Atari TT: Das Ende einer Odyssee

Es ist zweieinhalb Jahre her, da konnten einige wenige auf der CeBIT ’88 die ersten Gehversuche einer Maschine namens TT bewundern. Jetzt endlich, da es kaum noch jemand zu hoffen wagte, ist er für jedermann zu erwerben.

Kaum einem Ereignis, mal abgesehen von der deutschen Wiedervereinigung, dürften Atari-Besitzer so entgegengefiebert haben wie dem Erscheinen des Atari TT. Verblüffung und Freude löste dann am Montag nach der Düsseldorfer Atari-Messe die Lieferung zweier großer Pakete aus, in denen sich tatsächlich ein »gekaufter« TT nebst Farbmonitor befanden.

Der TT wird nur mit einer Taktfrequenz von 32 MHz ausgeliefert. Der Hauptspeicher besitzt wahlweise 4,6 oder 8 MByte RAM. Von der 2-MByte-Maschine hat man Abstand genommen. Der Coprozessor, der zum Lieferumfang gehört, ist ein Motorola 68882, ebenfalls mit 32 MHz getaktet.

Die Festplatte hat eine Kapazität von 46,3 MByte. Es handelt sich um eine Seagate ST157N-1 mit immerhin 28 ms mittlerer Zugriffszeit.

Was neben den Geräten aus den Kartons kam, war sehr enttäuschend. Ein paar fotokopierte Blätter, auf denen (in deutsch) Hardware und Software kurz angerissen werden, und zwei Disketten bilden das ganze Zubehör. Dies ist sicherlich nur ein vorläufiger Zustand, aber angesichts des professionellen Anspruchs des TTs und des Preises kann man doch mehr erwarten.

Auf den Disketten befinden sich der HDX und der neue AHDI 4.00, das neue Kontrollfeld und neue Treiber für den Atari-Laserdrucker. Der HDX ist laut Beschriftung nur vorläufig, und auch die endgültige Fassung des AHDI erreichte anscheinend nicht alle Kunden.

Einen Monat sollte der TT im Alltagsbetrieb auf Herz und Nieren getestet werden. Bald zeigte sich, daß der Rechner dem altgedienten Mega ST4 in vielen Belangen überlegen war.

Innerhalb dreier Tage konnten die Standardprogramme getestet werden. Zur großen Überraschung konnten wir feststellen, daß in der ST-kompatiblen Auflösung von 640 x 400 die meisten Programme auf Anhieb liefen. Auch in der TT-Standardauf-lösung 640 x 480 mit 16 Farben verrichten überraschend viele Programme ihren Dienst.

Die Spreu trennt sich bei den Tests der einzelnen Programme sehr schnell vom Weizen. So schickt »Omikron-Basic« den TT sofort ins Nirwana. Die Unsauberkeiten dieses Programms sind aber auch hinlänglich bekannt. Die Tatsache, daß man dieses Programm als offizielles Atari-Basic zu jedem ST geliefert bekommt, muß einem langsam zu denken geben.

»GFA-Basic 3.5« läuft in der ST-kompatiblen Auflösung mit kleinen Einschränkungen. Im Editor stürzt der Rechner manchmal bei der Benutzung der Funktionstasten ab.

Auch »Tempus« und »Tempus Word« bringen den TT nachhaltig zum Absturz. Auch hier ist der Fehler klar bei der Software zu suchen, da man scheinbar das oberste Byte der Adreßregister für eigene Zwecke verwendet.

Fatal ist die Situation bei den PD-Programmen. In der TT-Auflösung läuft nahezu nichts. In der ST-Auflösung sind es immer noch wenig Programme, die reibungslos funktionieren. Dies liegt hauptsächlich daran, daß PD-Programme meist mit »GFA-Basic 2.0« oder Omikron-Basic entwickelt wurden.

Nach soviel Rückschlägen kommen positive Überraschungen gerade recht. So läuft »Signum 2« in der ST-Auflösung ohne Probleme. »Script 2.0« kommt sogar mit der TT-Auflösung zurecht. Das scheinbar »saubere« »Wordplus« ist zumindest in der aktuellen Version 3.15 nicht zu gebrauchen. Auf der Messe in Düsseldorf war aber schon eine lauffähige Version zu sehen.

