ATARI mobil mit Apple-PowerBooks und MagiC Mac

Als ATARI vor nunmehr drei Jahren das ST-Book [1] vorstellte, war die anfängliche Begeisterung recht schnell bedrückter Enttäuschung gewichen. Zwar besaß das ST-Book einige moderne Fähigkeiten, die es den Kollegen aus der DOS-Welt voraushatte, aber das schlecht lesbare Display und das schlicht unzumutbare Vektor-Pad ließen keine rechte Freude beim Arbeiten mit dem „kleinsten ST“ aufkommen. Mit MagiC Mac und den Apple-PowerBooks ist dieses Problem nun wohl endgültig gelöst.

Die PowerBooks von Apple gehen inzwischen in die dritte Generation. In diesem Jahr noch wird Apple-PowerBooks mit dem Power-PC-Prozessor vorstellen. Aktuell sind im Moment allerdings noch Geräte mit 68030- und 68040-CPU - genau richtig also für den ATARI-Emulator MagiC Mac. Wir haben zwei der aktuellen Macintosh PowerBooks zum Test zur Verfügung gestellt bekommen.

Das PowerBook 150

Das zur Zeit preisgünstigste Apple-Notebook, das PowerBook 150, ist mit einem 68030-Prozessor ausgestattet, der mit 33 MHz getaktet wird. Auf einen mathematischen Coprozessor hat Apple dabei verzichtet. Die Standardkonfiguration besteht aus 4 MB RAM und einer 120-MB-IDE-Festplatte. Sie haben richtig gelesen, Apple verwendet im PowerBook 150 ganz entgegen sonstiger Gewohnheiten keine SCSI-Festplatte - wohl aus Kostengründen. Daß das zum Einsatz kommende AT-Bus-Gerät aber nicht unbedingt langsamer sein muß als seine SCSI-Brüder, zeigt unser Test mit „How-Fast“. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Schwerer wiegt da schon der etwas knapp bemessene RAM-Speicher. Mit 4 MB kommt man in der Regel nicht weit, besonders, wenn man anspruchsvolle ATARI-Programme unter MagiC Mac benutzen will. Das PowerBook 150 läßt sich aber intern auf bis zu 40 MB RAM aufrüsten. Unser Testgerät war mit 8 MB ausgestattet, was in der Regel ausreichen dürfte.

Das Display

Das PowerBook 150 ist mit einem hintergrundbeleuchteten Supertwist-Graustufen-LC-Display ausgestattet, das eine Auflösung von 640 mal 480 Pixeln in Schwarzweiß oder 4 Graustufen liefert. Helligkeit und Kontrast sind getrennt per Schieberegler einstellbar, was sehr wichtig ist, denn mit wechselnden Lichtverhältnissen kommt man um ein Nachregeln des Displays nicht herum. Der Regelbereich ist dabei so flexibel gehalten, daß man das Display eigentlich bei allen Verhältnissen brauchbar einstellen kann. Selbst bei extrem spitzen Betrachtungswinkel kann man es noch gut ablesen.

Die Oberfläche des Schirms ist sehr gut entspiegelt und wirft kaum Lichtreflexionen zurück. Die verwendete Supertwist-Technik hat allerdings den Nachteil, daß die Darstellung etwas „nachhinkt“. Bei schnellen Mausbewegungen verliert man den Mauspfeil schon mal aus den Augen. Auch gibt es deutlich sichtbare Steifen bei starken Kontrasten, die man aber durch Nachregeln von Helligkeit und Kontrast weitgehend eliminieren kann. Alles in allem kann man sagen, daß das Display ein sehr gutes Bild liefert. Auch Vielschreibern, die mehrere Stunden täglich am Computer arbeiten müssen, wird es Freude bereiten. Noch bessere Ergebnisse liefern hier nur die Aktiv-Matrix-Displays, die allerdings ungleich teurer sind.

Das PowerBook 150 ist das preisgünstigste und „kleinste“ Modell von Apple.
Eher spartanisch ist die Ausstattung mit Schnittstellen beim PowerBook 150L SCSI ist aber vorhanden.

