Aktuelles

Fernsehen mit dem Milan

Die Wartezeit hat endlich ein Ende: Milan-Besitzer können nun auch auf dem Desktop fernsehen. Ab sofort wird die TV-Karte für den Milan von woller Systeme ausgeliefert.


Verwendet wird eine PCI-Karte des renommierten Herstellers Hauppauge!, die durch eine komfortable Software für den Milan ergänzt wird. Die Treiber sind dabei so optimiert worden, dass die CPU keinerlei Rechenzeit hergeben muss. Der Anwender kann also während einer Übertragung getrost in voller Geschwindigkeit weiterarbeiten. Die Steuersoftware nutzt ein attraktives GEM-Interface, bietet u.a. einen automatischen Sendersuchlauf und vielseitige Audio-Einstellungen. Für die Zukunft ist außerdem eine Anpassung der Videoschnittsoftware FunMedia geplant, mit der auch die digitale Aufnahme bzw. Bearbeitung möglich sein wird. Das TV-Signal wird über ein terrestrisches oder ein Kabelsignal eingespeist.

Die TV-Karte für den Milan ist ab sofort im Atari-Fachhandel oder direkt bei woller Systeme zum Preis von DM 398.- erhältlich, woller Systeme lehnen jedoch jegliche Verantwortung für ein eventuell eintöniges Fernsehprogramm ab.

Ethernet für alle Ataris

Den Namen Elmar Hilgart muss sich die Atari-Welt in Zukunft merken: Aus seiner Hard- und Softwareschmiede kommen einige interessante Projekte, die die Nutzbarkeit auch der klassischen Atari-Hardware um einiges vervielfachen.


Neu auf dem Markt ist z.B. der Ethernet-Adapter für alle Ataris mit freiem ROM-Port. Die Hardware besteht aus zwei Teilen: einem Port-Interface, das in den ROM-Port gesteckt wird. Dieses stellt eine parallele Schnittstelle für einen Pocket-LAN-Adapter bereit. Die Treiber sind für STinG ausgelegt und laufen unter MagiC und TOS. Geplant sind außerdem Treiber für MiNTnet. Der Preis inkl. Verpackung liegt bei DM 155.-. Einen Testbericht finden Sie auf Seite 40 dieser Ausgabe.


YAMI (Yet Another Mouse Interface) ist ein Mausinterface, um Atari- und Amiga-Computer mit heutigen PC-Mäusen auszustatten. Bisher wurde dies zumeist über die serielle Schnittstelle gelöst, was den Nachteil mit sich bringt, dass für die Maus ein serieller Port geopfert werden muss und die Treibersoftware mit einigen Programme inkompatibel ist. YAMI ist dagegen eine reine Hardwarelösung, die keinerlei zusätzliche Treiber benötigt. YAMI unterstützt dabei alle gängigen seriellen PC-Mäuse mit dem Datenprotokoll von Microsoft, Logitech oder Mouse System. Ein Jumper ist nicht erforderlich, die Formate werden automatisch erkannt. Das Programm besitzt eine Kantenglättung, die dafür sorgt, das selbst schnelle Mausbewegungen ordentlich umgesetzt werden. Auch ist es kein Problem, parallel zur Maus einen Joystick zu schalten. YAMI erkennt, wenn auf einem parallel geschalteten Joystick der Feuerknopf gedrückt wird und schaltet die Maus ab. So entfallen lästige Stöpselaktionen, wenn man auf dem Rechner spielen möchte. Zuguterletzt ist YAMI In-Circuit-Updatefähig. Die Firmware im Interface kann aktualisiert werden, ohne das ein neuer Baustein gekauft oder am Interface herumgelötet werden muss.

YAMI kostet DM 25.-. Eine Mausport-Verlängerung ist nochmals für DM 2.50 erhältlich. Für Port und Verpackung fallen DM 6.- an. Bei der Bestellung sollten Sie unbedingt angeben, ob Sie den Adapter am Atari oder Amiga nutzen möchten.

