Obliterator (Amiga)

Jahrhundertelang eroberte die Föderation einen Planeten nach dem anderen und baute ein gewaltiges Reich auf. Doch eines Tages trafen ihre Späh-Schiffe auf eine Zivilisation, die sich trotz gutem Zuredens der Föderation nicht anschließen wollte. Die Damen und Herren fühlten sich sogar unangenehm angemacht und beschlossen »So, jetzt hetzen wir der Föderation mal ein Raumschiff auf den Hals, daß der Hyperraum wackelt.« Gesagt, getan: Ein Super-Raumkreuzer der mit einem Antimaterie-Strahler ausgestattet ist (Nachbau-Anleitung folgt in einer der nächsten Ausgaben) putzt die Flotte der Föderation mit einem »Schlurp!« weg. Doch jetzt kommt erst die richtig schlechte Nachricht: Das Killer-Schiff nimmt Kurs Richtung Erde. Au Backe, da laßt mal gleich den »Obliterator« ran...

Wenige Stunden später: Der Prototyp eines Molekular-Zerhackers beamt den Helden Drak an Bord des Alien-Raumschiffs. Die Energie reicht leider nicht mehr zum Rücktransport. Drak muß also seine Mission erfüllen, wenn er heil entkommen will.

Drak ist ein Obliterator, ein Elite-Raumkämpfer der Güteklasse 1A. Er muß verschiedene Tteile des fremden Raumschiffs vernichten, unterwegs Aliens zerstrahlen und am Schluß ein Shuttle zusammenbasteln, um zu fliehen. Unterwegs kann Drak auch Munition und andere Waffen aufsammeln.

Die Handlung läßt Ballern pur vermuten, doch das Programm ist ein Action-Adventure, das mit der Maus gesteuert wird. Die schön gezeichnete, wenn auch ruckelig animierte Grafik sorgt für ordentliche Science-fiction-Stimmung. Die hält aber nur an. wenn man gerne Räume erforscht, Karten zeichnet und diese Art von Spiel generell mag. Schade, daß sich hinter der imposanten Aufmachung nur ein Programm der Marke »Such-alles-ab-und-nimm-alles-mit« verbirgt. So einem gestandenen Obliterator hätte ein Ballerspiel etwas besser gestanden. (hl)

Happy-Empfehlung:

Action-Adventure mit edler Grafik. Vorsicht, Ruckel-Animation! Spielerisch nur gehobenes Mittelmaß.

Erste Hilfe:

Wenn man in einen Raum zurückkehrt erscheinen Munitions-Pakete wieder, die man vorher schon mal aufgesammelt hatte. Auf der Karte am besten verzeichnen, wo man immer wieder Nachschub holen kann.


Heinrich Lenhardt


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