Midi-Maze (Atari ST)

Was macht man, wenn man rein zufällig gleich 16 Atari STs besitzt? Man spielt "Midi-Maze«! Bis zu 16 Computer können über den Midi-Port gekoppelt werden, an denen dann genauso viele Spieler simultan gegeneinander antreten dürfen. Worum geht es bei Midi-Maze? Sie steuern eine Kugel mit einem herzigen Smiley-Gesicht durch ein Labyrinth. In diesem Labyrinth befinden sich aber auch die Kugeln der Mitspieler. Und was machen die ganzen Kugeln? Sie schießen sich gegenseitig ab. Die einzige Spielregel lautet: Wer als erster zehn andere Kugeln vernichtet hat, gewinnt. Die getroffenen Spieler verschwinden nicht aus dem Spiel, sie setzen nur für wenige Sekunden aus.

Das einfache Spielprinzip macht gerade deswegen so viel Spaß, weil man nicht gegen irgendwelche Computer-Feinde, sondern gegen seine Freunde und Mitmenschen spielen kann. Deswegen erscheint auf dem Bildschirm auch immer ein hämischer Kommentar, wer einen gerade getroffen hat.

Wer nur einen einzigen ST besitzt, kann eine Partie Midi-Maze gegen verschiedene Computer-Gegner wagen. Diese machen aber bei weitem nicht soviel Spaß. Haben Sie vier menschliche Spieler, können Sie die restlichen elf Spieler durch Computer-Gegner ergänzen lassen. Auch sonst haben die Programmierer nicht mit Funktionen gegeizt: Sie können eigene Labyrinthe entwerfen, den einzelnen Spielern Namen geben und sogar Mannschaften bilden, die zusammen gegen andere Gruppen spielen.

Die 3D-Grafik ist flott und der Effekt der Smiley-Kugeln einfach zu komisch. Sound-Effekte gibt es auch, doch die sind nur durchschnittlich. Midi-Maze läuft nur auf STs mit ROMs, aber nicht mit monochromem Monitor. Unsere Test-Noten beziehen sich auf das Spiel in Verbindung mit mehreren STs, nicht auf das Spiel alleine gegen den Computer, das deutlich weniger Spaß macht. (bs)

Happy-Empfehlung:

Irrer Baller-Spaß bei mehr als zwei Spielern. Alleine ziemlich langweilig, zu zweit nicht besonders spannend.

Erste Hilfe:

Fahren Sie öfters mal rückwärts oder drehen Sie sich während des Rückwärtsfahrens. Wenn ein Spieler kurz vor dem Sieg steht, sollten sich alle anderen gegen ihn verbünden.


Boris Schneider



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