Aber nicht nur Computeranwender, sondern auch Jaguar-Fans können sich an den Hardwareentwickler wenden. Das von ihm entwickelte Jaguar-Interface bereichert die 64-Bit-Spielkonsole mit zusätzlichen Schnittstellen. Der DSP-Port ist durchgeschleift, Stereo-Cinch-Buchsen bieten eine einfache Anschlussmöglichkeit an die heimische Stereoanlage. Die galvanische Trennung der RS-485-Schnittstelle verhindert Brummschleifen und Störungen. Außerdem wird ein SCART-Ausgang zum Anschluss an heutige Fernseher geboten.

Elmar Hilgart, http://www.asamnet.de/~hilgarte

Power-Falcon im Anflug!

Der Traum vieler Falcon-Besitzer scheint tatsächlich Wahrheit zu werden: Ataris mittlerweile in die Jahre gekommen Raubvogel könnte endgültig den Schritt in das neue Jahrtausend schaffen. Den Weg dahin soll wieder einmal Rodolphe Czuba ebnen.

Der französische Hardware-Entwickler arbeitet zur Zeit an der Umsetzung seiner neuen Beschleunigerkarte Centurbo 60 für alle Falcon-Rechner von Atari bzw. C-Lab. Herzstück der Karte wird der MC68060 sein, der mit 64 MHz getaktet werden soll. Von der reinen Rechengeschwindigkeit her würde also der Falcon mit dem Milan 060 gleichziehen. Auch der Vergleich mit anderen Prozessoren der 68k-Serie zeigt ein deutliches Bild der Leistungsstärke der CPU: Kommt ein 68040 mit 33 MHz auf 27 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde), so erreicht ein 060/66 satte 100 MIPS. Der Unterschied zur Centurbo II ist noch krasser: Die hier verwendete 68030-CPU, die mit 50 MHz voll ausgereizt wird, kommt lediglich aus 12 MIPS, ein Original-Falcon schafft gar nur 4 MIPS.

Ein weiteres Problem des Falcon ist seine relativ geringe Bandbreite von nur 4.7 MB/s beim RAM-Zugriff. Die Centurbo 60 kann dagegen auf das eigene RAM mit 256 MB/s zurückgreifen. Das Board bietet einen RAM-Steckplatz an, der mit SDRAM-Modulen von 32 bis 512 MB RAM bestückt werden kann.

In der Vergangenheit hatten Beschleunigerkarten für den Falcon immer wieder mit dem Problem zu kämpfen, dass sie zwar die Rechenleistung des Rechners entscheidend verbessern konnten, jedoch durch die relativ langsame Grafiklogik des Falcons wieder ausgebremst wurden. Die Centurbo 60 wird sich auch dieses Problems annehmen und jeweils einen PCI- bzw. AGP-Steckplatz für heutige schnelle Grafikerweiterungen anbieten. Eine Grafikkarte benötigt dabei einen neuen VDI-Layer, der beispielsweise von NVDI bereitgestellt werden könnte.

Aber auch der Zugriff auf externe Peripherie wird mit der Centurbo 60 deutlich schneller, da sie auch zwei neue IDE-Schnittstellen (14 MB/s) bereitstellt, wobei eine davon so realisiert ist, dass sie kompatibel zur originalen Schnittstelle im Falcon ist. Die Wahl zwischen der alten und der neuen Schnittstelle wird durch das Setzen eines Jumpers getätigt. Damit auf die beiden neuen Ports aber auch von der 060-CPU aus zurückgegriffen werden kann, muss ein Treiberprogramm wie der HDDriver angepasst werden. Als Option soll außerdem ein Ultra-SCSI-Port angeboten werden, der eine Bandbreite von 20 MB/s erreicht.

Damit die Kompatibilität zu Programmen gewahrt bleibt, die nicht auf der neuen 060-CPU laufen, wird ein spezieller Falcon-Mode bereitgestellt.

Ein Problem stellt außerdem die Stromversorgung des neuen Falcon-Herzens dar. Die CT 60 benötigt eine Spannung von 3.3 V und mindestens 10 Amper für den 060, das SDRAM, die PCI-/SDRAM-Bridge und den AGP-Port. Das originale Netzteil im Falcon reicht daher nicht mehr aus. Ein heutiges ATX-Netzteil ist daher unumgänglich.

