Podium: Meinungen und Kritiken

Fahrschule

Ich suche ein Programm zur Führung einer Fahrschule (Auto und Motorrad ab 125 ccm).

Was es können sollte: Adressen der Schüler verwalten, die Koordination der Fahrlehrer leiten, die Übungs- und Prüfungszeiten überwachen, die Buchhaltung erledigen, ein Terminplaner wäre auch nicht schlecht, kurz und gut ein Programm für eine Fahrschule.

Marc R. S., CH-8047 Zürich

»Advanced Applications« vertreibt für 2500 Mark die »Fahrschulverwaltung«. Damit können Sie acht Fahrlehrer; 400 Schüler und 14 Fahrzeuge verwalten. Weitere Features: Monatlich 3500 Buchungen auf 100 freidefinierbaren Konten, Formulardruck, Ausbildungsverträge etc. (Advanced Applications, Sperlingweg 19, 7500 Karlsruhe 31)

Tester wehrt sich

In der Ausgabe 12/91, Seite 63, kritisiert SparrowText-Autor Jürgen Spatz meinen Testbericht. Mit seiner Kritik bin ich nicht ganz einverstanden:

Zu 1.: Die Angabe, daß das Programm bei 15000 Zeilen Text zu langsam wird, sollte lediglich die Grenzen des Programms aufzeigen.

Zu 2.: Grafiken mit 360 dpi sehen meist besser — da kontrastreicher — aus, als solche mit 180 dpi. Langsamkeit als Begründung einer fehlenden Grafik für 9-Nadler und Drucker wie den Deskjet ist schlicht Unsinn, lieber eine langsame als gar keine Grafik.

Zu 3. und 4.: Mag sein, daß SparrowText ab Version 2.1 bei der Absatzformatierung flexibler wird. Allerdings testen wir ausschließlich aktuelle Versionen, nicht solche mit dem Attribut »in Zukunft«.

Zu 5.: Ich selbst bin durchaus kein Verfechter der »konservativen GEM-Schule«. Wie Herr Spatz aber selbst schreibt: Abweichungen dann und nur dann, wenn es sinnvoll ist. Ich halte die Menügestaltung von SparrowText für kompliziert und unübersichtlich, außerdem bietet sie nichts, was mit GEM nicht möglich gewesen wäre. Das gleiche gilt für den Scroll-Balken.

Zu 6.: Da bin ich anderer Meinung. Sobald man im Zehnfingersystem schreiben kann, verschluckt SparrowText mindestens ein Zeichen am Absatzende.

Ich habe den Eindruck, daß ein durchaus positiv gemeinter Test, der allerdings auch die Grenzen zeigt, in diesem Leserbrief als sehr negativ hingestellt werden sollte. Das ist um so bedauerlicher, als Herr Spatz dabei aber auf die tatsächlichen Negativpunkte wie unbrauchbare Trennung und Abstürze beim Erstellen eigener Druckertreiber, nicht eingeht.

Alexander Niemeyer, freier Autor des ST-Magazins

Es war mal ein 260er...

Mit meinem Atari ST 260 (20 MByte Vortex-Platte/4 MByte Weide-Chips/zwei Floppies) bin ich seit drei Jahren überaus zufrieden — bis mich die Lust überkam, den Rechner in ein PC-Gehäuse einzubauen. Ein Restposten XT-Gehäuse mit 200-W-Netzteil und abklappbarem Deckel bestärkte mich. Angespornt durch den Erfolg, erstand ich im Versandhandel eine 16-MHz-Karte sowie einen AT-Emulator. Nachdem beide Karten eingebaut waren, blieb der Bildschirm dunkel. Nach einer schlaflosen Nacht war der erste Übeltäter gefunden: Der Adapter für die abgesetzte Tastatur war defekt.

Nun schien es mir an der Zeit, die AT-Tarnkappe auszuprobieren. Ohne Bombenwarnung segelte der ST ins Nirwana. Ich schickte meine Rechnerplatine zu Vortex. Nach zwei Wochen gelang es mir, mit einem Techniker zu sprechen. Schon die ersten Sätze ließen mich erstarren. Mein aufgemotzter Rechner war an einem 260er Netzteil getestet worden. Da die Rechnerplatine mit der Speichererweiterung rund 4,5 A/5 V benötigt, war das Netzteil fraglos überfordert. Lapidarer Originalspruch: »Der Rechner läuft ja schon ohne ATonce+ nicht stabil und bombt aus.« Was mir überhaupt einfällt, ohne telefonische Absprache den Rechner in dieser Art (Motherboard & Memory im ESD-Koffer) einzuschicken. »Wir haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.« Der Rechner kam zurück mit dem wertlosen Tip: Kabel der Speichererweiterung kürzen (RAS/CAS).

