Leserbriefe

ICP-Verlag
Redaktion TOS
Kennwort: Podium
Wendelsteinstr. 3
85587 Vaterstetten/Mchn.

Was den Atari-Markt bewegt, findet hier seinen Niederschlag. Unser Podium dient Ihnen als ein Medium in viele Richtungen: Atari, Soft- und Hardwarehersteller, Leser und natürlich der Redaktion.

Die neuen Postleitzahlen

Habe soeben die neue TOS 4/93 durchgesehen: Ich vermisse einen Hinweis, daß ab 1.7.1993 die Postleitzahlen umgestellt werden. Sind in der Redaktion Programme/Dateien/Anbieter bekannt, die dies für ST/TT/Falcon und ihre Programme, wie z.B. 1st Base, Phoenix etc. im Programm haben? Ich denke, daß dies in einem der nächsten Hefte aufgegriffen werden sollte.

Lothar U., Berlin 62

TOS: Omikron Software bietet ein Programm an, das die Postleitzahlenumstellung weitestgehend automatisch durchführt. Durch die komplizierte Struktur der neuen Postleitzahlen, bei der nicht nur der Ort, sondern auch die Straße eine Rolle spielt, ist eine Hundert-Prozent-Lösung fast nicht machbar. Die Adresse von Omikron Software lautet: Sponheimerstr. 12, 7530 Pforzheim.

Mehrfachnutzung gestattet

Ich lese Ihr Magazin seit nunmehr drei Jahren mehr oder weniger regelmäßig. Dabei muß ich zugeben, daß die Diskette zum Heft den Hauptausschlag zum Kauf der jeweiligen Ausgabe liefert. Besonders gefiel mir die Diskette zur letzten Ausgabe, da seit einiger Zeit wieder einmal mehrere, dafür auch kleinere Utilities darauf zu finden waren.

Der Hauptanlaß für mein Schreiben ist daher auch die Monatsdiskette. Ich frage mich, wie es mit dem Nutzungsrecht der heiligenden Software bestellt ist. Darf ich z.B. die in letzter Zeit häufiger zu findenden Vollversionen auch dann einsetzen, wenn ich nicht das Handbuch oder die neueste Version bestelle? Oder darf ich die bei einem Demo mitgelieferten Zeichensätze (z.B. Signum oder Tempus Word) in meiner eigenen Textverarbeitung einsetzen, ohne mir um Lizenzverletzungen Gedanken zu machen?

Mein zweiter Punkt bezieht sich ebenfalls auf die Diskette und zwar auf die, die der Ausgabe März 93 beilag. Auf ihr befand sich das Programm »Selectric«. Ich benutze diesen, meiner Ansicht nach sehr guten Fileselector schon etwa ein halbes Jahr. Ehrlich wie ich bin, zahlte ich auch brav die geforderte Sharewaregebühr von 30 DM. Nur leider hörte ich bis heute (nach ca. 6 Monaten) nichts von Herrn Rademacher. So nutzte ich wenigstens die Gelegenheit, um an eine aktuellere Version heranzukommen, die dann ja auch um einige Bugs ärmer war.

Allerdings dachte ich bisher, nachdem auch mehrere Briefe an Herrn Rademacher unbeantwortet blieben, daß keine neuere Programmversion existiert. Leider mußte ich mich nun eines besseren belehren lassen. Herr Rademacher scheint sich mit meinem Geld, das ich übrigens auch nicht auf der Straße finde, ein mehr oder weniger schönes Leben zu machen. Dies steht eigentlich im Widerspruch zu den flammenden Worten, die in der Anleitung zu »Selectric« zum Thema Shareware geschrieben stehen.

Dies war sicherlich nicht das letzte Programm, für das ich meine Sharewaregebühr entrichtet habe, aber es schadet doch der ganzen Sache, wenn sich solche Methoden weiterverbreiten.

Daher meine Frage an Sie, ob denn nicht eine, wie auch immer geartete Überprüfung der Autoren der auf der Diskette veröffentlichten Programme stattfinden kann.

Zu guter Letzt möchte ich Sie noch animieren, so weiterzumachen wie bisher, besonders was die Artikel betrifft, die sich mit Programmiertips befassen. Auch würde ich mehr Werbung ertragen, wenn dadurch der Preis gesenkt, zumindest aber gehalten werden könnte.

Thomas H., Kaufering

TOS: Wenn Sie durch den Kauf der TOS eine Vollversion eines Programms erworben haben, dann dürfen Sie dieses Programm so lange nutzen, wie Sie wollen. Eine Ausnahme bilden Shareware-Programme, die zum Test dienen sollen, und für deren weiteren Nutzung an den Autor ein Obulus entrichtet werden soll. Dies ist aber immer explizit angegeben.

Lagen einem Programm Fonts bei, so dürfen Sie die Fonts auch in anderen Programmen nutzen.