Während die Centurbo II noch einige Löterfahrung voraussetzte, kann die Centurbo 60 auch von Laien eingesetzt werden. Durch die Entfernung des Falcon-Netzteils und den Einsatz eines externen ATX-Netzteils passt die Beschleunigerkarte in das originale Tastaturgehäuse des Rechners. Auch ein Umbau der Maschine in ein Tower-Gehäuse wird also erst dann notwendig, wenn Sie zusätzliche PCI- bzw. AGP-Karten mit der Erweiterung nutzen.

Der Preis für eine nackte Centurbo 60 (Ohne CPU) wird bisher mit EUR 340.- (knapp DM 700.-) angegeben. Komplett mit einer 68060-CPU kostet das Board EUR 490.- (knapp DM 1000.-). Für die U-SCSI-Option fallen nochmals EUR 45.- (knapp DM 90.-) an.

Um die erste Produktion zu starten, müssen unbedingt 100 Kunden eine CT 60 vorbestellen. Laut Rodolph Czuba sind bisher ca. 75 Bestellungen eingegangen. Damit die Centurbo 60 Wirklichkeit wird, ist also ihre Unterstützung gefragt. Aber nicht nur Falcon-Anwender können hoffnungsvoll in Richtung Frankreich schauen: Auch für TT-Besitzer brodelt einiges in Czubas Küche. Die Centurbo TT könnte Realität werden, wenn sich mindestens zwanzig TT-Anwender für dieses Projekt interessieren. Herz der Karte ist eine 68030-CPU, die mit bisher für diesen Prozessor unglaublichen 64 MHz getaktet werden soll. Zwei SIMM-Steckplätze bieten Platz für 32-Bit-EDO-TT-RAM bis zu 256 MB, auf das viermal schneller (40 MB/s) zugegriffen werden kann als mit normalen Speicherkarten. Aus Gründen der Kompatibilität kann auf die originalen 32 MHz zurückgeschaltet werden.

Die Centurbo TT soll in das originale Gehäuse des TT 030 passen, wobei 12 Lötpunkte fixiert werden müssen. Die Karte wird auf den RAM-Slot des TT gesetzt.

Der geplante Preis ist moderat: Die Karte soll inklusive französischer Steuern für EUR 150.- (ca. DM 300.-) verkauft werden.

Interessenten für beide Erweiterungen sollten sich an den Entwickler wenden, damit auch der originalen Atari-Hardware schon bald wieder frisches Leben eingehaucht werden kann.

Rodolphe Czuba, http://www.czuba-tech.com

Thomas Raukamp, Jan Daldrup, Robert Schaffner

Software von Electronic Cow als Shareware

Electronic Cow hat seine Audio- und MIDI-Software für den Atari als Shareware deklariert. Damit ist eine kleine Software-Flut für Musiker (und angehende Musiker) ausgelöst worden. Das besondere an den Programmen ist, dass sie nicht etwa das Soundsystem des Atari Falcon voraussetzen, sondern grundsätzlich auf jedem Atari ihren Dienst verrichten. Alle Programme vereint dabei ihre äußerst attraktive Benutzeroberfläche, die das Arbeiten zum Genuss werden lässt.

EC-909 ist eine analoge Drummachine, die mit den Sounds der Roland-Drummachine TR-909 bzw. dem Bassline-Generator TB-303 arbeitet. Beide Geräte werden besonders in heutigen Technoproduktionen häufig verwendet. Es können bis zu 10 unabhängige Drum- und Bass-Patterns programmiert und abgespielt werden. Alternativ können die Loops als MIDI-Dateien exportiert werden.


Sound Chip Synth ist dagegen ein Software-Synthesizer, der den FM-Soundchip des Atari nutzt. Die entstandenen Klänge können entweder über die Tastatur oder über einen angeschlossenen MIDI-Controller angesteuert bzw. abgespielt werden. Außerdem können sie als Samples zur Weiterverarbeitung exportiert werden.

Scribble Synth ist ebenfalls ein additiver Synthesizer, der jedoch neue, kreative Möglichkeiten bei der Programmierung bietet. Anstatt an simulierten Reglern herumzumischen, "skizziert" der Anwender Klangideen auf einem Reißbrett. Die oftmals innovativen Ergebnisse können auf einem Sampler oder in einem Sequencer weiterverarbeitet werden.

