Gunrunner (Spectrum)

Mal ganz ehrlich: Die Hintergrundstory von »Gunrunner« ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, daß wir sie uns wirklich schenken können. In diesem Action-Spiel der Marke »Einer allem gegen den Rest der Welt« verkörpern Sie den Titelheld, einen Astronauten, der eine scheinbar einfache Aufgabe hat. In jedem der zehn Level muß er lediglich vom linken Rand der Planetenoberfläche zum rechten gelangen. Das ist nicht nur deshalb tückisch, weil die scrollenden Strecken recht lang sind und mit Abgründen und Sackgassen gespickt. Nein, es gibt auch noch den besten Feind des Computerspielers zu beschießen: das außerirdische Verteidigungssystem.

Recht abstrakte Mini-Raumschiffe greifen in Formationen von beiden Seiten an. Die Angriffsmuster sind zufallsgesteuert und fallen immer unterschiedlich aus. Das hat den Vorteil. daß man keine Angriffsmuster auswendig lernen muß. Andererseits ist es deshalb mitunter Glückssache, ob man ungeschoren bleibt oder nicht.

Für den Gunrunner liegen auch einige feine Sachen in der Landschaft herum, die er aufsammeln und einsetzen kann. Neben einer besseren Laserkanone (drei Schuß gleichzeitig statt einem) gibt es Poison (eine Art Smart Bomb, die sämtliche Gegner atomisiert, die gerade sichtbar sind), einen Schutzschild und einen Jet Pac. Mit letzterem kann man eine bestimmte Zeitlang auch fliegen; ansonsten muß sich der Gunrunner mit laufen, ducken, springen und natürlich schießen begnügen, (hl)

Henrik: »Verdammt schwer«

Gunrunner gehört zu den besseren Spectrum-Spielen, was die Grafik betrifft und spielt sich auch gut. Doch nach den ersten Durchgängen kommt der Frust. Die feindlichen Objekte flitzen mitunter so schnell über den Schirm, daß man keine Chance zur Gegenwehr hat. Da haben die Programmierer nicht aufgepaßt. Schnell sind alle Spielerleben verbraucht. Trotzdem ist die Motivation nicht ohne.



Heinrich Lenhardt



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