Die Programme auf der TOS-Diskette sind urheberrechtlich geschützt. Falls nicht angegeben ist, daß es sich um Public-Domain- oder Shareware-Programme handelt, deren Weitergabe sogar gewünscht ist, kann die Weitergabe Folgen haben.

Kein Videodat mehr

Kürzlich habe ich mir einen Channel Videodat Decoder VD 2000 gekauft. In Windeseile habe ich ihn angeschlossen und in Betrieb genommen, doch leider habe ich bis jetzt noch kein einziges File an Atari-Software im Videodat-Angebot von Pro 7 gefunden. DOS- und Amiga-Software sind hingegen massig vorhanden. Hat Channel Videodat die Übertragung von Atari-Software und -Infos nur vorübergehend oder etwa ganz eingestellt?

Stefan Z., Stuttgart

Faxen bei Qfax

Ich pflichte Herr Michael Odenwaeller aus Dortmund vollkommen bei, daß die Lösung: Faxen aus Cypress mit QFax »unakzeptabel« ist.

Zur Antwort von Herrn Heino Hansen von der Shift Computer GmbH, zu diesem Leserbrief muß ich entschieden gegenargumentieren.

Herr Hansen schreibt, daß bisher keine Kritik an diesem Umwegverfahren geübt worden sei. Das stimmt so nicht. Ich habe mich über diesen Mißtand schon mehrmals (telefonisch und schriftlich) bei der Firma Shift beschwert, ohne nennenswerten Erfolg.

Von beiden Firmen (Shift und Computer & Design) erhielt ich die gleiche Antwort, ich sollte mich bei der anderen Firma melden, sie müßten den nötigen Faxtreiber mitliefern.

Auch ließen beide Firmen durchblicken, daß sie an einer Zusammenarbeit wenig bis überhaupt kein Interesse hätten.

Ich finde, daß das ohnehin nicht gerade große Ansehen von Atari durch solche Zwistigkeiten einzelner Softwarefirmen, die eigentlich aufeinander angewiesen sind, noch mehr geschädigt wird.

Noch einen Hinweis für Herrn Hansen von der Fa. Shift: Ich bin registrierter Kunde.

Bruro K., Geroldswil

Wer hat Tastenkappe?

Ich lese Ihre Zeitschrift seit der Ausgabe 5/90 und bin von Anfang an begeistert.

Auch von den Atari-Rechnern bin ich begeistert und werde, so hoffe ich doch, nie in eine andere Rechnersparte wechseln (müssen). Doch seit einiger Zeit habe ich eine kleines Problem: Aus Unachtsamkeit hat mein Sohn die Tastatur meines Atari-Mega-STE vom Schreibtisch gezogen und auf den Boden fallen lassen, wobei die Funktionstaste F2 abbrach.

Ich versuche nun schon seit fast vier Monaten ein Ersatzteil bei Atari oder bei allen mir bekannten Firmen hier im Raum Aachen und Köln bzw. Düsseldorf zu bekommen.

Alle rieten mir zum Kauf einer neuen Tastatur, was ich mir aber leider nicht leisten kann und auch nicht will.

Vielleicht können Sie mir helfen, ein entsprechendes Teil bei Ihnen in den Testräumen oder auch bei anderen Firmen zu finden.

Das benötigte Teil wäre der weiße Tastenkappenhalter, der von innen aus der Tastatur kommt. Darauf steckt man zuerst einen kleinen Tastaturgummi (noch vorhanden) und dann die Tastaturkappe (auch vorhanden).

Ich wäre überglücklich, wenn Sie mir einen solchen Tastenkappenhalter besorgen oder mir zumindest jemanden nennen können, der mir ein solches Teil verkaufen kann.

Michael P., Alsdorf

Danke für die Empfehlung

Ich möchte mich für Ihren Artikel in der TOS 1/93 bedanken, in der Sie das Highspeed-Fax-Modem IM 144 VF+ der Fa. TKR vorgestellt und empfohlen haben.

Aufgrund Ihres Tests habe ich mich zum Kauf entschlossen und fand alle positiven Feststellungen aus Ihrem Test bestätigt. Sowohl das Modem als auch die Software Tele Office und Multiterm Pro verdienen einen Spitzenplatz im DFÜ-Bereich. Auch für mich als absoluten Anfänger im DFÜ-Bereich war die Software einfach zu konfigurieren und zu handhaben. Ebenfalls Spitze ist der Online-Update-Service, den ich bereits - wie von Ihnen erwähnt - kostenlos genutzt habe.

Der Hinweis schien mir nötig, insbesondere unter Hinweis auf den Leserbrief von Michael Odenwaeller aus Dortmund in der TOS 4/93. Bitte weiterhin solche Tests, deren positives Ergebnis nicht abhängig ist von der Anbieterfirma, sondern neutral und objektiv verfaßt wurde.

