Tips und Tricks für Anwender

Drucken ohne Ende

Drucker-Spooler sind nützliche Utilities. Schwierigkeiten gibt es aber, wenn die Textverarbeitung (z.B. »1st Word Plus«) einen eigenen Spooler besitzt und noch ein zusätzlicher aktiver Spooler resident im Hintergrund arbeitet. (z.B. »Harlekin« oder »Mortimer«). Bei ungewollten oder fehlerhaften Ausdrucken läßt sich die Arbeitswut des Druckers dann kaum noch bremsen. Schalten Sie bei Probeläufen den residenten Spooler »aus« (Nicht auf Halt!). Bei 1st Word Plus ist er ohnedies kaum nützlich. Wollen Sie den Druckvorgang bei aktivem Spooler ganz stoppen, sollten Sie erst in der Textverarbeitung die Funktion Drucken auf »Stop« oder »Abbruch« stellen. Dann den Spooler auf »Halt« und anschließend zusätzlich den Speicherbereich des Spoolers löschen. Denken Sie daran, daß auch der Drucker selber einen Teil des Textes im Puffer speichert (sozusagen der dritte Spooler im Bunde!), den Sie ebenfalls löschen müssen. (Durch einen Reset oder Neustart des Druckers). Unterlassen Sie einen Teil dieser Schritte, erhalten Sie selbst nach dem Neustart des Druckers sofort neue Ausdrucke. Arbeiten Sie trotzdem mit einem Spooler in 1st Word Plus, schalten Sie dessen Textkonvertierung, d.h. die Druckeranpassung, aus. Der Spooler aus 1st Word Plus erledigt diese Anpassung selbsttätig. (Andreas Wischerhoff/wk)

Online-Hilfe in Signum3

Neben dem ausführlichen Handbuch verfügt Signum3 über eine Help-Funktion im Menü »Infos/ Hilfe« bzw. über das Anwählen der einzelnen Menüpunkte und Drücken von Help. Leider ist die erscheinende Dialogbox ziemlich unflexibel, da Sie nur in Vorwärtsrichtung weiterblättern können. Falls Sie über ausreichend Speicherplatz verfügen, laden Sie doch einfach die Datei »Doced.HLP« aus dem Ordner »Doced.SYS« als ASCII-Text in ein Fenster. So sind Sie in der Lage, alle Funktionsbeschreibungen beliebig nachzuschlagen.

Für »Mortimer Plus«-Besitzer noch ein Schmankerl zum Schluß! Laden Sie die oben genannte Datei in den Editor. Einzelne Escape- und Control-Funktionen definieren Sie als Block und spielen diesen in Signum3 direkt per Alternate+Enter ein. Sie ersparen sich so ein doppeltes Eintippen. Im übrigen können Sie die »Doced.HLP«-Datei in Mortimers Editor um eigene Kommentare erweitern und dann speichern.

(Andreas Wischerhoff/wk)

Durchgestrichener Text in Calamus

Um Textabschnitte in einem Calamus-Dokument durchzustreichen, muß man nicht zur umständlichen und unflexiblen Methode greifen, extra generierte Linienrahmen über die Zeilen zu legen. Calamus erlaubt nämlich negative Abstände für Unterstriche, die zum gleichen Resultat führen.

Hierzu markiert man den Textblock, der durchgestrichen werden soll, geht in das Untermenü »Fontgröße und Stil«, kreuzt den Stil »Underlined« an und klickt auf »Textstil umgestalten«. Nun ruft man das Stilmenü auf und setzt einen negativen Wert für den Unterstrich-Abstand. In der Regel empfiehlt es sich, diesen Wert auf ein Viertel der selektierten Schriftgröße zu setzen, also -3 für eine 12-Punkt-Schrift oder -5 für eine 20-Punkt-Schrift. Außerdem sollte man die Unterstrich-Dicke erhöhen, am besten auf ein Achtel der Schriftgröße, bei einer 12-Punkt-Schrift also 1,5.

Dieses Verfahren ist nicht nur einfach, sondern führt auch dazu, daß die Durchstreichungen wie ein normales Textattribut behandelt, also im Gegensatz zu manuell aufgezogenen Linien mit umgebrochen und der Textformatierung angepaßt werden. Ein Nachteil soll jedoch nicht verschwiegen bleiben: Da die Unterstrich-Werte wie die Einstellungen für Schriftraster, Schriftschatten und Outline-Dicke global für den gesamten Textrahmen gelten, ist es nicht möglich, durchgestrichene und unterstrichene Textpassagen in einem Rahmen zugleich zu verwenden.