MIDI Arpeggiator ist ein analoger MIDI-Sequenzer, der speziell zum Erzeugen von Arpeggio-Sequenzen, Synthesizer-Riffs und Bass-Lines konzipiert wurde. Auf alle Features kann dabei in Echtzeit zugegriffen werden, weshalb sich das Programm auch hervorragend für den Bühneneinsatz eignet. Der MIDI Arpeggiator ist dabei so kompakt gehalten, das er sogar als Accessory angemeldet werden kann und somit einen kleinen, übersichtlichen Sequenzer zum schnellen Festhalten musikalischer Ideen darstellt. Die erstellten Sequenzen können als MIDI-File direkt in ein umfangreiches Sequencing-System exportiert werden. Noten und Velocity können unabhängig voneinander editiert werden.


Charming Chaos ist ein algorithmischer MIDI-Sequenzer mit einem integrierten DMA-Seed-Construction-Tool, das die Erstellung eigener Algorithmen erlaubt. Kompositionen können in Echtzeit als MIDI-File aufgenommen werden und stehen zum Export zur Weiterbearbeitung bereit. Charming Chaos kann sowohl als eigenständige GEM-Applikation als auch als Accessory laufen.

Snippit Synth ist ein weiterer softwarebasierender Synthesizer, der das Granular-Sound-Modelling-System nutzt. Ähnlich wie in einem Mosaik fügt diese Synthese verschiedene kleine Teile einer Wellenform zu einem neuen Gesamtergebnis zusammen. Ergänzt werden diese innovativen Möglichkeiten durch eine ganze Palette von eingebauten Effekten und Sample-Im- und Exportmöglichkeiten.

EC-909 finden Sie auf unserer aktuellen stc-Spezialdiskette. Die komplette Programmpalette wird auf der kommenden stc-Leser-CD bereitstehen. Natürlich finden sich alle Programme auch auf der Homepage von Electronic Cow. Die Sharewaregebühr liegt je nach Programm zwischen £ 10.- und £ 20.-.

http://dspace.dial.pipex.com/electronic_cow/cownet.shtml

Die Atari-Links des Monats

http://atari-time-machine.atari.org Interessante History-Seite eines Atari-Mitarbeiters.
http://www.pcisys.net/~brunergs/Atari/8bit/8bitmain.html Prototypen aus den Atari-Labors.
http://www.scottw.com/ Die Atari-Geschichte als Video -Doku.
http://www.best.com/~hmk/atari.htm Eine deutschsprachige Seite zur Atari-History.
http://www.GoodDealGames.com/ Classic-Atari und Classic-Games in Reinkultur.

+++• in kürze +++ in kürze +++

+++ Wer noch auf der Suche nach alten PD-Disketten ist, hat jetzt gleich zwei Anlaufstellen im Netz. Auf der Webseite von Gerd Höller (www.hadley.de) können sämtliche Disketten der PD-Pool-, Atari Magazin-, DL-, GFA-Club-, J-, K- und Vision-Serie per E-Mail bestellt werden. Die Kataloge können von der Seite heruntergeladen werden. Andrew Plumridge kaufte kürzlich die komplette Floppyshop PD Library auf und verkauft die Disketten jetzt über seine (noch im Aufbau befindliche) Webseite. Die Kataloge und Preislisten können bereits online eingesehen werden.

+++ Nach der Vorstellung auf der World of Alternatives hat es nochmal eine Weile gedauert, doch jetzt ist es soweit: Die Demoversion der neuesten Smurf-Inkarnation kann von der Therapy-Homepage (http://topp.atari-users.net/) heruntergeladen werden. Ursprünglich sollte Smurf 1.06 schon in dieser Ausgabe getestet werden, leider scheint es jedoch noch einige Probleme auf MagiCMac-Systemen zu geben, weshalb wir den Test verschoben haben.

+++ Marcel de Meester hat eine neue Version seines Astronomie-Programms Universum veröffentlicht. In erster Linie wurde die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich verbessert. Universum kann außerdem die Position der Kometen berechnen. Es können auch Informationen über die Kometen abgerufen werden. Das Programm kann nun auch mit Datumsangaben zwischen 4712 BC und 9999 AD umgehen. Universum findet sich im Netz unter der URL http://www.ster.kuleuven.ac.be/~wim/.