Die Schnittstellen

Apple spart bei den Macintosh-Computern normalerweise nicht an Schnittstellen. Beim PowerBook 150 ist man daher etwas erstaunt, daß man auf der Rückseite des Gerätes lediglich zwei Buchsen vorfindet: eine zum Anschluß eines (bei Apple üblichen) seriellen Druckers bzw. des Apple-Talk-Netzwerks und eine SCSI-Schnittstelle. Letztere ist sehr lobenswert, da man dadurch alle Peripheriegeräte, die auf diese Schnittstelle zurückgreifen (Festplatten, Wechselplatten, Streamer, Scanner, Drucker, Belichter usw.) problemlos anschließen kann. Es ist lediglich ein spezielles Adapterkabel nötig. Eine verschraubte Klappe zeigt an, daß das PowerBook 150 aber noch mit einem weiteren, speziellen Steckplatz ausgerüstet ist. Dieser kann mit einem internen Faxmodem belegt werden. Man braucht dann lediglich noch ein entsprechendes Kabel und kann sofort ohne weitere externe Hardware (außer natürlich einem Telefonanschluß) per DFÜ in Kontakt mit der Außenwelt treten oder Faxe versenden.

Tastatur und Trackball

64 Tasten zieren das Keyboard des Power-Book 150, auf die Funktionstasten muß man leider verzichten, sie sind über spezielle Tastenkombinationen erreichbar. Die Tasten sind gut bedienbar und mit einem leichten, aber spürbaren Druckpunkt versehen. Es erweist sich als sehr vorteilhaft, daß die Tastatur insgesamt an den hinteren Rand des Books gelegt wurde, so hat man rechts und links vom Trackball noch Platz, um die Handballen aufzulegen.

Den integrierten Trackball kennt man bereits von den Vorgängermodellen (PB 145, 165, 170, 180 ...). Er ist sehr leichtgängig und läßt sich präzise bewegen. Es gibt zwei Maustasten, die allerdings elektrisch parallel geschaltet und somit funktionell indentisch sind. Hier wird lediglich die Möglichkeit offen gelassen, den Trackball mit dem Daumen oder mit dem Zeigefinger zu bedienen und dennoch jeweils eine der beiden Maustasten bequem erreichen zu können.

Die Nickel-Cadmium-Batterie sorgt (je nach Nutzung) für ca. 2 bis 4 Stunden Betrieb ohne Netzanschluß. Danach muß der Akku aufgeladen werden, was durch eine integrierte intelligente Ladeelektronik schon in ca. 2 bis 3 Stunden erledigt ist. Mit 2.5 Kilo Gewicht (inkl. Akku) ist das Gerät zudem recht leicht und findet bequem in einem Aktenkoffer Platz.

  PowerBook 150 PowerBook 540c
CPU 68030 68LC040
Taktfrequenz 33 MHz 33/66 MHz
RAM 4-40 MB 4-36 MB
ROM 1 MB 512KB
Festplatte 120 MB IDE-Bus 320 MB SCSI
Floppydrive 1,44 MB 1,44 MB
Display Supertwist, 640x480 Pixel, S/W, 4 Graustufen Aktivmatrix, 640x480 Pixel, bis 256 Farben oder 640x400,32000 Farben
Sound 8 Bit, Mono, 11/22 KHz über Lautsprecher 16 Bit, Stereo, 11/22/44,1 KHz Ein- und Ausgang, Stereolautsprecher, Monomikrophon
Schnittstellen seriell/Appletalk, SCSI, interner Modemport seriell/Appletalk, SCSI, interner Modemport, Monitor, Ethernet, Maus/Keyboard, Audio-in, Audio-out, PDS-Port intern
Akku 1 x Nickel-Cadmium 2 x Nickel-Metall-Hydrid
Betriebszeit (Akku) 2 bis 4 Stunden 3 bis 6 Stunden
Ladezeit 2 bis 3 Stunden 2 bis 4 Stunden
Größe (B/H/T) 28,5cm/5,7cm/23,6cm 29,2cm/5,8cm/24,6cm
Gewicht 2,5 kg 3,3 kg

Technische Daten der Apple PowerBooks

Die Praxis

Es macht Spaß, mit dem PowerBook 150 zu arbeiten. MagiC Mac läßt sich problemlos installieren, läuft allerdings derzeit nur im Schwarzweißmodus, da ein Bildschirmtreiber für die Graustufendarstellung noch fehlt. Zur Kompatibilität läßt sich sagen: alles, was generell unter MagiC Mac läuft, verrichtet auch auf dem PowerBook 150 problemlos seinen Dienst. Unsere Geschwindigkeitstests bescheinigen dem PowerBook 150 zudem sehr gute Performance-Werte, die an einen ATARI-TT gut heranreichen. Kurz: Das PowerBook 150 ist sein Geld wert. Für knapp 2500,- DM erhält der Anwender einen portablen und schnellen Computer, mit dem er endlich auch ATARI-Standard-Software komfortabel in jeder Lage benutzen kann.

