Auf der TOS-Diskette: Die besten PD-Utilities

Unter den zahlreichen Hilfsprogrammen gibt es einige Highlights, denen ein Stammplatz in jedem Autoordner gebührt.

Mit »FSelect« bietet GEM endlich eine komfortable Dateiauswahlbox

Die Dateiauswahl box des GEM ist für den Benutzer eine Qual und zudem noch höchst fehlerhaft. Ab TOS 1.4 nahm Atari einige kosmetische Änderungen vor, optimal ist die Dateiauswahl box deshalb noch lange nicht. Daß es auch besser geht, zeigt das Programm »FSELECT« von Martin Patzel. Befindet es sich im Autoordner der Bootdiskette, erscheint bei jedem GEM-Aufruf eine Auswahlbox mit stark erweiterten Fähigkeiten. Dazu gehört die Funktion, einzelne Laufwerke per Mausklick anzuwählen. Informationen über die Belegung einer Partition erhalten Sie per Doppelklick. Neben den Namen der Dateien sehen Sie auch deren Größe, Uhrzeit und Datum. Zwölf unterschiedliche Extensionen, die frei editierbar sind, stehen auf Knopfdruck bereit. Nicht zu vergessen ist auch die Funktion, Dateien und Ordner anzulegen oder zu löschen - und das alles, ohne die Box zu verlassen.

Guck, der Datengucker

FSELECT erweist sich auch für Benutzer von Rainbow- oder STE-TOS als lohnende Anschaffung. Auf meinem Computer ist das Programm bereits seit einem Jahr installiert und läuft ohne Probleme. Sie finden FSELECT auf der TOS-Diskette.

Der Desktop des Atari stellt zwar eine Funktion zur Dateianzeige zur Verfügung, diese ist aber nur für ASCII-Texte gedacht und bietet keinen Komfort. Abhilfe schafft hier »GUCK« von Marcel Waldvogel. Klicken Sie im Desktop eine beliebige Datei zweimal an, lädt sich Guck automatisch und zeigt deren Inhalt auf dem Bildschirm. .Mit den Cursortasten oder der Maus blättern Sie durch den Text. Ein Druck auf die Tasten des Ziffernblockes läßt Guck seitenweise springen. Texte aus »1ST Word Plus« erscheinen übrigens gefiltert, der Inhalt ist dann nicht mehr durch Steuerzeichen verstümmelt und somit besser lesbar. Die Taste < P > schickt Ihre Datei zum Drucker. Aber nicht nur Texte, auch Grafiken verarbeitet Guck. Es stellt fast alle gepackten und ungepackten Formate dar wie Doodle, Degas, STAD, Image und sogar Metafile. Farbbilder konvertiert Guck während 5 Sekunden in Graustufen. Am sinnvollsten ist der Einsatz von Guck mit einer Festplatte. Besitzen Sie kein solches Gerät, hilft Ihnen das Programm »AUSGUCK« (AUto-Start GUCK) weiter: Es installiert eine kleine RAM-Disk, die nur Guck enthält und sich ansonsten nicht beschreiben läßt. Guck erweist sich im täglichen Einsatz als große Hilfe. Sie finden das Programm in der brandneuen Version 1.5 auf der TOS-Diskette. Es ist Shareware, regelmäßige Benutzer müssen sich also beim Autor registrieren lassen.

Formatfrage

Wer seinen ST hauptsächlich zur Textverarbeitung nutzt, wird oft mit Dokumenten anderer Textverarbeitungen in berührung kommen. Um diese beispielsweise in IST Word zu laden, benötigen Sie ein Konvertierungsprogramm. Gut geeignet ist dafür »Superfilter«. Er schluckt die meisten im MS-DOS-Bereich üblichen Textformate wie Word und Wordstar und stellt sie dem ST zur Verfügung. Die Konvertierung ist in beide Richtungen möglich. Dabei sorgt der Superfilter auch dafür, daß Steuerzeichen (etwa für Fettdruck) richtig weiter-gegeben werden. Zusätzlich können Sie eine Zeichenkonvertierung vornehmen lassen, um beispielsweise Umlaute richtig umzuwandeln. Auch dieses Programm befindet sich auf der TOS-Disk.

(tb)


Marc Kowalsky
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