+++ Es gibt wieder einmal ein paar schöne neue Demos für den Falcon. So wurde "Hardcore" von Mind Design endlich veröffentlicht, ebenso eine Music-Compilation von Fun und eine Slideshow von Supremacy. Heruntergeladen werden kann das alles wie immer von der Seite der Dead Hackers Society (http://www.dhs.nu/).

+++ Didier Mequignon hat die neue Version 2.12 seines Multimedia Players Aniplayer veröffentlicht. Größte Neuerung ist der Sound-Support bei MPEG-Movies, wobei für eine flüssige Wiedergabe ein sehr schneller Rechner zur Verfügung stehen sollte. Auf langsameren Systemen ist es jedoch möglich, den Sound separat unkomprimiert abzulegen und dann zusammen mit dem MPEG abzuspielen. Das Programm findet sich unter der URL http://aniplayer.atari.org.

+++ mapS ist ein kleines Tool, das die Funktionen des E-Mail-Clients MyMail ergänzt. Es generiert Massenmails mit variablem Inhalt. Die Mails können also eine persönliche Anrede enthalten. Neu in der Version 1.1 ist die Unterstützung verschiedener Empfängergruppen. Das Programm findet sich unter der URL http://www.uni-hohenheim.de/~gdietze/dsi.html. Hier finden Sie übrigens auch Informationen zur Kontenverwaltung ACCount Manager und zur Fakturierungs-Software RechnungsKobold.

+++ RSC-View ist ein kleines Tool, das RSC-Dateien lädt und anzeigt. Es ist also hilfreich, um einen schnellen Überblick über die zahlreichen Icon-Ressource-Dateien zu bekommen, das Programm steht unter der URL www.xn--donz-epa.ch zum Download bereit. Hier findet sich auch eine neue Version von MemWatch, einem kleinen Programm, das die Speicherauslastung unter MagiC in einem GEM-Fenster darstellt.

+++ Auf der Homepage von invers Software können DTP-Interessierte ab sofort eine Demoversion der aktuellen Version SL2000 von Calamus herunterladen. Wie immer sind Ausdrucke in der Demoversion mit einem Calamus-Schriftzug versehen und die Testphase beläuft sich auf 30 Tage. Die URL von invers lautet www.calamus.net.

+++ Dieter König hat eine neue Version von CafTools veröffentlicht.cafTools enthält einen Patch für die Pool- und Part-Dateien von CAF, um einen CAF-lmport in den AudioTracker zu gewährleisten, was sonst leider allzu häufig zu einem Absturz des AudioTrackers führt. Behoben wurde ein Fehler beim Aufruf des AT-Patch. Caftools liegt im Öffentlichen Programmteil der Maus H als CAFTOOL2.TOS

+++ Die Präsentations- und Chartsoftware GEMGraph liegt mittlerweile in der Version 2.04 vor. Das aktuelle Release findet sich unter der URL http://gemgraph.free.fr/.

+++ Die Arbeit am E-Mailer MyMail geht in großen Schritten voran. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war die Version 1.10 aktuell, das Programm unterstützt nun mehrere Postkästen, weitere Filtermöglichkeiten, einen Mehrfach-Check von Mail-Accounts und weitere Bugfixes und Verbesserungen. Der Client ist erhältlich unter der URL http://erikhall.mine.nu/~erikhall/programs/mymail.html.

+++ E-ONLINE ist ein deutschsprachiges Online-magazin mit Elektronikbasteleien. Es finden sich auch passende Berechnungsprogramme für Atari-Computer. Die URL des Ganzen lautet www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/.

+++ Cocktail, ein Cocktail-Datenbankprogramm für fröhliche Stunden, liegt ab sofort in der Version 1.4 vor. Der Inhalt und der Index wurden stark erweitert. Das Programm findet sich auf der Homepage von Gunnar Gröbel unter der URL http://www.ppp-software.de. Prost!