Das PowerBook 540c

Nachdem wir mit dem PowerBook 150 bereits das untere Ende in der Apple-PowerBook-Hierarchie beleuchtet haben, wenden wir uns nun dem High-End zu. Mit dem PowerBook 540c bietet Apple im Augenblick absolute Toptechnologie geballt in einem tragbaren Computer an. Schon optisch unterscheidet sich das PowerBook 540c von seinen Konkurrenten aus dem DOS-Lager. Windkanaldesign ist angesagt. Keine scharfen Kanten, alles ist abgerundet. Doch auch was hinter der Fassade steckt, bringt einen zum Staunen.

Ohne Zweifel „High-End“ - das PowerBook 540c.

Alles was das Herz begehrt. Die Anschlußmöglichkeiten des PowerBook 540c sind beinahe unbegrenzt. Selbst Ethernet ist vorhanden.

GEM Bench v3.40

(c) Ofir Gal 14.1.94
ST TOS 3.00, MiNT not present
Blitter not present, NVDI not present
Video Mode = 640 * 480 * 2 Colours
FPU not present
Run and Malloc from STRAM
Ref = ST, No Blitter, ST High

Test PB150 PB540C Mac II fx
GEM Dialog Box: 1352% 1857% 1157%
VDI Text: 3154% 5957% 3574%
VDI Text Effects: 3286% 5222% 3357%
VDI Small Text: 1953% 4745% 2622%
VDI Graphics: 1780% 2603% 1584%
GEM Window: 1450% 1242% 760%
Blitting: 861% 1050% 629%
VDI Scroll: 853% 919% 669%
Justified Text: 1199% 1509% 1056%
VDI Enquire: 780% 1831% 1234%
New Dialogs: 971% 1588% 1102%
Average: 1603% 2593% 1613%

Benchmarks

Die in der vorletzten Ausgabe veröffentlichten Benchmarks des Mac II fx, die mit Quickindex erzeugt wurden, sind zurecht auf Kritik gestoßen. Quickindex erzeugt speziell bei den CPU-Tests definitiv falsche Ergebnisse. Wir haben daher Abstand von Quickindex genommen und werden in einer der nächsten Ausgaben ein neues Programm vorstellen, das korrekte Ergebnisse liefern wird.

Um dennoch jetzt schon aussagekräftige Vergleichswerte zu erhalten, haben wir GEM-Bench für die Grafikausgabe und den PD-Raytracer „POV-Ray“ für die CPU-Performance herangezogen. Dabei haben wir den Mac II fx auch noch einmal getestet. Die Ergebnisse können Sie den Tabellen entnehmen. Man erkennt, daß der Mac II fx trotz höherer Taktfrequenz (40MHz) bei der Grafikausgabe teilweise sogar deutlich langsamer als das PowerBook 150 ist. Dies hängt direkt mit der im fx verwendeten Grafikkarte zusammen, die noch etwas älteren Datums ist.

Daneben mußten sich die in den PowerBooks eingebauten Festplatten unserem How-Fast-Test unterziehen; beachten Sie dazu die nebenstehenden Diagramme. Die IDE-Bus-Platte im PowerBook 150 (eine Quantum Go-Drive 127) ist dabei das erste und bislang einzige Gerät, das bei Schreibzugriffen bessere Ergebnisse als beim Lesen liefert. Dies deutet auf einen On-Board-Write-Cache hin.

POV-Ray-Test (Zeiten in Minuten:Sekunden)

TT: 6:45
PowerBook 150: 5:22
PowerBook 540c: 2:24
Mac II fx: 3:22

Die benutzten Parameter (es wurde die POV-Ray-II-Version ohne FPU-Unterstützung benutzt):

+v1 +ft +x +mb0 -bl -q9 -w640 -h480 -sO -e480 -kO.OOO -mv2.0 
-iBLOB.POV -oBLOB.TGA -IINCLUDE

Erstaunlich schnell ist die IDE-Bus-Platte im PowerBook 150

Die Festplatte im PowerBook 540c ist ein SCSI-Gerät von IBM.