Desktop Publisher brauchen sich keine Sorgen zu machen. »Calamus« und »Time-works Publisher« bereiten dem TT keine Probleme »Publishing Partner Master« konnte nicht getestet werden. Calamus unterstützt ab der Version SL in beeindruckender Art und Weise auch Farbe.

Keine Probleme mit Grafik

Bei den Mal- und Zeichenprogrammen sieht es ebenfalls ganz rosig aus. Ob »Arabesque«, »Megapaint« oder »STAD«, alle verrichten zu-

mindest in der ST-Auflösung ihren Dienst. Auch die Oldies »Neochrome« und »Degas Elite« laufen ohne Einschränkung. Herausragend sind die »Migraph«-Produkte »Touch-up« und »Easydraw«. Beide laufen in allen Auflösungen. Easydraw unterstützt in der TT-Auflösung sogar die 16 Farben. Gleiches gilt für das Programm »Scigraph«.

CAD wird mit Sicherheit ein Thema sein, bei dem sich viele Anwender für den TT entscheiden. Die beiden bekanntesten Pakete »Technocad« und »Dynacad« laufen beide in allen Auflösungen und unterstützen Farbe.

Auch bei den Tabellenkalkulationen scheint saubere Programmierung schon länger ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung gewesen zu sein. »LDW-Powercalc«, »Becker-calc/3« (wird leider nicht mehr vertrieben) und »K-Spread« nutzen sowohl die höhere Auflösung als auch die Farben des TT aus. Besonders Beckercalc/3 zeigt mit seinen farbigen Charts, was man mit sauberer Programmierung erreichen kann.

Bei den Datenbanken fällt eigentlich nur »Easybase« aus dem Rahmen, da es mit Omikron-Basic entwickelt wurde. Ein auf dem TT lauffähiges Omikron-Basic scheint der Schlüssel für eine Reihe von Anwender-Software zu sein.

Dieser Überblick zeigt, daß nur wenige kommerzielle Programme derzeit überhaupt nicht auf dem TT verwendet werden können. Auch Programme aus dem Shareware-Bereich wie »Gemini« oder »Guck« sind bestens einsetzbar. Nur der PD-Be-reich hinkt ein wenig hinterher. Hier macht sich die mangelnde Professionalität und Produktpflege bemerkbar.

Woran liegt es eigentlich, daß so viele Programme nicht mehr auf dem TT funktionieren, obwohl man dem TT ein hohes Maß an ST-Kompatibilität bescheinigen kann? Zum einen liegt es an der Bildschirmauflösung. Für viele Programmierer hat ein ST immer 640 x 400 Pixel, und der Bildschirmspeicher ist immer 32 KByte groß.

Farbmonitor nicht berücksichtigt

Dank der Großbildschirme und Erweiterungen wie »Overscan«, haben sich viele Programmierer auf fremde Auflösungen eingestellt. Aber mit der Tatsache, daß die Software auf einem Farbmonitor läuft, hat man sich nicht auseinandergesetzt.

Prozessorspezifische Eigenschaften sind ein weiterer Grund für Inkompatibilitäten. So legt der 68030 im TT bei Exceptions ein Wort mehr auf den Stack als der 68000 im ST. Besonders Debugger, die sich in diese Exceptions einklinken, verarbeiten dies nicht und stürzen ab. Nur wenige Debugger wie »Sysmon« oder »Monst 2« fangen dies ab.

Ein weiteres Hindernis für einige Programme ist das sog. »Fast-RAM«. Bei mehr als 4 MByte Speicherausbau unterteilt der TT das RAM in das ST-RAM und das Fast-RAM. Auf dieses Fast-RAM kann der Prozessor viel schneller zugreifen als auf das ST-RAM. Routinen mit vielen Speicherzugriffen laufen fast doppelt so schnell wie im ST-RAM.

Alle Programme können so konfiguriert werden, daß sie im Fast- oder im ST-RAM laufen. Dieses Fast-RAM hat leider auch Nachteile. Da es außerhalb des Adreßraums des 68000 liegt, können auch der Shifter und der DMA-Chip nicht darauf zugreifen.