+++ J.D. Koftinoff Software, Ltd. erklärte kürzlich den Pro MIDI Player zur Freeware. Der Pro MIDI Player spielt MIDI-Dateien ab und eignet sich durch seine Eingriffsmöglichkeiten, seine Einbindung in ein MIDI-Setup und die Textdarstellungsmöglichkeiten besonders für den Bühneneinsatz und Karaoke-Parties. Das Programm findet sich auf der aktuellen stc-Spezialdiskette und unter der URL www.jdkoftinoff.com/main/Historic_Projects/The_Pro_MIDI_Player/.

+++ Hoch die Tassen! Das E-JagFest ist das erste Jaguar Festival in Europa. Es wird in der kleinen Stadt Medddo (heißt wirklich so!) in der Nähe holländischen Stadt Winterswijk (heißt auch so!) ausgetragen, die an der Grenze von Holland nach Deutschland liegt. Ein genaues Datum liegt allerdings noch nicht fest (nanu?). Es ist aber mit dem Ende dieses Jahres zu rechnen. Weitere, weniger verwirrende Informationen finden Sie unter der URL www.jagfest.org/euro/.

+++ Der Bildermanager Photo Tip liegt in der Version 2.12 vor. Ab sofort können auch Bilder im GIF- bzw. PNG-Format verarbeitet werden. Außerdem werden nun alle gängigen TIFF-Formate unterstützt. Das Speichern in den Formaten TIFF und JPEG ist dagegen mit verschiedenen Kompressionsoptionen möglich. Der Download von Bildern aus digitalen Kameras ist jetzt mit mehr als nur 255 Bildern möglich. Unter N.AES 2.0 ist nun die Systemerweiterung WDIALOG nicht mehr bindend erforderlich. Photo Tip läuft nun außerdem klaglos auch auf "kleinen" STs.

+++ Markus Lutz hat verschiedene Musiknotationsprogramme aus UNIX-Quellen mit GNU-C für den Atari nutzbar gemacht. Alle Programme sind textorientiert und funktionieren nach folgendem Prinzip: Der Anwender erstellt eine Eingabedatei, die vom Programm in eine PostScript-Datei gewandelt wird. Auf dem Atari ist also Ghostscript erforderlich. Die Programme belegen außerdem mehr als 4 MB RAM. Alle Programme sind Freeware und unterliegen der GNU-Lizenz. Heruntergeladen werden können Sie unter der URL www.gmlutz.de/Markus/atari.html.

Vor 10 Jahren

An dieser Stelle wollen wir uns jetzt und in Zukunft etwas Sentimentalität gönnen, die Uhr zurückdrehen und schauen, was in der st-computer vor 10 Jahren zu finden war.

Die Ausgabe vom September 1990 hatte zwei sehr professionelle EBV-Lösungen im Test: Retouche Professional (wurde später in das DA's-Layout-Paket integriert) und Cranach von TmS. Cranach war nur der Vorläufer für das spätere Cranach Professional, das erst für die damalige Atari-Hausmesse angekündigt war. Entsprechend anspruchslos waren die Voraussetzungen: 1 MB RAM und der obligatorische SM 124 reichten durchaus für den Betrieb. Die zweite Stufe in Sachen EBV hatte die schweizer Firma 3K ComputerBild schon erreicht: Auf Retouche folgte im September das professionelle EBV-Paket Retouche Professional. Voraussetzung für ein vernünftiges Arbeiten waren ein Atari mit Grafikkarte und Großbildschirm. Dem professionellen Anspruch entsprechend war dann auch der Preis: DM 1198.- musste der geneigte Atari-Lithograph investieren, um in den Genuss der Bildbearbeitung zu kommen.

Konkurrenz zu Calamus war auf dem Atari schon immer dünn gesät: Einer der Vertreter dieser "Alternativ-Fraktion" war der Publishing Partner Master, der in der Version 1.80 vorgestellt wurde. Galten Vorgängerversionen als sehr absturzgefährdet, konnte dieses Release erstmals als sicher betrachtet werden. Trotzdem setzte sich PPM in Deutschland nie durch - schade eigentlich, denn unter dem Namen PageStream hat sich das Programm ab der Version 3.0 zu einem äußerst leistungsfähigen und modernen Geheimtipp auf den Plattformen Windows, Macintosh und Atari entwickelt.



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