Jaguar: Club Drive

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Die Programmierer von „Club Drive“ bewegen sich mit ihrem neuesten Jaguar-Titel ein wenig in die Richtung eines Virtual-Reality- Experimentes. Mit dem Einlegen des Spieles in den Cartridge-Schacht wird der Spieler quasi ins 21. Jahrhundert versetzt: Wir befinden uns im Jahre 2098. Aus Sicherheitsgründen ist das Autofahren verboten worden und nur noch im Vergnügungspark „Club Drive“, in speziell gesicherten Fahrzeugen, erlaubt. In vier verschiedenen Bereichen und einem Geheim-Level darf sich der Besucher des Clubs mit seinem Gefährt gnadenlos und ohnetempolimits austoben.

Im San Francisco-Bereich führt die Fahrstrecke über die Golden Gate Bridge und die Straßen des Hafenviertels, vorbei an steilen Vektorschluchten und endet am Palmenstrand. Im Bereich des „Velocity Park“ darf auf einer Rennstrecke mit Steilkurven und Sprungschanzen eine Runde gedreht werden. Eine Geisterstadt des Wilden Westens mit einem umfangreichen Netz von Bergstraßen und Minenschächten ist die Kulisse des Old West- Bereiches. Im letzten Bereich schrumpft das Auto auf Miniaturformat, und ein riesiges Wohnhaus dient als Umgebung für halsbrecherische Verfolgungsfahrten mit der Hauskatze.

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Zur Abwechslung kann in drei Spielmodi gefahren werden: Im Collect- Modus muß eine bestimmte Anzahl von „Powerballs" aufgesammelt werden. Im Race-Modus wird eine bestimmte Fahrstrecke gegen die Uhr durchfahren. Bei beiden Spielweisen können zwei Spieler gegeneinander antreten, wobei verschiedene Optionen (z.B. Anzahl der Runden) einstellbar sind. Für den dritten Modus ist ein zweiter Spieler zwingend erforderlich. Beide Spieler treten zu einer Verfolgungsjagd an. Durch Rammen des anderen Fahrzeug wechselt die Rolle von Jäger und Gejagtem. Der Spieler, der seinen Jäger am besten davonfährt, hat das Duell gewonnen. In zwei Modi (Verfolgungsjagd und Collect) wird das Spielareal aus Gründen des Spielflusses begrenzt. Die Spieler werden z.B. in einem Parkhaus ohne Ausgänge eingesperrt.

Die Vektorgrafik von "Club Drive" ist in allen Spielbereichen und Spielmodi sehr detailarm und erreicht nicht einmal stellenweise 64-Bit Niveau. Je nach Bereich wird ein Pixel-Hintergrund mit etwas Bewölkung oder einer Wolkenkratzer-Skyline dargestellt. Eine unglückliche Farbauswahl auf vielen Streckenabschnitten sorgt dafür, daß der Straßenverlauf und Unebenheiten auf der Fahrbahn schlecht zu erkennen sind. Darunter leidet natürlich der Spielspaß. Dafür sorgen bis zu sechs verschiedene Kamerapositionen für Abwechslung bei der Betrachtung der eigenen Fahrkünste. Die Fahrgeräusche der Sportwagen erinnern von der Qualität her an ST-Niveau.

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Dafür kann das Autoradio sechs Songs in CD-Qualität herunterdudeln. Es ist toll, daß die Club-Drive-Programmierer versucht haben, ein neues Spielekonzept zu entwickeln. Leider ist der Versuch nicht ganz gelungen. Trotz der mißlungenen Sparvektorgrafik kommt im Verfolgungsjagdmodus immer noch jede Menge Fahr- und Spielspaß auf.

RF

Club-Drive
Hersteller: ATARI
Sonstiges: 1 oder 2 Spieler
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Genre: Fun-Drive-Simulation
Gratik: 40%
Sound: 30%
Spaß: 80%
Gesamt: 60%


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