Programme, die auf den DMA-Chip direkt zugreifen, wie Diskmonitore oder Laserdruckertreiber, dürfen also nicht im Fast-RAM laufen. Ebenso darf man nur ST-RAM-Adressen als Bildschirmadresse angeben. Programme, die im Hintergrund ihre Grafiken aufbauen, um dann umzuschalten, müssen dies beachten.

Über die Geschwindigkeit ist im Vorfeld viel gemunkelt und diskutiert worden. Zwischen Faktor 2 und 8 wurde bestimmt schon jeder Geschwindigkeitszuwachs genannt. Tatsächlich läßt sich eine genaue Zahl gar nicht nennen. Es gibt Programme, die auf dem TT kaum schneller als auf dem ST laufen. Andere wiederum sind über 100-mal schneller.

Ein Beispiel: Man läßt Calamus eine Seite für 2540 dpi aufbauen. Auf der Seite ist nur ein Halbtonbild. Ein Mega ST4 benötigt fast 3300 s. Der TT schafft dies in 500 s. Dies ist immerhin Faktor 6,5. Der 16-MHz-TT brauchte 850 s. Damit ist auch klar, daß der 32-MHz-TT um einiges schneller ist als der ursprünglich geplante Rechner.

Wesentlich krassere Ergebnisse bekommt man bei Fließkommaberechnungen. Das Programm »Savage« wird oftmals zum Test von Fließkommaroutinen einer Programmiersprache hergenommen. Auf einem ST ohne FPU (Floating Point Unit), mit »Turbo-C« übersetzt, läuft Savage ca. 60 s. Auf dem TT mit FPU benötigt das Programm gerade noch 0,3 s. Hier errechnet sich ein Faktor von 180. Man darf schon gespannt sein auf die ersten Anwendungen, wie CAD oder Fraktalberechnung, die die FPU voll unterstützen.

Für Programmierer ist der TT derzeit besonders interessant, kürzt doch jedes Prozent mehr Performance die Tum-around-Zeiten während der Entwicklung. Zum Test wurde mal die Zeit gemessen, die Turbo-C zum Übersetzen des gesamten »Rufus« (ca. 130 KByte Quelltext in fünf Modulen) benötigt.

Auf beiden Rechnern wurde ein und dieselbe Festplatte benutzt. Die Ergebnisse zeigen, daß der ST etwa doppelt solange benötigt wie der TT. Läßt man Turbo-C im Fast-RAM laufen, wird das ganze noch mal um 50 Prozent schneller. Damit kann Turbo-C auf dem TT dreimal schneller seinen Dienst verrichten.

Ebenso zeigt dies, daß das Fast-RAM um einiges schneller ist als das ST-RAM. Ein weiteres Indiz dafür ist der Test mit dem Packer »LHARC 1.13«. Einen Ordner mit 670 KByte in 23 Dateien packt der ST in 473 s zusammen. Im ST-RAM benötigt der TT 144 s. Der Nachbrenner wird im Fast-RAM eingeschaltet, denn da benötigt der TT nur noch 95 s.

Da jede Applikation sehr viele Systemaufrufe macht, ist natürlich auch das System ein wichtiger Faktor für die Geschwindigkeit. Am »GEM-DOS« ist anscheinend einiges getan worden. Ein- und Ausgaben über das Filesystem gehen merklich schneller als auf dem ST.

Das byteweise Einlesen einer Datei läuft auf dem TT wesentlich schneller als auf dem ST. Sicherlich ist dies keine elegante Lösung, aber viele Programme verwalten Dateien auf diese Weise.

Wesentlich weniger wurde anscheinend an der Text- und Grafikausgabe getan. Zwar liegen die gemessenen Werte zwischen Faktor 2 bis 4, aber angesichts des wesentlich schnelleren Prozessors hätte man sicherlich mehr herausholen können.

