Amstrad Consumer Show: Es lebe der PC!

Die erste Amstrad Computer Show im neuen Jahr fand Anfang Januar statt. Eindeutiger Star der Veranstaltung war der englische Bruder des Schneider PC — der Amstrad PC 1512.

Seit eineinhalb Jahren ist alle drei Monate das Novotel in London Hammersmith das Mekka der Besitzer eines Schneider-Computers Das Verlagshaus einer der größten englischen Amstrad-Zeitschriften, »Computing with the Amstrad«, lädt seit Oktober 1985 regelmäßig die Hersteller von Hard- und Software zu einer Verkaufsmesse ein. Bisher standen dabei immer der CPC und der Joyce im Vordergrund. Neues für die 8-Bit-Computer gab es diesmal nicht zu bestaunen — für den PC hingegen viel.

19,95 Pfund kostet der Lightpen von The Electric Studio. Der Anschluß erfolgt an einem der drei Steckplätze für Erweiterungsplatinen. Die Software arbeitet unter GEM. DOS Plus und MS-DOS. Beim Zeichnen mit dem Lightpen wird die Maus ab-, beim Entfernen des Stifts vom Bildschirm automatisch wieder angeschaltet.

Das Grafiktablett von Grafsales kostet 195.50 Pfund. Damit ist es mehr als 30 Prozent teurer als die CPC-Version. Gerechtfertigt wird der Preisaufschlag durch bedeutend verbesserte Software. Powercad arbeitet vollkommen menügesteuert. Bei uns verkauft PiZie-Data die Produkte von Grafsales.

ASD-Peripherals war einer der neuen Aussteller auf der Amstrad Computer Show. 439 Pfund plus Mehrwertsteuer (das sind zirka 1300 Mark) kostet eine Festplatte mit 30 MByte Speicherplatz. Die Karte belegt einen Steckplatz halber Länge.

An Software zeigte Amstrad sechs Disketten mit Spielen. Für jeweils 19.95 Pfund bekommt man »Cyrus II Chess« (Schach), »Pitstop II« (Autorennen). »Alex Higgins Snooker« (Billard), »Mean 18 Golf«. »Winter Games« und »Summer Games II« (Sportspiele). Schneider wird die Programme nicht anbieten. »Rosa Berge passen nicht in unser Konzept« war der Kommentar zu der Grafik von Winter Games.

HiSoft ist mit seiner gesamten Software-Palette in den MS-DOS-Markt eingestiegen. Mit »Knife-86« bekommt man für 25 Pfund einen leistungsfähigen Diskettendoktor. Die Umsetzungen der verschiedenen Programmiersprachen sind in Bedford noch nicht abgeschlossen. Hier muß man auf die nächste Veranstaltung dieser Art warten.

Müssen Sie manchmal arabische Briefe schreiben? Oder chinesische? Mit »Intext« ist das kein Problem. Das 145 Pfund teure Programm beherrscht auf Tastendruck eine andere Sprache. Das bezieht sich zum einen auf die Tastaturbelegung und zum anderen (und das ist das interessante) auf den Bildschirm (Grafikkarte erforderlich). Die verschiedenen Schriftzeichen werden gleichzeitig angezeigt, die Schreibrichtung erfolgt sprachspezifisch. Eine deutsche Version dieses interessanten Produkts gibt es noch nicht. Nach Aussagen des Herstellers wird allerdings daran gearbeitet.

»Signwriter« von Wight Scientific erlaubt das auch mit einem PC. Für 80 Pfund (die Version für den Joyce kostet knapp 50 Pfund) druckt Ihnen jeder Matrixdrucker beliebige Zeichen in frei wählbarer Größe aus.

Die Amstrad Computer Show war für Anhänger der CPC-Geräte von Schneider eine Enttäuschung. PC-Besitzer hingegen lernten interessante »Spielereien« kennen. Die nächste Messe findet vom 10. bis 12. Juli statt.


(hg)
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