Tips und Tricks für Anwender

Postscript-Druck

»Ultrascript« läßt sich nicht nur als Programm starten, sondern auch in eine TTP-Anwendung umbenennen und dann beim Starten einen oder mehrere Parameter auf den Weg geben. Benennen Sie beispielsweise eine Postscript-Datei (Endung immer .PS), erscheint diese automatisch in der Druckauswahlbox. Bei »Gemini« erledigen Sie dasselbe, indem Sie »USCRIPT.PRG« als Anwendung anmelden und ihr die ».PS«-Dateien zuweisen. (Marc Kowalsky/wk)

Angezeigt

Schon vor einiger Zeit spendierte ich meinem Desktop das Neodesk-Styling - man gönnt sich ja sonst nichts. Durch einen Fehlklick kam ich dann eines Tages hinter eine undokumentierte Funktion der Version 3.0. Nach einigem Probieren stellte sich heraus, daß Neodesk in der Lage ist, Degas-Bilder genau wie Textdateien direkt per Doppelklick darzustellen.

Offensichtlich ein kleines Bonbon der amerikanischen Programmierer, denn das hier in Deutschland verbreitete STAD-Format erkennt Neodesk leider nicht.

(Thomas Kießlich/wk)

Tempo, Tempo

Der GEM-Desktop fordert standardmäßig eine Bestätigung beim Kopieren, Löschen und Überschreiben von Dateien an. Obwohl sich diese Abfrage über »Voreinstellungen« im Menü »Extras« abschalten läßt, ist sie wohl bei den meisten Benutzern eingeschaltet. Man möchte halt sehen, was der Computer gerade macht. Allerdings hält diese Bestätigungsanforderei das flüssige Arbeiten auf dem Desktop stark auf. Nicht nur, daß der Klick auf Ok zusätzlich Zeit kostet und nach einiger Zeit durch die Macht der Gewohnheit kaum noch Sicherheit bringt. Vielmehr benötigt auch die Dateianzeige eine beträchtliche Zeit. Ich habe folgende Zeiten unter TOS 1.4 zum Kopieren von Festplatte auf RAM-Disk für 187 Dateien in 30 Ordnern mit etwa 1,5 MByte Daten gemessen: mit Bestätigung 71 Sekunden, ohne Bestätigung 36 Sekunden, also etwa doppelt so schnell. Noch ungewöhnlicher ist das Verhältnis beim Löschen von der RAM-Disk: mit Bestätigung 23 Sekunden, ohne nur 6 Sekunden.

Ab TOS 1.4 ist es zudem vorgesehen, die Bestätigung für »Überschreiben« getrennt auf »Ja« zu stellen. Bevor der Computer etwas überschreibt, fragt er also nach, und man hat Gelegenheit zum Abbrechen. Apropos Abbrechen, ab TOS 1.4 läßt sich jeder Kopier- und Löschvorgang auch mit der Undo-Taste abbrechen. (Bernd Blank/wk)

Dauer-Druck

In der Ausgabe 3/91 von TOS haben Sie einen Tip zum Thema Dauer-Druck mit »Script« und »Signum« veröffentlicht. Das Problem bei der Zusammenarbeit mit einem Bildschirmschoner läßt sich noch auf eine andere Weise lösen. Auf der Diskette zur TOS-Ausgabe 10/90 befindet sich im ausgepackten Ordner »PDSOFT« das Programm »Maccel3.PRG« sowie die dazugehörige Textdatei »Maccel3.TXT«. Bei dem Programm handelt es sich um die Version 3.3 des »Atari mouse accelerator« von Ken Badertscher. Die Installation ist denkbar einfach, die Datei »Maccel3.PRG« kopiert man nur in den Auto-Ordner. Das Programm benötigt lediglich 1 KByte, und der eingebaute Bildschirmschoner invertiert den Bildschirm nach einer vom Anwender festgesetzten Zeit. Maccel3 invertiert den Bildschirm für etwa 10 Sekunden und schaltet dann wieder auf normale Darstellung um usw. Der Vorteil von Maccel3 liegt darin, daß er erstens den Druck bei Script und Signum nicht unterbricht, zweitens den Bildschirm weiterhin schont und drittens jedem fleißigen TOS-Leser zur Verfügung steht (siehe oben). (Jörg Franzen/wk)

