Leserbriefe

ICP-Verlag
Redaktion TOS
Kennwort: Podium
Wendelsteinstr. 3
8011 Vaterstetten /Mchn.

Was den Atari-Markt bewegt, findet hier seinen Niederschlag. Unser Podium dient Ihnen als ein Medium in viele Richtungen: Atari, Soft- und Hardwarehersteller, Leser und natürlich der Redaktion.

Voll durchgestartet

Über Ihre Zeitschrift (3/92) lernte ich das Programm »Starter« kennen und bestellte die Vollversion beim Autor, Bernd Blank aus 7513 Stutensee.

Als ich feststellen mußte, daß sich dieses Accessory mit einem mir sehr wichtigen Scanner- und Druckprogramm nicht vertrug, informierte ich Herrn Blank und sandte ihm dieses Programm.

Herr Blank machte nicht nur den Fehler dieses Programms ausfindig, sondern fertigte extra eine geänderte Version seines Accessories »Starter« an, so daß beide Programme nun gleichzeitig verwendbar sind.

Das Ganze spielte sich übrigens in einem Zeitraum von vier Tagen ab. Ich kann nur sagen: Danke und Hut ab vor solchen Programmierern.

Gerhard G., A-4600 Wels

Glückwunsch: »GrayScaler«

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel »Echte Graustufen auf dem SM124 per Software - Zwischentöne beigebracht« studiert. Mittels Software auf dem Schwarzweiß-Monitor SM124 echte Graustufen darzustellen ist wirklich ein Meisterwerk der Programmierkunst.

»Das geht aber noch besser«, behauptete meine ehrgeizige Programmiererseele.

Der Trick ist so simpel und unkompliziert, daß er auch für Anfänger leicht nachvollziehbar sein dürfte: Der Kathodenstrahl der Bildröhre wird vor Auftreffen auf den Bildschirm abgefangen und durch ein softwaremäßig emuliertes Prisma geschickt, so daß sich durch Spektralzerlegung die drei RGB-Farben ergeben. Werden diese wieder auf ihre ursprüngliche Bahn Richtung Bildschirm geschickt, erzeugen sie dort beim Auftreffen auf der phosphoreszierenden Oberfläche die bekannten 16 Farben der niedrigen Auflösung. Selbst die Wartezeit, die sich bei Ihrem Programm »GrayScaler« zur Bestimmung der geräteunabhängigen Toleranzen ergibt, fällt weg, da das Programm diese Werte am aufgeklebten Typenschild selbständig erkennt.

Das Programm besitzt eine komfortable GEM-Oberfläche und ist vollständig in LOGO erstellt.

Jörg P., 6639 Siersburg

Verteufelt: »GrayScaler«

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem gelungenen Aprilscherz. Leider ist es uns als reinen Anwendern nicht vergönnt zu entscheiden, ob eine derartige Sache möglich ist oder nicht.

Beim kurzen Durchblättern des Heftes vor dem Kauf stießen wir auf den Artikel „Zwischentöne beigebracht" und entschieden uns dadurch zum Kauf des Heftes, da wir der Meinung sind, so ein Programm durchaus gebrauchen zu können.

Deshalb erlauben wir uns dieses »Feedback« zu Ihrem Aprilscherz: Rechnung: 1 TOS-Magazin 14,90 DM, Bearbeitungsgebühr 5,70 DM, Rechnungsbetrag 20,60 DM

Henrich V.6272 Niedernhausen

Zuviel des Guten

Der Artikel über Graustufen am S/W-Monitor war gut. Der Artikel über den neuen Atari namens Falcon ist als Aprilscherz auch nicht schlecht, stutzig machte mich die Antwort in dem Artikel über die Geschwindigkeit des Prozessors (»Genug«) und die mangelnde Auskunft über Schnittstellen etc. Ich hätte aber statt des STE-Gehäuses lieber das eines x-beliebigen Towers genommen, dann wäre die Geschichte glaubwürdiger gewesen.

Hermann G., 4444 Bad Bentheim

TOS: Daß Atari die Präsentation des Falcon in der Glaubwürdigkeit eines Aprilscherzes veranstaltete, soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß dieses Gerät eine Tatsache ist. Allerdings hoffen wir, daß sich Ihre Meinung nicht bestätigt.

