen Atari 1040 STE eine Quantum-Festplatte (17 ms, 64K Cache) und ein 80 cm DMA-Kabel zugelegt. Seitdem wundere ich mich, daß einzelne Programme nur beim erstmaligen Aufruf, andere überhaupt nicht starten, gelegentlich hagelt es 2 oder 4 Bomben. Das Programm zum 40-Ordner-Problem brachte keine Abhilfe. Ich sandte die Festplatte an die Händlerfirma, die für die Fehler gerne meinen 1040 verantwortlich machen möchte.

B. Richter, Villingen

Red.: Auch wenn eine Ferndiagnose sehr unsicher ist, wir glauben, daß der 1040 auf keinen Fall schuld sein kann, schließlich laufen einige Programme klaglos auch mit dem berühmten 40-Ordner-Problem des TOS 1.2 hat das nichts zu tun. Es sieht eher danach aus, daß das 80-cm-Kabel aufgrund der Länge verschiedene Signale „verbrät“. Versuchen Sie als erste Abhilfe von dem Händler ein kürzeres DMA-Kabel zu erhalten. Andererseits könnte auch der SCSI-Host-Adapter in Verbindung mit der Quantum-Festplatte Timing-Probleme haben.

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Probleme mit SuperCharger

Ich besitze einen Atari-Mega STE 2 und einen SuperCharger mit der neuesten Treiber-Software. Das in den Q-Tips 06.91. beschriebene Problem des verschobenen Bildschirms tritt bei mir sehr häufig auf, wenn ich über die Hotkey-Funktion des SuperChargers vom MS-DOS zurück ins TOS springe. Nach mehrmaligem Hin- und Herschalten ist der Fehler weg. Die Firma Beta-Systems habe ich bereits angeschrieben, jedoch keine Antwort erhalten. Vielleicht ist es möglich, ein AUTO-Ordner-Programm in der ST-Computer abzudrucken, welches dieses Problem behebt.

Torsten M., Lünen

Red.: Das Problem mit dem verschobenen Bildschirm beim Mega-STE ist bekannt. Es tritt besonders dann auf, wenn ein Programm die XBIOS-Routine „Setscreen“ aufruft, um die Bildschirmspeicheradresse zu ändern. Diese Routine ermöglicht auch das Umschalten der Bildschirmauflösung, in den meisten Fällen (so auch hier) wird diese allerdings beibehalten. Um die Auflösung bei einem Setscreen beizubehalten, gibt es zwei Möglichkeiten.

Man übergibt einfach den zuvor mit Getrez (Xbios 4) ermittelten Wert der Bildschirmauflösung oder stattdessen Minus 1. Ersteres führt häufig zu dem lästigen verschobenen Bildschirm. Bei der zweiten Methode tritt dies nicht auf. Es sieht also so aus, als ob der Treiber zum SuperCharger erstem Methode anwenden würde. Um dem abzuhelfen, müßte man die Software entsprechend patchen, was nicht gerade einfach ist (und auch nicht besonders „sauber“). Besser wäre es, wenn die Entwickler von Beta-Systems selbst die entsprechende Routine in ihrer Source ändern und mit dem nächsten Update den Usern zugänglich machen könnten. Wiederholte Anfragen bei Beta-Systems würden diesen Vorgang sicherlich beschleunigen.

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520 ST zur Widerstandsmessung

Mit meinem Atari 520 ST, auf ein Megabyte aufgerüstet, möchte ich gerne externe Widerstandsmessungen (Temperaturmessung u.ä.) durchführen. Ich kenne mich nun mit dem Innenleben des Computers nicht aus und möchte gerne wissen, mit welcher Schnittstelle, welchen Adressen im Speicher und welchen Befehlen in GFA-BASIC das Problem zu lösen sein wird.

A. Dango, Siegen

Red.: Ein hervorragend gemachtes Buch zu diesem Thema hält der Verlag Markt&Technik bereit: Schmidt/Dr. Wratil; Atari ST - Messen, Steuern, Regeln; DM 98,00. Es erklärt nicht nur spezielle Interface-Techniken, sondern vermittelt auch Grundlagen zum Innenleben des ST und hat Beispielprogramme in Assembler und GFA-BASIC 3.0.


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