Leserbriefe

Hochkarätig

Eleganz, Tradition und Prestige vereint der Duofold-Füllhalter von Parker. Gestaltet nach dem weltberühmten Parker-Füllhalter der 20er Jahre, ausgestattet mit der perfekten Technik von heute, besteht seine Federaus 18karätigem Gold. Ihr Pfeilsymbol ist mit Ruthenium, einem Platinmetall, ausgelegt. Der Ladenpreis: 425 Mark. Verfasser von Leserbriefen können ihn gewinnen.

Eine Chance für den TT

Der ST ist ein Rechner, der damals bei seinem Erscheinen keinen Wunsch offen ließ. Der graue Kasten ist auch heute, mit den vielen Erweiterungskarten, ein respektabler Rechner. Ja, er ist heute sogar eine Multimaschine, mit der man fast alles verwirklichen kann, was ein Userherz höher schlagen läßt. In dieser Hinsicht verstehe ich nicht die Kritik, die am TT geübt wird. Ein neues System hat immer Anlaufschwierigkeiten. Wir sollten dem TT die gleiche Chance geben, wie es beim ST geschah. Die User, die Hacker und die Hardwaredesigner sind wieder einmal gefordert, um aus einem guten Rechner mit Außenseiterstellung ein perfektes System zu konstruieren. Atari kann nur einen Rechner zur Verfügung stellen, der eine Alternative zur schlechten MS-DOS-Welt und der teuren MAC-Klasse darstellt. Anpassung ist Verlust der Identität. Atari ist und bleibt ein Außenseiter, aber ein guter.

Holger W., Bremerhaven

Bild 1. So fing's an: Betont sachlich präsentierte sich die Erstausgabe der TOS.

Speichergrenzen

Als stolzer Besitzer eines 520 ST bin ich in der letzten Zeit auf ein Problem gestoßen, nämlich, daß der Speicher von 512 KByte wohl doch inzwischen größenmäßig total überholt ist. Viele Programme benötigen einfach mindestens 1 MByte Speicher. Das Problem ist, daß ich von der Hardware überhaupt und den »Inhalten« meines Computers insbesondere nicht den blässesten Schimmer habe -woran erkenne ich beim Einbau, was MMU, Shifter etc. ist und ob diese gesockelt, gelötet oder sonst etwas sind?

Olaf B., Osnabrück

TOS: Verschaffen Sie sich im Anzeigenteil der Fachzeitschriften einen Überblick über das Angebot an Speichererweiterungen. TOS testete mehrere Erweiterungen in der Ausgabe 8/90. Ein Brief oder Anruf beim Hersteller schafft Klarheit, welche Umbauarbeiten nötig sind. Viele Fachhändler nehmen den Einbau vor.

Hohe Dichte

Sowohl bei den Mega STs, als auch bei den neuen Flaggschiffen TT und Mega STE. Wenn man sich die Konkurrenz ansieht, wie den Amiga, der ein 880 KByte Laufwerk hat, oder die IBM-kompatiblen Rechner, die entweder 720 KByte oder 1.44 MByte auf einer Diskette packen, sieht es in dieser Beziehung für die Atari-Anwender miserabel aus. Die einzige Möglichkeit ist ein externes 1,44 MByte Laufwerk. Da stellt sich bei einigen wieder die Frage: Wohin damit? Um bei den stolzen Preisen auf dem Markt weiterhin im Rennen zu bleiben, sollten sich die Atari-Hersteller überlegen, ob sie nicht zumindest beim neuen TT und Mega STE ein Laufwerk einbauen, das sowohl 720 KByte als auch 1.44 MByte erkennen und schreiben kann.

Stephan H., ohne Ortsangabe

TOS: Im TT und Mega STE befinden sich bereits zum Teil HD-Laufwerke, also Laufwerke, die auch HD-Disketten mit 1,44 MByte beschreiben und lesen können. Der Diskettencontroller ist aber meist nicht in der Lage, diese Laufwerke voll zu nutzen. Das Betriebssystem sieht die Verwaltung von HD-Laufwerken bereits vor.