Große Überschriften

Mit dem Erwerb von »Script« oder »Signum« steht dem Benutzer eine riesige Auswahl an Fonts zur Verfügung, mit denen sich ein schönes Schriftstück gestalten läßt, aber häufig hapert es an den Überschriften. Diese sollten weniger durch außergewöhnliche Schriftarten oder besonders starke Attribute auffallen. Besser ist es, wenn sie sich durch ihre Größe hervorheben. Dies ist besonders wichtig bei Handzetteln, Rundschreiben und ähnlichen Produkten, die einen Blickfang benötigen. Große Überschriften lassen sich auf einfache Art und Weise mit den PD-Programmen »Big Font« und »PAD 2.0« erzeugen. Nach dem Start von Big Font erscheint eine Box zur Auswahl des gewünschten Druckerzeichensatzes (.P24). Es erscheinen nun beeindruckend große Lettern auf dem Bildschirm, wenn man die geplante Überschrift schreibt. Das Ergebnis wird als Bild gespeichert (.PIC). So können Script oder Signum es laden. Ein Tip dazu: Wählen Sie die Auflösung beim Einbinden dieser Bilder nicht zu niedrig. Damit erreicht man zwar eine sehr große Darstellung, aber leider sind die Treppen und Zacken der extrem vergrößerten Zeichen deutlich zu erkennen. Für einen 24-Nadel-Drucker empfiehlt sich eine Auflösung von 180x180 dpi, womit man saubere Überschriften in zwei- bis dreifacher Größe erhält. Noch mehr Möglichkeiten beim Erzeugen großer Überschriften bietet ein Grafikprogramm wie PAD 2.0. Auch hier kann man Signum-Druckerzeichensätze einlesen und mit ihnen schreiben. Zusätzlich lassen sich die Überschriften noch weiter gestalten: Verstärken, Verzerren oder Darstellung nur der Umrisse sind nur einige Beispiele. Wer riesige und trotzdem saubere Buchstaben benötigt, kommt auch hier zum Zug. Die erzeugte Überschrift, die dann allerdings nicht mehr sehr lang sein darf, wird innerhalb des Grafikprogramms noch einmal vergrößert. Treppen und Unregelmäßigkeiten gleicht man mit der Lupe aus. Das fertige Bild läßt sich dann in der oben erwähnten hohen Auflösung in das Schriftstück einbinden. Das ist zwar ziemlich viel Arbeit, lohnt sich aber wegen des guten Druckergebnisses. (Frank Ulatowski/wk)

Rechtschreib-Zauberei

»Elfe«, der Spellingchecker von Script II, verhält sich leider nicht immer ganz zauberhaft: Bei manch unbekanntem Wort zeigt sich das Wörterbuch nämlich gar nicht lernwillig. Das Wort »drück« (wie in »Drück mir die Daumen !«) etwa ist ihm nicht bekannt. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn Elfe den Versuch, diese Vokabel dem Wörterbuch über die Funktion »Lernen« hinzuzufügen, nicht mit einem 4-bombigen Absturz bestrafen würde. Mit einem Trick helfen Sie hier dem Script-Gedächnis auf die Sprünge: Sobald Elfe das unbekannte Wort anmahnt, klicken Sie in der Dialogbox, die sich um die Wortkorrektur kümmert, zuerst auf »Suchen«, um ein verwandtes Wort (in unserem Beispiel etwa »drückt«) zu finden. Selektieren Sie dieses Wort, sodaß es in der Eingabezeile hinter »Ersetzen durch:« erscheint. Nun dürfen Sie beruhigt auf »Lernen« klicken, Script merkt sich das ursprüngliche(!) Wort, ohne abzustürzen und ohne die Korrektur durchzuführen. Vergessen Sie beim Verlassen von Script II nicht, das Wörterbuch zu speichern.

(Marc Kowalsky/wk)

Listings optimiert

In der compilierten Version belegen Kommentare und Leerzeilen unnötig Speicherplatz. Mit Hilfe des Editors von Mortimer Plus und der Datei »REM_KILL.CMD« lassen sich die mit einem ' versehene Kommentare entfernen. Für mit ! versehene Listings (GFA-Basic) dient die Datei »REMK-GFA.CMD«. Doch Achtung, Hochkommas und Ausrufezeichen, die sich in String-Definitionen befinden, löschtdie jeweilige Command-Datei auch mit.

Laden Sie das betreffende Listing als ASCII-Datei (im Interpreter vorher als Block speichern) in den Editor 1 von Mortimer Plus, die Datei REM_KILL.CMD in Editor 2 und definieren den im Erläuterungstext bezeichneten Absatz als Block. Nach dem Wechsel in Editor 1 spielen Sie den Block mit der Tastenkombination Alternate Enter ein. Der Cursor muß dabei am Textanfang stehen, der Overwrite- und Wortumbruchmodus sind ausgeschaltet.

Leerzeilen entfernen Sie mit der Datei »LEER-KILL.CMD«. Das Verfahren ist ähnlich, nur das man hier schrittweise Vorgehen muß. Eine genaue Anleitung steht im Hinweistext dieser Datei. Sie finden alle drei CMD-Dateien auf der TOS-Diskette dieser Ausgabe. Kopieren Sie diese Dateien in den Ordner »Commands« der Mortimer Plus-Diskette, dann sind sie auch direkt verfügbar. Damit alle diese Dateien einwandfrei laufen, müssen Sie zuvor bestehende Tastatur-Makros mit dem Befehl »CLR_MACRO«, im Mortimer Plus Menü eintippen, löschen.

(Andreas Wischerhoff/wk)

Anwender helfen Anwendern

Die Mortimer CMD-Dateien stellte uns Andreas Wischerhoff aus Telgte zur Verfügung. Haben auch Sie solche nützlichen Erweiterungen und kleine Hilfsprogramme geschrieben oder wissen einen guten Tip zu einer Anwendung? Dann helfen auch Sie anderen Anwendern, geben Ihr Wissen weiter und schreiben Sie uns unter dem Stichwort »Anwender-Tips«. Die kleine Mühe lohnt sich auch, denn für jeden veröffentlichten Tip gibt es mindestens 50 Mark Honorar. [wk]



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