Atari-News

Liebe Atarianer

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, gibt es mit dem "Chefredakteur" das Topprogramm des Monats diesmal für den ATARI-Computer. Zugegeben, dieses Programm ist nicht gerade kurz geraten, aber da es sich nahezu ausschließlich um Text handelt - keine endlose DATA-Orgie also- dürfte es sicher angenehmer einzugeben sein, als so manches andere veröffentlichte Programm. Was mir am "Chefredakteur" besonders gefallen hat, ist die Spielidee. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wieviel 08/15-Mampf- und Kletterspiele wir täglich bekommen.
Für Nichtspieler haben wir diesmal einen Editor für mehrfarbige Zeichen sowie einige kleinere Hilfsprogramme. Auch über den 520ST gibt es bereits einiges zu berichten. So haben wir zum Beispiel einige kleine BASIC-Grafikdemos gebastelt und die ersten Tips parat, aber keine Angst: Die kleinen Brüder dieses Superrechners werden wir nicht vergessen - gerade jetzt, wo diese einen enormen Aufschwung erleben.

Allen Lesern und freien Mitarbeitern hinter den ATARI-Computern möchte ich an dieser Stelle herzlich für die Mitarbeit danken und verbleibe mit digitalen Weihnachtswünschen als euer

Thomas 1000

ST und MAC wie ein Ei dem anderen?

Wie einer Presseinformation von ATARI zu entnehmen war, hat sich Digital Research, die ja bekanntlich das GEM zum ATARI beisteuerten, und Apple Computer dahingehend geeignet, den Desktop sowie die Programme "GEM Paint" und "GEM Draw" "geringfügig umzuändern". ATARI versichert in diesem Schreiben jedoch, daß hierdurch keinerlei Kompatibilitätsprobleme auftauchen werden. Die GEM-Produkte sollen sich also in Zukunft etwas mehr von der MAC-Software unterscheiden, ohne allerdings die Kapazität des Gerätes einzuschränken, wie ATARI versichert.

Eigentlich kann man es Apple ja nicht verübeln, daß diese auf entsprechende Änderungen drängte: Es wurde mit Erscheinen des ST zunehmend schwieriger, den hohen Preis des MAC zu rechtfertigen. Das Argument der Softwarefülle, die den Macintosh so stark machte, wird täglich schwächer. Viele renommierte Softwarehäuser haben bereits Produkte in der Entwicklung, die sich ohne weiteres mit denen des MAC messen können - oft zu einem Bruchteil des Preises. Da neben Textverarbeitungs- und Zeichenprogrammen, die sowohl bei Apple als auch bei Atari zum Lieferumfang gehören der ST auch gleich noch LOGO und BASIC mitbringt, kann der ATARIAnwender sich sogar verhältnismäßig einfach individuelle Lösungen erstellen.

Meiner Meinung nach dürfte der einzige für Apple positive Erfolg dieser Aktion in der Tatsache liegen, daß wieder einmal einige Interessenten durch Meldungen wie "ATARI muß alle ST zurückziehen, da Apple geklagt hat..." verunsichert und vielleicht vom ST-Kauf abgehalten werden.

ATARI Leserforum

Ich besitze einen ATARI 600XL. Da ich nur 13.3 KB zur Verfügung habe, möchte ich zur Maschinensprache überwechseln. Meine Frage nun: Welche Möglichkeiten gibt es jetzt für mich, ein BASIC-Programm in MC umzusetzen? Gibt es irgendwelche Listen dafür oder spezielle Programme.

In der Tat gibt es Programme, die BASIC-Programme in Maschinencode umsetzen, so daß diese dann schneller und auch ohne BASIC ablaufen. Dies sind sogenannte BASIC-Compiler. Der ABC-Compiler von Monarch ist nur ein Beispiel. Allerdings liegt der Faktor, um den ein Programm schneller wird, nur zwischen 2 und höchstens 10. Das ist keinesfalls mit "echten" Assemblerprogrammen vergleichbar. Außerdem ist das compilierte Programm meist viel länger als das Quellprogramm in BASIC, da immer einige Kilobyte an universellen Routinen in das Maschinenprogramm eingebunden werden.
Listen für die Umsetzung "von Hand" gibt es nicht. Maschinenbefehle lassen sich auch in keiner Weise mit dem vergleichen, was wir in BASIC als Befehl kennen. Für die Ausführung eines jeden BASIC-Befehls sind einige hundert Elementarbefehle in Maschinensprache notwendig.

Druckerinterface für Atari-Computer

Mit dem neuen Wiesemann Interface Typ 72000 können alle gängigen Drucker mit Centronics-kompatibler Parallelschnittstelle an Atari-Computer der Serien 600 und 800 angeschlossen werden. Das Interface wird direkt am seriellen Bus des Computers aufgesteckt und benötigt weder Treiberprogramm noch Speicherplatt im Computer. Es läßt sich wie ein Originaldrucker mit den normalen Druckerbefehlen ansprechen.

Durch die im Interface durchgeführten Codewandlungen können auch deutsche Umlaute (ä, ö und ü und ß) problemlos ausgedruckt werden. Zusätzlich sind alle Funktionen des angeschlossenen Druckermodells zugänglich. Auf diese Weise können z. B. verschiedene Schriftarten, Schriftgrößen, Fettschrift, Proportionalschrift usw. (je nach den Möglichkeiten des angeschlossenen Druckers) auf einfache Weise genutzt werden.

Das Interface 72000 wird komplett inkl. aller Kabel, Steckverbindungen und deutscher Anleitung geliefert. Der Preis beträgt 248 DM.
Thomas Tausend


Links

Copyright-Bestimmungen: siehe Über diese Seite
Classic Computer Magazines
[ Join Now | Ring Hub | Random | << Prev | Next >> ]