Ergebnis: Mein Rechner läuft im ST-Modus jetzt ohne Probleme, der ATonce+ arbeitet in jedem anderen Rechner, nur nicht in meinem. Vielleicht kann mir ein Leser helfen?

Dirk H., 2730 Gyhum

Schicken Sie niemals ohne Absprache Ihren Rechner an eine Servicewerkstatt. Bei getunten Geräten besonders wichtig: Informieren Sie den Techniker genau, welche Modifizierungen Sie vorgenommen haben, d. Red.

Handbuch verlegt?

Seit einiger Zeit verfolge ich mit Interesse Ihre Ausführungen zum Thema Computermusik. Ich besitze einen Yamaha PS AS-790, einen Atari 1040 ST und das Uraltprogramm Musix 32 von Tommy SW sowie GFA-Basic und Turbo C in der Version 1.0. Ich bin mit jedem dieser Teile sehr zufrieden, weiß aber nicht, wie ich es erreiche, daß ich Kompositionen vom Synthesizer in den Computer bringe. Ich möchte Verbesserungen anbringen und dann wieder zurückspielen. Wie kann ich Stücke im Musix 32 überarbeiten und über den Synthesizer abspielen. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich trotz der überquellenden Information in Ihrem Magazin immer noch nicht weiß, was ich dazu brauche. Weiter besteht die Frage, ob das C-Listing überhaupt in meiner C-1.0-Version läuft. Was ist denn ein Sequenzer?

Eberhard K., 3400 Göttingen

Zuerst einmal empfehlen wir dringend das Studium Ihres Musix-32-Handbuchs. Dort erfahren Sie, was ein Sequenzer ist, was er kann und wie Sie damit Kompositionen editieren.

Selbstverständlich können Sie auch mit Ihrer alten Turbo-C-Version Weiterarbeiten. Falls Sie allerdings ernsthaft programmieren wollen, wäre es freilich höchste Zeit für ein Update, oder finden Sie nicht? d. Red.

Der LDW-Tip

Als Anwender von LDW-PowerCalc zeigte sich bei mir folgendes Problem:

Wollte ich meine Arbeitsblätter auf dem NEC-P6-plus-Nadeldrucker (Endlospapier) ausgeben, stimmt bei mehrseitigen Ausgaben entweder die erste Seite nicht (Seitenlänge 72 Zeilen) oder aber alle weiteren (Seitenlänge 67 Zeilen).

Da es keine Einstellmöglichkeit für die erste Seite gibt, könnte man das Endlospapier manuell in die richtige Position bringen. Dies ist unbequem und ungenau. Deshalb folgende Lösung, wobei allerdings ein leeres Blatt anfällt:

  1. Man stellt die Seitenlänge auf 72 Zeilen ein.
  2. Unter »Output, Optionen Init« ist es möglich, dem Drucker eine Initialisierungs-Zeichenkette zu senden. Gibt man einen Seitenvorschub und fünf Zeilenvorschübe rückwärts ein, beginnt der Ausdruck auf dem zweiten Blatt korrekt.

Für den NEC P6: 028\082\010\010\010\010\010\028\028\070
Zeilenvorschub rückwärts: 028\082
fünf Zeilenvorschübe rückwärts: 010\010\010\010\010
Zeilenvorschub vorwärts: 028\070

Ernst-Johann Sirch, 8000 München 19

1. MIDI-Oper?

In der November-Ausgabe, Seite 10, haben Sie unter »Klassische Sequenzer-Oper« von einer »weltweit ersten MIDI-Oper« geschrieben.

Eine Kollegin von mir an der California State University in Los Angeles, Frau Prof. Beverly Grigsby, hat jedoch bereits in 1984 eine MIDI-Oper, »The Mask of Eleanor« geschrieben. Der instrumentale Teil kam aus einem Fairlight sowie MIDI-gesteuerten Synthesizern und Samplern, die zusammen einen Wert von über 200 000 US-Dollar hatten.

Die Uraufführung war 1984 in Paris, Frankreich, am Le Ranelagh Theatre. Weitere Aufführungen: Atlanta, Georgia (1986), Lexington, Kentucky (1987), Los Angeles (1987), Minneapolis, Minnesota (1989) und Sao Paulo, Brasilien (1990).

Ich hoffe, daß Sie diese wegweisende Arbeit dem richtigen Mensch anrechnen und den Korrekturartikel ebenso hervorheben wie den Artikel über Herrn Ratko.

Michael Wolf, 4370 Marl



Links

Copyright-Bestimmungen: siehe Über diese Seite