Editorial: Computer und Schule ...

... ist wohl eines der Themen, die an Brisanz in den letzen Jahren nichts verloren haben. Im Gegenteil. Nachdem immer größere Teile der Bevölkerung den Computer weniger als Jobkiller, sondern mehr als hilfreiches Instrument in der Arbeitswelt sehen, wird er auch in Schule und Ausbildung immer mehr zu einem Thema, an das man die Jugend hinführen muß. Die weite Verbreitung der Computer, auch in den Privat-Haushalten, tut ein Übriges. Denn abgesehen von ihrem Einsatz als modernes, vielseitiges Videospielgerät, verblüffen die Jugendlichen ihre Lehrer zunehmend mit sinnvollen Anwendungen und Einsatzgebieten für Computer. Und daß Programmieren das Analysieren und logische Überdenken von Problemstellungen fördert, steht wohl außer Frage.

Der Computer wird seinen festen Platz in Schule und Ausbildung erhalten — andere Länder wie die USA und Großbritannien seien uns da leuchtende Beispiele. Der Weg dahin war bislang voller Steine im komplizierten Behördenweg. Was einst von Eltern und großzügigen Spendern initiiert wurde, packt man seit einiger Zeit endlich auch auf bundesweiter, kultureller Hoheitsebene an. Spät genug, meine ich.

Was dabei allerdings uneingeschränktes Lob verdient, ist die Tatsache, daß man sich von Seiten der Kultusbehörden darum kümmert, daß die Computer nicht nur einer Handvoll Hackern zur Verfügung stehen, sondern auch sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden.

Hier sehen auch wir unsere Aufgabe, mitzuhelfen, daß Computer zu einem ganz selbstverständlichen Arbeitsmittel werden, wie einst Rechenschieber und Taschenrechner. Ich fordere daher Lehrer wie Schüler auf, mit uns gemeinsam auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Schreiben Sie uns, was wir dazu beitragen können, engagieren Sie sich in Schule, Behörden und bei der Industrie — es lohnt sich!

Michael Scharfenberger. Chefredakteur

68000er, zum Dritten

Für viele Anwendungen sind Computer mit schnellem Prozessor und viel Speicherplatz wie geschaffen. Mit einem guten Digitalisierer und einem leistungsfähigen Programm entstehen zum Beispiel aus realen Bildern futuristische Kunstwerke. Im dritten 68000er-Sonderheft (Sonderheft 9 der Happy-Computer-Reihe) zeigen wir die beeindruckenden Fähigkeiten, aber auch die Grenzen von digitaler Bildverarbeitung auf dem Atari ST und dem Amiga.

Wir haben für Sie eine große Zahl Programme unter die Lupe genommen. Von den besten — und das ist immer noch eine stattliche Anzahl — veröffentlichen wir ausführliche Tests. So präsentieren wir auch die Textverarbeitung Nummer 1 für den ST brandheiß aus England: 1 ST Word plus.

Schnelle Computer benötigen ebenso leistungsstarke Programmiersprachen. Eine Sprache hat innerhalb kürzester Zeit hohes Ansehen erworben: Modula-2. Unser umfangreicher Kurs führt Sie in die Geheimnisse dieser außergewöhnlichen Programmiersprache ein.

Einen besonderen Leckerbissen finden Sie auf der Leser-Service-Diskette für den Amiga: Wir veröffentlichen den ersten Level von »Marble Madness«, dem Wahnsinns-Spiel!

Das dritte 68000er-Sonderheft, vollgepackt mit Informationen für Atari ST, Amiga, Macintosh und Sinclair QL, ist ab Ende August an jedem Kiosk erhältlich.

Floppy und Dateiverwaltung

Alles über die Disketten-Laufwerke für die Commodore-Computer C 16, Plus/4, C 64 und C 128 finden Sie im neuesten 64'er-Sonderheft 9. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Laufwerke 1541, 1551, 1570 und 1571 genau untersucht. Ein großer Vergleichstest der Floppy-Speeder hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Systems.

Neben einem ausführlichen Floppy-Kurs, der von den wichtigsten Grundlagen bis zu den kniffligsten Anwendungen den Umgang mit dem 1541-Laufwerk erklärt, gibt es wieder jede Menge Listings. Diese reichen von schnellen Formatier- und Kopierprogrammen (für Diskette und Kassette) über komfortable Inhaltsverzeichnisse mit Druckerausgabe bis zur kompletten Diskettenverwaltung. Besondere Leckerbissen wie die Nutzung der Spuren 36 bis 40, ein Kopierprogramm für zwei Laufwerke oder die schnellste Sortier-Routine, runden das Bild ab. Besitzer eines 64'er-DOS werden von der neuen Version 4 (mit integriertem S-MON) begeistert sein.

Wer viel mit großen Dateien arbeitet, findet intensive Kurse über deren Programmierung in Basic und Maschinensprache. C 128-Besitzer erwartet ein Diskettenmonitor, ein dBase II-Kurs und ein Autostartprogramm.

Für jeden, der mit seinem Commodore-Computer das Letzte aus seinem Laufwerk, der Datasette oder bei der Dateiverwaltung herausholen will, ist das 64'er-Sonderheft 9 genau das Richtige. Es ist ab Ende August im Zeitschriftenhandel erhältlich.



Aus: Happy Computer 09 / 1986, Seite 9

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