Falcon-Report: Programmierer packen aus

Titel-Generator »Overlay« zur einfachen Nachbearbeitung von Videos

Die Entwicklerszene in Deutschland

In Deutschland läuft die Arbeit in den Falcon-Ent-wicklerlabors auf Hochtouren. Von Video- bis Musik-Anwendungen, vom VME-Bus bis zum PC-Emulator reicht die Palette. Wir haben uns über die interessantesten Produkte genauer informiert.

Compo Software will mit dem Falcon eine neue Ära der Benutzeroberfläche einläuten, die Produkte wie »That's Adress 2« und »That's Write« mit Übersichtlichkeit und Komfort ausstattet. Außerdem arbeitet Compo an einer Sound-Schnittstelle für Ein- und Ausgabe digitalisierter Klänge.
Bereits auf der CSS in Köln stellte Digital Arts sein Vektor-Präsentationsprogramm »DA's Vector« vor, das auch für alle älteren Ataris zum Preis für 298 Mark erhältlich ist. Lauffähig in jeder Auflösung ab 640 x 400 Pixel, rechnet das Programm intern immer mit 16,7 Millionen Farben. DA's Vector besondere Fähigkeiten schlummern in der einfachen Animation und Illustration, Textgestaltung inklusive. Natürlich finden die neuen Grafikfähigkeiten des Falcon Einsatz. Ein vergleichbares Paket für Bit-Map-Grafiken ist in Vorbereitung. Den Vertrieb übernimmt H3-Systems.
Der Spielehersteller Eclipse entwickelt derzeit Spiele unterschiedlicher Genres. Unter anderem sind ein Flugsimulator, ein aufwendiges 3D-Weltraumspiel, ein Rollenspiel sowie ein »Shoot 'em up« in Planung. Besonders interessant scheinen der DSP Synthesizer, der voraussichtlich bis zu 32 Stimmen gleichzeitig spielt sowie ein speziell für den Spielebreich konzipiertes Zeichenprogramm. Ob diese nützlichen Tools jedoch auch den Verbraucher erreichen, steht noch nicht fest.
Der ICP-Verlag zeigte bereits auf der CSS den Harddisk-Reorder »Musicom« (Testbericht in dieser Ausgabe). Seme Besonderheit liegt in der reichhaltigen Modifikation von Musik, Sprache und Geräuschen mit Effekten wie Flanger, Equalizer oder Delay. Für gute Verbindung zur Welt der DFÜ sorgt ein Programm von i-Link, das derzeit für den Falcon portiert wird. Das in vier Breiche geteilte Paket ist eine Kombination aus Komforttelefon, Anrufbeantworter, Faxmodem (9600 bps) und Datenmodem (2400 bps). Alle vier Komponenten stellen selbstverständlich keine Hardware dar, sondern werden vielmehr über Software emuliert. Als zusätzliche Einsatzbereiche nennt i-link Sprachmailboxen mit digitaler Aufzeichnung sowie Tele-Informationssysteme.
Ebenfalls auf der CSS erregte Overscan mit der Auflösungserweiterung »ScreenBlaster« Aufsehen. Eine kleine Hardware am Monitorausgang entlockt dem Falcon 880 x 608 Pixel (61 Hz mit Multisync-Monitor) bzw. 768 x 498 (72 Hz auf einem SVGA-Monitor). Dabei kostet ScreenBlaster nur 149 Mark. Weiterhin arbeiten die Berliner an »Overlay«, einem Titel-Generator zur einfachen Nachbearbeitung von Vdeos. Overlay läuft auf losungsunabhängig auf allen Atari ST/TT und Falcon, dessen besondere Eigenschaften zur Geltung kommen.
Rhothron bringt den VME-Bus für den Falcon zurück. Als Karte für den Expansion-Port bietet das Interface einen Interrupt-fähigen VME-Steckplatz mit Bus-Arbitrierung, die für problemlosen Zugriff der VME-Karten auf die Falcon-Hardware sorgt. Die Karten finden in einem optional erhältlichen externen Gehäuse Platz. Das Interface wird voraussichtlich Ende Dezember ausgeliefert, der Preis beträgt 498 Mark + MwSt. Das Gehäuse liegt bei 298 Mark + MwSt.
Hans Jörg Sack, der Entwickler des ersten Hardware-DOS-Emulators, schlägt erneut zu. Sein jüngster Star ist der 286er Emulator »Falcon Speed« mit einem Norton Faktor von 12. Die Lösung ist voll steckbar und spricht bis 8 MByte RAM des Rechners an. Ein Coprozessor ist nicht vorgesehen. Der Emulator unterstützt den den VGA-Modus unter Windows. Auf die Frage nach einem 386er- oder 486er-Emulator erhielten wir die Auskunft, daß derzeit die Grenzen des Systems erkundet würden...
Musikfreunde am Falcon dürfen aufatmen: Steinberg stellte auf der CSS das fertig angepaßte »Cubase 3.01« für den Falcon vor. Weitere Pläne: In Zusammenarbeit mit Yamaha wollen die Hamburger auf der nächsten Musikmesse ein 4-Spur Hard-Disk-Recording-System für ST/TT in Verbindung mit einem Yamaha CBX-E5 zeigen. Eine Standalone-Version für den Falcon ist in Vorbereitung.
Neben einer Anpassung der Vektor- bzw. Bitmap-Zeichenprogramme »ImPrint« und »Chagall« arbeitet Trade It an einer Applikation zur Nachvertonung von Videos sowie an einer Treibersoftware für Video Printer.

Digital Arts GmbH, Anrather Straße 300, 4520 Krefeld, Tel. 0 21 51 /39 60 64

Compo Software GmbH, Ritzstraße 13, 5540 Prüm, Tel. 0 65 51 /62 66

Eclipse, Vfersmolder Straße 41. 4802 Halle. Tel. 052 01 / 1 69 89

ICP-Vferlag GmbH, Wendelsteinstraße 3, 8011 Vaterstetten, Tel. 081 06/339 54

I-Link GmbH, Nollendorfer Straße 11-12, W-1000 Berlin 30, Tel. 030/2 1620 48

H3 Systems GmbH. Häusserstraße 44, 6900 Heidelberg, Tel. 0 6221-164031

Overscan GbR, Säntisstraße 166, W-1000 Berlin 48, Tel. 030/721 94 66

Rhothron GmbH Entenmuhlenstraße 57, 6650 Homburg/ Saar, Tel. 0 68 41 / 6 40 67

Sack Elektronik Bleistraße 49, 4792 Bad Lippspringe. Tel. 05252/4290

Steinberg GmbH, Eiffestraße 596, 2000 Hamburg 26, Tel. 040/2 11 598

Trade It, Arheilgerweg 6, 6101 Roßdorf, Tel. 0 61 54 / 90 37
Armin Hierstetter


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