MIDI-News

The Big Boss

Die junge Firma Warner Bros. Music GmbH stellte auf der Musikmesse den Sequenzer »Big Boss 24« aus französischer Herkunft vor. Die Intention des Programms geht allerdings weit über einen reinen Sequenzer hinaus. Mit verschiedenen Zusatzmodulen erlernt der Anwender Grundbegriffe der Musiktheorie und übt in unterschiedlichen Stilen das praktische Spiel.

Dreigestirn

Messen bringen nicht nur Neuigkeiten, sondern weisen auch auf ihre Nachfolger hin. In Frankfurt warben die Veranstalter des »Klang Art«-Festivals für »Klang Art '91 -das elektronische Abenteuer Musik« (23. bis 26. März 1991). Den Abenteuerlustigen erwartet eine Veranstaltung mit Festival, musikelektronischer Fachausstellung und wissenschaftlichem Kongress. Parallel dazu finden Workshops zu musikelektronischen Themen statt.

Alle Bereiche warten mit renommierten Gästen auf, namhafte Firmen tragen die Veranstaltung mit.

Computerlehrer

Neben dem bereits im Messebericht erwähnten Arrangierprogramm »Freestyle« zeigte die Firma Fröhlich Musiconsulting in Frankfurt auch ein Lern- und Übungsprogramm für Gitarristen. Es stellt mit Hilfe einer großen Bibliothek mehrere tausend Akkorde zur Auswahl, die sich in »Playlisten« zusammenfassen lassen. Die Anzeige der Akkorde erfolgt entweder auf dem Griffbrett oder als Griffdiagramm. Neben dem Lerneffekt steht auch das Spielen zusammen mit einem Begleitautomaten nicht zurück. Der »Advanced Guitar Tabulator« arbeitet auch mit MIDI-Expandern zusammen.

Digital-Aufnahme

Die britische Firma Plasmec zeigte auf der Musikmesse ein preiswertes Harddisk-Recording- System für den Atari ST. »Adas« arbeitet mit 16 Bit und wahlweise 44,1 oder 48 kHz Sampling-Rate. Die Software läuft als Accessory und benötigt zum Abspielen so wenig Prozessorleistung, daß der parallele Betrieb mit einem Sequenzer möglich ist. Via M-ROS oder SoftLink können Sie von Cubase oder Notator aus die digital aufgenommenen Ereignisse wie Gesang oder Akustik-Instrumente in die MIDI-Produktion einbinden. Über eine spezielle Schnittstelle ist auch die Verwendung als Video-Post-Produktion-System möglich. Adas bietet dann Ein- und Ausgänge für volle SMPTE-Steuerung.

Unter Kontrolle

Daß der ST nicht nur Instrumente, sondern auch Mischpulte steuern kann, zeigte JMS mit der Mischpultautomation »C-Mix 3.0«. Das System arbeitet mit maximal 64 Kanälen und bietet vielfältige Steuerungen und Manipulationen wie Gates und differenzierte Gruppenbildung. Das Pult ist nach der Umrüstung auch weiterhin ohne C-Mix benutzbar.

Organisation

Intersound aus Tirol zeigte ein vielversprechendes Software-Paket mit Namen »S-550-Tools«. Es sorgt für eine komfortable und schnelle Archivierung und Verwaltung von Roland S550- und S330-Samples. Außerdem sind zahlreiche Editierfunktionen für die Bearbeitung der Samples in Echtzeit vorhanden. Die Tools sind kompatibel zu Steinbergs »Avalon« und arbeiten auch mit optischen Laufwerken zusammen.

Nachlese

Die Musikmesse in Frankfurt ist vorbei, neue Rekordzahlen bei Besuchern und Ausstellern sind erreicht. Aus Atari-Sicht lohnte sich die Messe allemal, denn kaum ein Hersteller von Synthesizern oder MIDI-Software verzichtete auf ein Massenaufgebot an STs. Dieses Jahr engagierte sich Atari auch selbst, zwar nicht mit einem eigenen Stand, aber mit der offiziellen Unterstützung eines Sonderstandes zum Thema »Mozart goes MIDI«. Selbst Alwin Stumpf ließ sich den kleinen Abstecher von Raunheim nach Frankfurt nicht nehmen. Er schleuderte einen Nachmittag über die Musikmesse und zeigte sich sehr beeindruckt von den vielseitigen musikalischen Anwendungen.

Diese Vielfalt bestimmt auch die News in der TOS, denn zahlreiche Neuheiten fanden im Messebericht der letzten Ausgabe leider keinen Platz mehr. [wk]



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