Ausgestattet mit einem 68LC040-Prozessor mit 33/66 MHz, gehört das Gerät eindeutig zu den schnellsten seiner Gilde. Im Unterschied zum 68040 besitzt der 68LC040 keinen integrierten Coprozessor, und dieser ist auch nicht nachrüstbar. Wer also Programme mit vielen mathematischen Fließkommaoperationen benutzt, muß hier einige Abstriche machen.

Auch beim 540c sind lediglich 4 MB RAM standardmäßig auf dem Motherboard vorhanden. Per interner RAM-Erweiterung kann man den Speicher bis auf den Maximalausbau von 36 MB aufrüsten, mit virtuellem Speicher natürlich auf noch mehr (virtuellen Speicher können übrigens alle 030er, 040er und PowerMacs standardmäßig einrichten). Als Massenspeicher kommt eine 330-MB-SCSI-Festplatte zum Einsatz.

Das Display

Im 540c werkelt ein High-End-Aktivmatrix-Colordisplay, das bei 640 mal 480 Pixeln bis zu 256 Farben darstellt. Damit aber noch nicht genug: auch die bei Apple „Hicolor“ genannte Farbtiefe von 16 Bit (über 32000 Farben) verkraftet das Display, allerdings nur in einer Auflösung von 640 mal 400 Pixeln. Damit sind aber schon EBV-Anwendungen in (fast) Echtfarbqualität möglich. Schade nur, daß MagiC Mac für diese Farbtiefe noch keinen Grafiktreiber zur Verfügung stellt. Auch beim 540c hat man auf gute Entspiegelung des Displays geachtet. Reflexionen sind kaum feststellbar, und auch aus seitlichem Blickwinkel läßt sich der Bildschirminhalt noch gut ablesen. Kontrast und Helligkeit lassen sich per Tipptasten im weitem Bereich regeln.

Die Schnittstellen

Hat Apple beim PowerBook 150 noch an Schnittstellen gespart, wurde das 540c geradezu mit Anschlußmöglichkeiten gespickt. Neben dem üblichen seriellen/Netzwerk-Port und dem SCSI-Anschluß gibt es noch eine Ethernet-Schnittstelle(!), einen Monitoranschluß (bis zu 832 mal 624 Pixeln in 256 Farben), einen Port für eine externe Tastatur/Maus, Audioein- und -ausgang und einen internen PDS-Anschluß (Prozessor-Direkt-Slot), über den man entweder einen PCMCIA-Adapter oder eine Prozessorkarte (z.B. das PowerPC-Upgrade) einbauen kann. Natürlich existiert auch der vom PowerBook 150 her bekannte interne Modem-Port.

Die Audiofähigkeiten des PowerBook 540c sind übrigens erstaunlich. 16 Bit Stereo in 44,1 KHz Aufnahme und Wiedergabe sind möglich. Somit bietet das Book -zumindest audioseitig - eine ähnliche Leistung wie ein ausgewachsener AV-Mac, wenngleich sie an einen Falcon030 nicht heranreicht. Übrigens sind ein Monomikrophon und zwei kleine Stereolautsprecher bereits im Gerät integriert.

Bedienelemente

Apple beschreitet mit dem PowerBook 540c in vieler Hinsicht neue Wege. Statt eines Trackballs findet man ein „Track-Pad“. Wer glaubt, sich an das ST-Book mit dem „Vektor-Pad“ erinnert zu fühlen, der irrt hier. Das Prinzip ist beim TrackPad ein anderes. Man fährt hier mit dem Finger über eine rechteckige, leicht rauhe Oberfläche, und der Mauszeiger folgt dieser Bewegung direkt und proportional. Damit hat man eine Umsetzung der Fingerbewegung in eine Mausbewegung erreicht, ohne mechanische Hilfsmittel wie Trackball oder Mauskugel zwischenzuschalten. Allerdings funktioniert das TrackPad wirklich nur mit einem menschlichen Finger, da es auf den elektrischen Widerstand der Haut eingestellt ist. Andere Gegenstände wie Kugelschreiber, Bleistift, Taschenmesser o. ä. sollte man tunlichst nicht auf dem TrackPad benutzen. Auch zwei Finger gleichzeitig bringen das Pad etwas durcheinander, und der Mauspfeil hüpft wild herum. Die Vorteile des TrackPads sind der geringe Platzbedarf im Gerät und die geminderte Verschmutzungsgefahr. Nach einigen Stunden intensiven Arbeitens kann man sich an das TrackPad durchaus gewöhnen, jedoch zieht der Autor einen gewöhnlichen Trackball immer noch vor, zumal Apple auf eine zweite Maustaste (wie bei den Books mit Trackball) verzichtet hat.