Volker S., Hattingen

Den Wald vor lauter Bäumen...

Auf dieser Seite wurde bereits mehrfach der alte Glaubenskrieg zwischen DOS und TOS thematisiert. Die Argumente sind inzwischen bekannt. Dabei wird immer wieder unterschätzt, daß viele, die privat einen Atari nutzen, beruflich mit DOS oder Windows arbeiten müssen.

Bei Apple gibt es Konvertierprogramme, die Daten unterschiedlicher Textverarbeitungen vom eigenen Format in das entsprechende des DOS (und auch zurück) wandeln können. Import- und Export-Filter innerhalb des eigenen Betriebssystems (z.B. bei Works und Greatworks) sind selbstverständlich. Bei Atari ist man auf das ASCII-Format beschränkt. Diese »Lösung« ist keine. Auch ein Programm, das nur die Formate von Wordplus (TOS) und WordPerfect (DOS) ineinander konvertieren kann, ist witzlos.

Bei Atari sieht man den bekannten Wald vor lauter Bäumen nicht: Für jedes Problem gibt es ein Programm, doch für eines der drängendsten Probleme interessiert sich niemand. Die Entwicklungsabteilungen von Atari und den angestammten Softwarehäusern sollten sich einmal einen Betriebsausflug zum nächsten Apple-Händler gönnen, um sich zu informieren.

Frank S., Berlin

Aber Atari lernt eben nie

Wie kann Jack Tramiel angesichts einer ganzen Schar von professionellen TT-DTPlern sagen, daß es keine Profimaschinen aus dem Hause Atari geben wird? Treibt er damit nicht jeden Calamus-Anwender auf die schiefe Windows-NT-Bahn? In jedem Vorwort ist zu lesen: Atari hat gelernt. Ich kann dem leider nur hinzufügen: schön wär's! So viel Masochismus wie bei Atari läßt einen staunen, warum es diese Firma noch immer gibt. Eigentlich sollte man jedem Musiker raten, auf einen der neuen Macs umzusteigen, nur um Old Jack einen Rüffel zu verpassen. Ausgerechnet in Deutschland, das ST-Software-Exporteur Nr. 1 ist, dürfen solche Sprüche eigentlich nicht fallen. Im Gegenteil: Man müßte Produkte wie Signum, Calamus, X-Act, Cubase und viele andere mit Stolz auf seinem Banner tragen, um zu zeigen, was der Atari alles kann. Aber Atari lernt eben nie...

Joachim T., Ludwigsburg

TOS: Eine kleine Anmerkung haben wir zum »auf dem Banner tragen«. Wir haben solche und ähnliche Argumente schon oft gehört. Sie sind vergleichbar mit dem Henne-Ei-Problem. Während die Softwarehäuser argumentieren: »Ohne unsere Software wäre die Hardware wertlos«, sagen die Hardwarehersteller: »Wenn wir nicht so tolle Computer bauen und verkaufen würden, dann hätten die Softwarehäuser diese Plattform gar nicht.«

Einen Kommentar zur Richtigkeit der einen oder anderen Aussage wollen wir uns verkneifen.

Die Evolution der Oberfläche

Mit Interesse las ich den Artikel »Die Evolution der Oberfläche«. Da ich mich schon immer für die Entwicklung der Computer interessierte und auch schon einige Artikel über dieses Thema geschrieben habe, war ich allerdings überrascht, einige Fehler in Ihrem Artikel zu finden.

Konrad Zuses erster, programmierbarer Computer war nicht der Z1, sondern der Z3. Dieser Relaisrechner wurde mit Lochkarten programmiert. Statt Lochkarten taten es auch, wie in Ihrem Artikel richtig geschildert, ausgediente Filmrollen. Die Computermaus wurde einige Jahre nach 1960 von Doc Angelbart erfunden. Er führte sie mit anderen Neuerungen in einer spektakulären Demonstration der Öffentlichkeit vor. Merkwürdigerweise wurden seine Neuerungen von niemandem zur Kenntnis genommen.

Die erste grafische Benutzeroberfläche wurde nicht von Steven Paul und Steven Wozniak erfunden. Knapp 10 Jahre vor ihnen startete das Unternehmen Xerox ein bemerkenswertes Projekt. Xerox engagierte viele begabte Computerwissenschaftler. Sie sollten einen Computer entwickeln, den ganz normale Menschen bedienen könnten. Dabei entstand die erste grafische Benutzeroberfläche, die mit der der Maus bedient wurde. Dieses Computersystem wurde allerdings nie vermarktet, vermutlich weil es ein Hersteller von Kopiergeräten und nicht von Computern entwickelt hatte.

Mirco P., Uelzen



Links

Copyright-Bestimmungen: siehe Über diese Seite
Classic Computer Magazines
[ Join Now | Ring Hub | Random | << Prev | Next >> ]