Garrison (Amiga)

Das bestens bekannte Labyrinth-Ballerspiel »Gauntlet« gibt es immer noch nicht für den Amiga. Was macht ein cleveres Software-Haus also? Es veröffentlicht einen Gauntlet-Verschnitt für diesen Computer, der das Spielprinzip des Vorbilds hat, darüber hinaus noch ein paar neue Ideen und nennt das gute Stück »Garrison«.

Garrison hat schon eine frappierende Ähnlichkeit mit Gauntlet. Ein Spieler oder zwei Spieler gleichzeitig kämpfen sich durch Labyrinthe, in denen Generatoren stehen, die verschiedene Monstersorten ausspucken.

Es gibt fünf Spielfiguren, die alle unterschiedliche Talente in den Kriterien Geschwindigkeit, Nahkampf, magische Kraft, Rüstung, Schußgeschwindigkeit und Schußkraft haben. Durch das Aufsammeln von bestimmten Gegenständen kann man diese Eigenschaften im Lauf des Spiels verbessern.

Insgesamt fünf Spieler können sich an Garrison beteiligen, obwohl in jedem Level nur zwei gleichzeitig spielen dürfen. Zu Beginn einer neuen Spielstufe kann man aber eingeben, welches Pärchen jetzt an die Reihe kommen soll. Unsichtbare Mauern, bewegliche Wände und diverse andere Extras lockern den Spieler-Alltag merklich auf. Zwecks Motivationsschub gibt es für jede Spielfigur sogar eine eigene High-Score-Liste, die auf Diskette gespeichert wird. Garrison ist übrigens eines der wenigen Amiga-Spiele, die die PAL-Auflösung ganz ausnutzen; der »Cinemascope-Streifen« am unteren Bildrand entfällt also. (hl)

Gregor: »Positiv«

Gute Spiele-Ideen sind rar, und wenn einem nichts besseres einfällt, programmiert man eben eine Variante eines anderen Spiels. Garrison ist ein eindeutiges Beispiel dafür, wenn auch ein recht positives. Das Spielprinzip kennt man zwar, doch die neuen Ideen machen das Programm spielenswert. Enttäuschend ist das Scrolling. Man kann schneller laufen, als sich der Bildaus-schnitt verschiebt!



Heinrich Lenhardt


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