Bei der Tastatur ist man keine Kompromisse eingegangen. Auch Funktionstasten, zwölf an der Zahl, sind hier vorhanden. Ansonsten gleicht das Keyboard dem des PowerBook 150.

Auch bei der Energiequelle beschreitet Apple Neuland. Nicht ein, nein, gleich zwei „Steckplätze“ für Akkus hat man dem 540c spendiert. Ein weiser Entschluß, denn sind beide Akkus installiert und aufgeladen, kann man sage und schreibe bis zu 6 Stunden mit dem Gerät netzunabhängig arbeiten. Das ist für ein Notebook der Leistungsklasse rekordverdächtig. Für diese Zeiten sorgt natürlich auch der in allen PowerBooks eingebaute „Power-Manager“. Mit seiner Hilfe kann man festlegen, in welchen Zeitabständen sich bei Nichtbenutzung die Festplatte und das Display ausschalten sollen. Auch einen speziellen Ruhezustand kennt das Gerät. Hierbei wird lediglich der Arbeitsspeicher mit Strom versorgt. Alle geladenen Programme und Dokumente bleiben also während der Ruhephase im Speicher geladen und stehen nach dem „Aufwecken"" sofort wieder zur Verfügung. Ist die Kapazität der Akkus dann doch irgendwann erschöpft, kann man sie in 2 bis 4 Stunden wieder aufladen.

Der Praxisbetrieb

Es ist beinahe unglaublich, daß man einen so leistungsfähigen Computer portabel gestalten kann. Mit dem PowerBook 540c ist dies auf ganzer Linie gelungen. Das Arbeiten - besonders unter MagiC Mac - geht so flott vonstatten, daß es eine Wonne ist. Hier erkennt man deutlich die überlegene Geschwindigkeit der ATARI-Software. Selbst komplexere Anwendungen wie DTP- oder EBV-Programme lassen sich flüssig bedienen. Unsere Benchmark-Tests zeigen das auch in aller Deutlichkeit. Es gibt eigentlich kaum Einsatzbereiche, wo das PowerBook 540c nicht glänzt. Lediglich Programme, die allgemein Schwierigkeiten mit dem 040er-Prozessor haben, bereiten Probleme, aber diese Software wird zum Glück immer seltener.

Fazit

Die Apple-PowerBooks bieten in Verbindung mit MagiC Mac zum ersten Mal die Möglichkeit, portabel und dennoch komfortabel mit ATARI-Software zu arbeiten. Das PowerBook 150 ist durch den günstigen Preis sicher besonders für Einsteiger interessant, während man mit dem PowerBook 540c einen vollwertigen, farbfähigen und sehr schnellen Computer im Aktentaschenformat erwirbt, der kaum noch Wünsche offen läßt. Lediglich der Preis läßt einen noch vor dem Kauf des 540c zurückschrecken. Ca. 8000,- DM muß man für Apples Prunkstück hinblättern.

Apple PowerBook 150
Preis: ca. 2500- DM

Apple PowerBook 540c
Preis ca. 8000- DM

Bezugsquelle:
Schuh Datensysteme Johannesstraße 3-7 66763 Dillingen

Literatur:
[1] „ST-Book", ST-Computer 1/92, Seite 20, Christian Möller

Apple PowerBook 150

Positiv:

kompaktes und leichtes Gerät
günstiger Preis
schnelle interne Festplatte
gutes, hintergrundbeleuchtetes Display

Negativ:

wenig Schnittstellen
Tastatur ohne Funktionstasten

Apple PowerBook 540c

Positiv:

absolutes High-End-Farb-Display
schneller 68LC040-Prozessor
erstaunliche Audioeigenschaften
Tastatur mit Funktionstasten
bis zu 6 Stunden Akkubetrieb

Negativ:

hoher Preis
Christian Möller


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