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Kopier Mich

Vom alternativen Verlag »Zweitausendeins« aus Frankfurt kommt das Buch »Kopier Mich«. Die »Public Domain- und Shareware-Anthologie« schildert die ganze Vielfalt dieser von Anwendern für Anwender geschaffenen Software. Einer der wohl prominentesten Computer-Anwender Deutschlands, Wau Holland, erläutert als Gastautor die Geschichte und Ideologie der PD-Software. Einen schönen Einblick in die Computerszene erhält der Leser durch einen Artikel von Rena Tangens, einem Gründer der Bielefelder »Public Domain-Veranstaltung«. Deren Entwicklung vom Freak-Treff zur Raubkopierer-Fete bis hin zur Tauschbörse für Informationen und PD-Software ist auch interessant für alle, die sich sonst nicht mit solchen Dingen beschäftigen. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich aber mit der Software auf den mitgelieferte n 10 Disketten. Diese sind randvoll mit teilweise gepackter Public Domain- oder Shareware-Software. Die Disks enthalten Programme zu den Themen DFÜ, Textverarbeitung, Grafik, Mathematik, Tools, Entertainment und noch einigen anderen. Die Texte des Buches bestehen dabei zum größten Teil aus den normalen Anleitungen der verschiedenen Programme. Insoweit ist es fraglich, ob sich manche Anwender von Shareware noch registrieren lassen, wenn sie schon eine umfangreiche Anleitung in Händen halten. Hier hilft nur eine gehörige Portion Selbstdisziplin von Seiten der Buchkäufer. Die Publikation können wir sehr empfehlen. Besonders Anwender, die nur wenig PD-Software besitzen oder keinen Zugang zu Mailboxen haben, profitieren davon. Der Preis für das Buch mit über 500 Seiten und 10 Disketten beträgt nur 55 Mark. Aus unserer Sicht ist es genauso ein Standardwerk wie beispielsweise »Scheibenkleister« oder das »Profibuch«. (Gerhard Bauer/uh)

Peter Glaser (Herausgeber), »Kopier Mich«, 1991, Zweitausendeins-Verlag. In Deutschland exklusiv beim Versand Zweitausendeins, Postfach 61 06 37 6000 Frankfurt/Main oder den Zweitausendeins-Läden.

Scanner auf volle Leistung!

Da Scanner gerade erst in den Büros Einzug halten, herrscht vielerorts unter den Anwendern noch Unklarheit über die Einsatzmöglichkeiten. Hier hilft das Buch »Scannerpraxis« aus dem Tewi-Verlag weiter.

Der Leser erfährt zunächst, welche Möglichkeiten ein Scanner eröffnet. Das Buch bietet hier eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Anschaffung eines solchen Geräts. Anschließend schildert der Autor Wolfgang Limper die grundsätzliche Handhabung von Scannern und vermittelt Tips und Tricks zum praktischen Einsatz. Gerade hier unterscheidet sich das Werk positiv von einem Scanner-Handbuch. »Scannerpraxis« liefert Ideen und Hinweise, die man sich sonst nur durch lange Praxis erwirbt. Der Autor legt Wert auf realitätsnahe Beispiele. Er beschreibt beispielsweise, wie man Briefköpfe und Firmenlogos selbst erzeugt. Im professionellen Einsatz noch relativ unbekannt ist die Bild- und Textarchivierung. Gejrade im Büro der Zukunft, in dem das Papier in den Hintergrund tritt, erlangt diese Technik große Bedeutung. Hier gibt das Buch nur einen kleinen, aber sehr interessanten Einblick. Auch bisher noch ungebräuchliche Einsatzgebiete, wie beispielsweise die Bearbeitung von Formularen, bespricht der Autor in einem speziellen Kapitel. Das - Buch ist für unseren Geschmack etwas zu PC-spezifisch geschrieben. Um die erworbenen Kenntnisse auf den Atari ST oder TT zu übertragen, braucht man einiges Wissen. Einsteiger, die nur einen Blick in die Scannerwelt werfen möchten, werden aber sowieso die allgemeineren Kapitel interessieren. »Scannerpraxis« eignet sich daher für Anfänger und Profis gleichermaßen.

(Gerhard Bauer/uh)

Wolfgang Limper, »Scannerpraxis«. 1992, Tewi-Verlag, München, ISBN 3-89362-176-8, ca. 400 Seiten, 79 Mark
Gerhard Bauer


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