Besonders in der TT-Auflösung (16 Farben, 640 x 480 Punkte) fällt der schlechte Bitblit-Algorithmus auf. Beim Verschieben von Bildausschnitten flackert der Bildschirm schrecklich. Ein voll an den »MC 68030« angepaßtes »VDI« ist derzeit noch ein Wunschtraum.

Anschlußfreundlich

Die Schnittstellen am TT sind .wie schon am ST zahlreich vorhanden. Zunächst mal sind alle Schnittstellen des STs mit Ausnahme des Mega-Busses auch im TT eingebaut. Hinzu kommen noch ein paar Neuheiten.

Außer der »RS232C«-Schnittstelle besitzt der TT drei weitere serielle Schnittstellen. Eine wird über einen zweiten im TT eingebauten »68901« realisiert. Dieser Port hat aber nur die drei Standardleitungen TxD, RxD und Masse. Als Modemanschluß ist er nicht zu empfehlen.

Die anderen beiden Ports werden von einem »SCC« (serial Communications Controller) bereitgestellt. Beide sind als volle RS232C-Schnittstel-len einsetzbar. Laut den spärlichen Unterlagen müßten diese Schnittstellen auch mehr als 19200 Baud vertragen. Leider ist aber nicht beschrieben, wie man diese Geschwindigkeiten einschalten kann.

Wer auf eine der SCC-Schnittstellen verzichten kann (dann hat man ja nur noch drei RS232), kann die unscheinbare runde Buchse an der Seite des TTs als Netzwerkanschluß einsetzen. Vom Betriebssystem wird dieser »LAN«-(Local Area Network-)Anschluß allerdings nicht unterstützt.

Anscheinend handelt es sich um eine »Appletalk«-kompatible Hardware, die bis zu 1 MBit/s übertragen kann. Der Netzwerkbetrieb ist DMA-fähig und kann damit den Prozessor kräftig entlasten. Damit wäre endlich eine schnellere Schnittstelle zu Druckern vorhanden, aber auch eine kostengünstige Vernetzung der Rechner könnte stattfinden.

Mit dem SCSI-Anschluß hat Atari dem TT einen weiteren Standardbus beschert. Der SCSI-Bus macht einen sehr stabilen Eindruck. Während der letzten vier Wochen wurde so ziemlich alles angeschlossen, was eben diesen Anschluß besitzt. Ob Festplatte, CD-ROM, Scanner oder Modem (Ethernet), alles konnte einwandfrei angesprochen werden. Alle Kommandos wurden wie vorgesehen verarbeitet. Timing-Probleme, wie der ACSI-Bus des STs, wird es mit der SCSI-Schnittstelle am TT nicht geben.

Der VMEbus soll die Pforte zu Industrieanwendungen öffnen. Der Schacht auf der Rückseite des TTs hat 3 HE (Höheneinheiten). Da die meisten Karten auf dem Markt aber mindestens 6 HE benötigen, bleibt dem TT-Besitzer zunächst nur die kleine Auswahl flacher Karten.

Doch dieser kleinere Markt hat auch schon einiges zu bieten. Es gibt Grafikkarten, Ethemet-Karten, Modems und sogar ganze MS-DOS-Rechner in diesem Format. Die 3 HE sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß, aber immerhin handelt es sich bei dem TT um einen Desk-top-Rechner, der noch auf den Schreibtisch passen soll.

Gravierender ist die Einschränkung der Signalleitungen. Der TT kann nur A16/ D16- und A24/D16-Karten verarbeiten. A32/D32-Karten sind erst ab nächstem Jahr für die Unix-Maschine vorgesehen.

Wo soviel neue Hardware vorhanden ist, muß auch das Betriebssystem Erweiterungen bekommen haben. So gibt es einen neuen GEM-DOS-Aufruf zum Speicherreservieren. Mit ihm kann das Programm steuern, woher der Speicher genommen werden soll.

Zwei neue XBIOS-Funk-tionen bieten einen schnittstellenunabhängigen Zugriff auf Festplatten an. Die Nummern 0 bis 7 rufen den ACSI-Bus auf, 8 bis 15 den SCSI-Bus. Leider kann man über das XBIOS nur lesen und schreiben.