Neues Format für Artikel-Datenbank

Seit der April-Ausgabe bekomme ich die TOS im Abo. Wäre das nicht so, hätte ich sie nach dem Durchblättern am Kiosk jedoch sicher wegen zweier Punkte gekauft. Der Artikel über »Echte Graustufen auf dem SM124 per Software« machte mich neugierig und das Programm ist gut gemacht. Ich habe mich wirklich bis zum Schluß täuschen lassen und als das »April, April« erschien, habe ich auch wirklich gelacht.

Was mich außer diesem Artikel noch reizte, war der Konverter zum PD-Katalog. Trotz aller Versuche verweigert das Programm seinen Dienst. Da ich die Daten der TOS-Artikel aber trotzdem in meiner Datenbank 1st Adress nutzen will, habe ich mir das Format entschlüsselt.

Gegen Einsendung einer Leerdiskette und eines frankierten, adressierten Rückumschlags, bin ich gerne bereit, die benötigte MSK-Datei nebst einer kleinen Anleitung an andere 1st-Adress-Benutzer weiterzugeben.

Detlev Hasse, Graue-Burg-Straße 93, 5303 Bornheim 4

Umweltschutz okay, aber...

Heute halte ich die TOS 4/92 in Händen. Ich lese TOS seit der ersten Ausgabe und seit circa einem halben Jahr im Abonnement. Obwohl ich sehr zufriedener Leser bin und TOS sehr schätze, melde ich mich heute mit einer Frage bei Ihnen.

Da Umweltschutz heute eine große Rolle spielt, verstehe und begrüße ich den Einsatz von chlorfreierem Papier. Lediglich die Umstellung von Klebebindung auf Rückendrahtbindung stört mich etwas. Auch wenn irgendwann ein Magazin weggeschmissen wird, denke ich, daß ein Großteil der TOS-Leser dieses Magazin, so wie ich, sammeln und archivieren wird. Besonders hat mir bislang die auf dem Rücken der TOS angebrachte Heft- beziehungsweise Inhaltsbeschreibung gefallen. Durch die Umstellung mitten im Jahr lassen sich die einzelnen Hefte nicht mehr zuordnen, wie früher TOS 1 / xx bis 12/xx. Außerdem lassen sich die einzelnen Hefte schlecht stehend aufbewahren, da eine gewisse Stabilität fehlt.

Wäre es nicht möglich, auch wenn dadurch wieder Leim verwendet werden müßte und das Recycling-Verfahren etwas magerer ausfällt, wieder die Klebebindung einzuführen? Das chlorfrei gebleichte Papier soll natürlich weiter verwendet werden! Außerdem, wie oben schon erwähnt, gehört TOS sicherlich zu den Heften, die selten im Altpapier zu finden sind.

Ich bin nicht gegen Umweltschutz und hoffe nicht, daß dieser Eindruck entstanden ist. Ich halte es jedoch für sinnvoller, die Klebebindung wieder einzuführen.

Michael T., 3000 Hannover 1

TOS: Über die Umstellung von Klebe- auf Klammerbindung wurde in unserer Redaktion natürlich lange diskutiert. Das von Ihnen beanstandete Problem der fehlenden Rückenbeschriftung nahmen wir zugunsten des Umweltschutzes in Kauf.

Ärger über fragwürdige Preispolitik

Vor kurzem kaufte ich das Programm »Calamus 1.09 N« bei einem Händler, zu einem mir günstig erscheinenden Angebot. In der nächsten Ausgabe von TOS 3/92 war das gleiche Programm von einem anderen Anbieter für 120 Mark weniger zu bekommen.

Mit der Registratur von Calamus bekam ich von der Firma DMC eine unverbindliche Preisliste Stand 3/92 zugesandt. Hier wird zum Beispiel das Programm »tms Cranach Studio« für 1498 Mark angeboten. In TOS 3/92 erhält man das gleiche Programm von einem anderen Anbieter für 498 Mark, also sage und schreibe 1000 Mark weniger. Das ganze hat mich ordentlich geärgert.

Ich frage mich nun, ob solche Preisunterschiede dem seriösen Verkauf dienlich sind! Zumindest verunsichern und verärgern sie die Käuferschaft. Ist es Ihnen nicht auch schon einmal so gegangen?