(Florian Cramer/wk)

Kopierfunktion in Calamus SL

Immer wieder wird eine der genialsten Arbeitserleichterungen von Calamus SL vergessen, die etwas abgemagert auch schon in Calamus 1.09 allen Aufkleber-und Visitenkarten-Produzenten den Arbeitsalltag erleichtert hat: die Kopierfunktion. Virtuelle Kopien erlauben die sekundenschnelle Veränderung zahlreicher Rahmen. Angenommen, Sie haben für Ihren Laserdrucker Kopieretiketten gekauft und möchten 36 oder 48 gleichgestaltete Aufkleber auf einer Seite erzeugen. Gestalten Sie zunächst einen Aufkleber, positionieren Sie ihn oben links im ersten Feld. Gehen Sie jetzt in das Pull-Down-Menü »Optionen« und wählen Sie die Funktion »Kopierart wählen«. Selektieren Sie »Nur virtuelle Kopien«, wählen Sie die Anzahl der untereinander positionierbaren Kopien, schalten Sie den horizontalen Abstand auf Null und den vertikalen Abstand so, daß jeder Aufkleber in das entsprechende Feld kopiert wird. Geben Sie und selektieren Sie die zum Aufkleber gehörigen Rahmen. Mit <Alternate+c> kopiert Calamus die erste Spalte Aufkleber auf Stand. Die weiteren Spalten erzeugt man durch die vertikale Verschiebung. Die virtuelle Kopie hat nun den Vorteil, daß Sie für eine Änderung aller Aufkleber nur noch einen Rahmen ändern müssen. Calamus fragt vor der Änderung, ob es nur diesen Rahmen oder auch alle Kopien automatisch mitändern soll. Klicken Sie den Button »ALLE« an, werden sämtliche Kopien mitgeändert.

Nicht zu vergessen ist, daß auch alle per Foto-Icon in das Clipboard kopierten Rahmen den Kopierart-Einstellungen unterliegen. Virtuelle Kopien werden also auch im Clipboard mitgeändert, physikalische Kopien bleiben unverändert. Zu guter Letzt besteht außerdem die Möglichkeit, über das Clipboard Rahmen in ein anderes Dokument zu kopieren, indem Sie aus einem geöffneten Dokument Rahmen im Clipboard ablegen, das Zieldokument öffnen und die Rahmen aus dem Clipboard in das neue Dokument kopieren.

(Rüdiger Morgenweck/wk)

Bild 1. In diesem Dialog stellen Sie die Kopierart ein
Bild 2. Mit virtuellen Kopien lösen Sie manches Adressenproblem

RÄTSEL: Paulchens Strategie

Paulchen hat ein neues Computerspiel zum Geburtstag bekommen. Nach jedem bestandenen Level hat er die Möglichkeit, sich zwischen drei Ausgängen zu entscheiden. Nur eine der Türen führt zum nächsten Level, wählt er einen falschen Ausgang, muß er wieder ganz von vorne beginnen. Nach der Entscheidung für eine der drei Türen öffnet sich von den beiden übrigen eine, die in den Abgrund führt. Paulchen kann sich nun noch einmal entscheiden, ob er bei seiner ursprünglichen Wahl bleibt oder ob er den anderen noch nicht geöffneten Ausgang wählt. Paulchen behauptet, daß seine Chancen im Spiel zu bleiben wesentlich größer seien, wenn er seine Entscheidung grundsätzlich jedesmal ändert. Hat er recht? Vergleichen Sie Paulchens Chance, zum nächsten Level zu gelangen, bei zufälliger Entscheidung und bei grundsätzlicher Änderung der Entscheidung. Eine Computersimulation hilft dabei weiter. Die gesuchte Lösung unseres Rätsels ist die Gewinnwahrscheinlichkeit in Prozent für Paulchens Strategie.

(G.Schneider/wk)

Und hier ist die Lösung für das Rätsel aus der TOS 4/ 92. Es ging um die Glückszahlen von Tante Hermine. Diese Zahlen sollten, ebenso wie die von Onkel Hermann, Umkehrzahlen sein, deren Quadrate ebenfalls wieder Umkehrzahlen sind. Außerdem sollte die Quersumme der Quadratzahlen dem Quadrat der Quersumme der Glückszahlen entsprechen. Die Glückszahlen lauten:

12  12x12 = 144 1 + 2   = 3 und  
21  21x21 = 441 4+4+1   = 9

Der Gewinner ist: Klaus N., Dresden. Er programmierte seine Lösung in GfA-Basic

Herzlichen Glückwunsch!

Rätselecke

Ab sofort knobeln und tüfteln die TOS-Leser! Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe eine kleine Rätselaufgabe, die Sie mit oder ohne Computer lösen können. Und die Mühe lohnt sich, denn unter den richtigen Einsendungen verlosen wir einmal das Buch »Scheibenkleister II« im Wert von 89 Mark. Der Einsendeschluß ist diesmal der 20.06.1992. Also los gehts unter dem Stichwort: Rätselecke

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen



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