Die vier Schnittstellen bedürfen natürlich auch einer Software-Unterstützung. Da alle STProgramme die serielle Schnittstelle als BIOS-Device # 1 ansprechen, hat sich Atari etwas Pfiffiges einfallen lassen. Statt neue Devicenummem anzubieten, schaltet man mit der XBIOS-Funktion »BCONMAP« (XBIOS(44)) zwischen den Schnittstellen um. Nicht nur die Ein- und Ausgaben, sondern auch »RSCONF« und »IOREC« werden auf den entsprechenden Ports umgeleitet.

Insgesamt acht neue XBIOS-Funktionen hat es für die Grafik des TT gegeben. Auffällig ist das Sample & Hold-Flag bei der Funktion »EsetShift«, mit dem man das Shiftmode-Register im TT setzt.

Sample & Hold entspricht dem beim Amiga schon legendären Hold&Modify-(HAM-) Modus. In diesem Modus wird der Bildschirm nicht erneuert, wenn die Farbpalette verändert wird. Mit diesem Trick sind 4096 Farben gleichzeitig darstellbar. Kleinere Versuche mit diesem Flag zeigen, daß dem TT-Besitzer eine farbenfrohe Zukunft winkt.

Nun stellt sich die Frage, für wen die Anschaffung eines TT sinnvoll ist und für wen nicht. Vorneweg ist der TT für Programmierer ein Muß. Zum einen reduziert sich die Entwicklungszeit dank der höheren Geschwindigkeit enorm. Zum anderen erschwert der TT unsauberes Programmieren.

Es ist schon sicher, daß die mittlere TT-Auflösung als Standard benutzt wird. In Farbbildschirme läßt sich wesentlich schlechter »direkt reinschreiben« als in Monochrom.

Für Textverarbeiter und Hobby-DTPler ist der TT sicher überdimensioniert. Auch wenn man den Unterschied merkt, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob die Anschaffung nötig ist.

Für die Bereiche DTP und CAD ist der TT nahezu ideal. Die hohe Geschwindigkeit wird in naher Zukunft sicher viele umsteigen lassen auf das neue Flaggschiff. Da sowohl CAD- als auch DTP-Software den TT voll unterstützen — kein Problem.

Die Zuverlässigkeit von Hard- und Software ist ein weiteres Argument für den TT. Während des ganzen Tests zeigten die verwendeten Programme weniger Schwächen als auf dem ST.

Atari hat mit dem TT eine Maschine auf den Markt gebracht, die ihresgleichen in dieser Preisklasse erst mal finden muß. Alle Stärken der ST-Serie wurden integriert und erweitert. Wer einmal mit dem TT intensiv gearbeitet hat, wird sich nur schwer wieder an einen ST gewöhnen können. Bleibt zu hoffen, daß Atari jetzt auch den Support und die Informationspolitik ändert.

Eine Unterstützung der Entwickler und Kunden, wie sie bei anderen Herstellern seit jeher gang und gäbe ist, sollte bei einem nicht gerade billigen (wenn auch preisgünstigen) Rechner wie dem TT auch bei Atari realisierbar sein, (uw)

So laufen Fast-RAM-Programme

Seit TOS 1.4 kann man im Programm-Header im 27. Byte das erste Bit setzen, damit beim Start des Programms nicht mehr der ganze Speicher gelöscht wird. Besonders beim Booten macht sich dies bemerkbar.

Wenn man nun im selben Byte auch die nächsten beiden Bits setzt, läuft das Programm auf dem TT im Fast-RAM (wenn vorhanden). Das erste der beiden Bits zeigt, daß das Programm ins Fast-RAM geladen werden soll. Das zweite Bit sorgt dafür, daß auch alle Speicherreservierungen im Fast-RAM gemacht werden.

So kann man z.B. ein Programm im Fast-RAM laufen lassen, aber alle Datenbereiche zur ACSI-DMA-Fähigkeit ins ST-RAM legen.

Von Atari gibt es das Programm »PRG-FLAGS«, mit dem die Bits gesetzt werden können. Ist dieses nicht zur Hand, kann man auch mit einem Disk-Monitor die Änderungen vornehmen. (Michael Bernards/uw)


Michael Bernards
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