Herbert W., 7890 Waldshut-Tiengen 1

TOS: Die unverbindlichen Preisempfehlungen der Softwarefirmen beinhalten immer Aufschläge, die ein normaler Händler mit Ladengeschäft zur Existenz braucht. Dafür können Sie auch eine ausführliche Beratung und guten Service verlangen. Versandhändler benötigen keine teuren Verkaufsräume und bieten meist keinen so guten Service. Sie können also mit wesentlich niedrigeren Handelsspannen kalkulieren. Preisunterschiede, wie bei dem von Ihnen erworbenen Calamus, sind hier durchaus im normalen Rahmen.

Anders sieht das bei dem angesprochenen Programm Cranach Studio von tms aus. Solche eklatanten Preisdifferenzen können wir uns nur durch unterschiedliche Versionen erklären. Vor dem Kauf eines Programms sollten Sie sich immer erkundigen, ob es in der aktuellen Version vorliegt. Beim Vergleich hilft Ihnen hier unsere Update-Tabelle, in der Sie immer die aktuelle Programmversion finden. Die sonst anfallenden Bearbeitungs- oder Updategebühren erhöhen schnell den Preis auf das Niveau anderer Händler. Außerdem lassen die meisten Softwarefirmen nicht beliebig viele ermäßigte Updates zu.

OS/2 auf dem Emulator?

Bei Gesprächen mit Freunden, von denen jeder einen PC besitzt, erzählten sie mir von dem Betriebssystem der Zukunft mit Namen OS/2. Es soll aber angeblich nur auf IBM-kompatiblen Computern arbeiten. Ist dieses Betriebssystem nun wirklich schneller als DOS oder welche Vorzüge bietet es sonst? Läuft es auch auf dem Atari oder zumindest auf einem PC-Emulator?

Hans K., 8011 Aying

TOS: Nachdem auch der grafische Betriebssystemaufsatz »Windows« die Re-sourcen eines schnellen Personal Computers nicht annähernd ausreizt, verkauft IBM seit kurzem das neuentwickelte OS/2 als »das« Betriebssystem für PCs. Es bietet nach Herstelleraussagen noch besseres Multitasking und höhere Geschwindigkeit als Windows 3.0.

Auf konkrete Fragen nach dem Sinn oder Unsinn von OS/2 erklärte uns ein Entwickler, daß dieses Betriebssystem die Geschwindigkeit eines PC noch mehr als das ohnehin langsame Windows senkt. Man benötigt außerdem annähernd 30 MByte Plattenkapazität allein für das Betriebssystem inklusive Hilfsprogrammen und mindestens 8 MByte RAM. Der Mangel an speziellen Programmen tut ein Übriges.

Prinzipiell läuft OS/2 nur auf Computern mit 386- oder 486-Prozessor. Theoretisch gibt es die Möglichkeit, daß es auf dem ATonce-386SX von Vortex arbeitet. Leider konnten wir dies nicht überprüfen. Da es auch keine gängigen Programme gibt, die OS/2 voraussetzen, bringt es nicht nur dem Atari-Anwender keinen Nutzen.

Lob für Atari

Ende letzten Jahres kaufte ich mir einen Atari 1040 STE. Dabei handelte es sich um ein Ausstellungsgerät, dem das Handbuch und die Language-Diskette fehlten. Eine ähnliche Sachlage also wie beim Leserbrief von Herrn Bötzel aus der TOS 4/92.

Etliche Anfragen bei Computerläden, darunter auch in einem Atari-Fachgeschäft, wo man die fehlende Anleitung und die Diskette bekommen könnte, blieben erfolglos. Als letzte Hoffnung, obwohl man mir verschiedentlich sagte, ich würde sowieso keine Antwort erhalten, schrieb ich auch einen Brief an die Firma Atari in Raunheim. In diesem fragte ich, wo ich die gesuchten Teile erhalten könnte. Nach circa 2 Wochen erhielt ich einen dicken Umschlag von Atari, in dem sowohl das Bedienungshandbuch und die Language-Disk als auch eine Atari-Support-Disk mit nützlichen Utilities enthalten waren.

Die Suche nach einer Rechnung blieb aber zu meinem größten Erstaunen erfolglos.

Man sieht, daß Atari selbst einen guten Kundendienst bietet und damit nicht hinter Zubehör-Firmen, wie zum Beispiel Beta Systems zurückstehen muß. Hoffentlich machen diese beiden Beispiele Schule, so daß bald für jede Firma so ein Service selbstverständlich ist.

Oliver S., 8000 München 70



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