Atari-Hotline

Raymond Schröder zeichnet seit kurzem bei Atari Deutschland für die Kundenbetreuung verantwortlich. Für das ST-Magazin präsentiert er ab dieser Ausgabe jeden Monat die meistgestellten Fragen.

Die Atari-Hotline umfaßt die Betreuung der gesamten Produktpalette, also die ST- und TT-Computer, die Portfolio-Applikationen und auch Atari-Spielkonsolen sowie die MS-DOS-Clones der Raunheimer. Da ist es nicht verwunderlich, wenn das Telefon zu den offiziellen Sprechzeiten (s. Adreßleiste) heißläuft. Da sich viele Fragen nur schwer aus dem Handgelenk beantworten lassen, stapeln sich fast jeden Tag über 50 Faxe, Briefe und Päckchen auf dem Schreibtisch. Eine Kollegin erledigt einfache Prospekt- und Preisanfragen, Schröder kümmert sich ums Eingemachte: die teilweise sehr ausführlichen und detaillierten Fragen zur Hard-und Software.

Wollte er alle Anfragen in epischer Breite beantworten, könnte Ataris Infodienst nur einen Bruchteil der täglichen Kundenprobleme erledigen. Deswegen verweist er gerne auf entsprechende Fachliteratur: »Über viele Probleme berichtet z. B. das ST-Magazin ohnehin regelmäßig.« (Anm. d. Red: In diesem Zusammenhang bauen wir z. Zt. unsere Artikeldatenbank auf Diskette aus und können Ihnen damit in Kürze ein umfassendes Suchsystem bieten, in dem Sie neben Beiträgen auch alle Bezugsadressen der Branche Finden. Sie können alle ST-Beiträge und sogar »uralte« 68000er Artikel jederzeit gegen 5 Mark Rückporto in Briefmarken bei uns nachbestellen).

Diesen Monat geht es um Monitore und Grafik. Meist-gestellte Frage zum Thema:

»Welche anschlußfertigen Bildschirme empfiehlt Atari und was leisten sie?« Natürlich verweist Schröder gerne auf Farb- und Schwarzweißmonitore aus dem eigenen Haus: den nagelneuen SM 146 z. B., indirekter Nachfolger des legendären SM 124 für die hohe Auflösung (640 x 400 Pixel) mit einer Bildwiederholungsfrequenz von 71 Hz. Der SM 144, eigentlicher SM 124-Erbe, war nur kurze Zeit auf dem Markt, um kurz darauf vom SM 146 abgelöst zu werden. Fürs Farbbild (low res 320 x 200 und med res 640 x 320) eignet sich der Farbmonitor SC1435, Nachfolger des SC1224. Der SC 1224 wird, genauso wie der SM 124, nicht mehr produziert. Allerdings hat der SC1435 einen getrennten Cinch-Audio-Eingang. Wer also kein STE-Modell besitzt, muß durch eine kleine Bastelei (Soundeingang auf Cinch-Stecker ausführen) für Sound sorgen. Für die farbigen Video-Modi, also TT low und TT med des TT eignen sich (neben den meisten PC-VGA-Monitoren) Ataris 14-Zoll-VGA-Monitore TTC1434 bzw. PTC 1426.

Wer’s größer braucht, stellt sich den 19-Zoll-Monochrom-Bildschirm TTM194 bzw. 195 auf den Tisch (1280 x 960 Pixel). Klein aber fein dagegen ist der PTM144, ein kompakter Monochromer für den TT.

Oft gefragt ist auch ein Monitor für alle Auflösungen. Für die kleinen ST-Rechner kommt nur ein echter Multisyncron-Monitor in Frage (ist dasselbe wie Multisync, NEC beansprucht aber Titelschutz). Geeignet wäre z. B. der NEC Multisync 3D. Zusätzlich notwendig: Eine Umschaltbox zwischen hoher Auflösung und den beiden Farbmodi. Für den TT empfiehlt sich z. B. der Multisyncron EIZO 6500. Er kann alle sechs Modi darstellen, erfordert aber ebenfalls eine Umschaltbox.

Und weiter: »Kann man den ST an den Fernseher anschließen?« Grundsätzlich ja. Befindet sich eine Antennenbuchse am Computer, stellen Sie die Verbindung zum Fernseher einfach über das Antennenkabel her. Einen TV-Anschluß (also einen HF-Modulator) besitzen alle Geräte mit dem Zusatz M im Namen (z.B. 1040 STFM) sowie alle STEs. Die Signale von Bildschirmen mit Scart-Eingang lassen sich außerdem wie jeder Monitor mit RGB-Eingang auf die ST-Monitorbuchse übertragen (kleine Kabelbastelei notwendig). Ein externer HF-Modulator bzw. RGB- bzw. FBAS-Wandler läßt sich außerdem über die Monitorbuchse betreiben, (hu)

Atari Computer GmbH, Postfach 1213, 6096 Raunheim, Hotline-Telefon: montags bis freitags von 9 bis 12 und von 16 bis 17 Uhr unter der Durchwahl 06142/209129

Zur Person

Seit Februar ’91 betreut der Diplomingenieur (FH) Raymond Schröder (Jahrgang ’61) die Atari-Hotline in Raunheim. Die große Leistungsfähigkeit des Atari ST lernte der Hanauer während seines E-Technik-Studiums schätzen: Über einen Sharp-Pocketrechner und einen C64 wechselte er schnell auf einen 520 ST. Darauf entstand nicht nur die schriftliche Diplomarbeit, er setzte den Computer auch zur Steuerung einer CNC-Maschine ein, die er für die Arbeit entwarf. Auch in der Freizeit greift Raymond Schröder gelegentlich zur Tastatur, spielt Tischtennis, fährt Rennrad und unternimmt Touren mit seiner Freundin, mit der er eine Wohnung in Gelnhausen teilt.



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