Reifeprüfung

Vor einem Jahr setzten wir uns zur ersten Redaktionskonferenz zusammen - auf Teppichboden und Heizkörpern, weil Schreibtische und Stühle noch nicht geliefert waren. Im Kopf hatten wir Ideen für ein neues Zeitschriftenkonzept: ein Magazin für moderne Computeranwender, bei dem die Software schon dabei ist und dessen Layout sich sehen lassen kann. Trotz aller (DTP-technischer) Startschwierigkeiten bestand unser Newcomer seine Probezeit: Wie das positive Echo von Lesern und Firmen sowie die Verkaufszahlen beweisen, gelang es der TOS bereits im ersten Jahr, sich gegen die mächtige, alteingesessene Konkurrenz zu etablieren.

In der Februarausgabe ließen wir das Atari-Jahr 1990 Revue passieren und legten den Finger auf Prachtvolles und Peinliches. Der gleichen Prüfung stellen wir uns diesmal selbst - und die Jury sind Sie, liebe Leser. Nennen Sie die Tops und Flops der TOS. Schreiben Sie uns, welche Beiträge der Ausgaben 5/ 90 bis 4/91 Ihnen am wenigsten oder am besten gefallen haben und warum Sie dieser Meinung sind. Wie immer gibt's für den besten Leserbrief einen repräsentativen Füllhalter.

Ihr Paul Sieß, Textchef

Falsch gespart

Sicherlich besitzt nicht jeder, der das Geld für seinen Atari ST zusammensparen konnte, auch eine solch sprudelnde Quelle dafür, um sich mit dem Rundherum einzudecken. Die Versuchung ist groß, sich gerade softwaremäßig anderweitig zu versorgen. Mit gemischten Gefühlen betrachte ich deshalb, wenn sich z. B. Verlage eine goldene Nase mit alternativen Handbüchern verdienen, die nur zur Komplettierung von Raubkopien dienen, oder wenn in TOS Anleitungen dazu gegeben werden, wie man Demoversionen voll nutzbar macht.

Unabhängig von rechtlichen und moralischen Fragen erkennt man schnell, wieviel Ärger man sich auch als Anwender erspart, wenn man Software kauft, statt sich mit Problemen mit älteren Versionen von irgendwelchen Raubkopien rumzuärgern. Ich kaufe deshalb meine Hard- und Software beim örtlichen Fachhändler, denn Sparen kann sich bitter rächen: spätestens wenn Ihre Festplatte vom Billiganbieter mal nicht mehr will, oder Sie nicht wissen, was die virusverseuchte Raubkopie mit Ihrer hundertseitigen Diplomarbeit gemacht hat.

Frank H., Karlsruhe

TOS: Unsere Tricks machen aus einer abgespeckten Demoversion noch keine Vollversion mit komplettem Funktionsumfang. Auch Dokumentation, Hotline- und Update-Service bleiben den Käufern des Originals Vorbehalten - vom Bedienungskomfort ganz zu schweigen.

Entscheidend

Welcher normale Schüler oder Student kann sich denn wohl einen TT leisten, wo bleibt der Atari-Studenten-Rabatt? Keine Frage: Die potentiellen Käufer eines TT oder Mega STE rekrutieren sich aus der Gemeinde der bisherigen zufriedenen Atari-Besitzer. Und bei diesen dürfte sich im Laufe der letzten Jahre einiges an Software in ihren Disketten boxen angesammelt haben; Software, die natürlich auch weiterhin benutzt werden will. Das eigentliche Entscheidungskriterium für oder gegen einen Kauf ist, ob die teuer bezahlte (und innigst geliebte) Software denn auch wirklich problemlos auf dem neuen Rechner läuft.

Georg S., Köln

Chaos durch Kaos

Ihren Artikel in der Ausgabe 2/91 habe ich mit Befremden gelesen. Ihre Behauptung, daß Kaos nur zum Chaos führen könne, ist entweder unredlich oder leichtfertig. Ich selbst habe mein TOS seit langem im RAM, um Korrekturen, Verbesserungen und mir genehme Änderungen leicht vornehmen zu können, ohne jedesmal neue EPROMs brennen zu müssen. Solange eine geänderte Routine im Betriebssystem dasselbe Resultat liefert wie die ursprüngliche, kann es bei sauberer Programmierung von Software per Definitionen keine Inkompatibilitäten geben. Doch das ist im Grunde Nebensache: Ich ärgere mich schon lange über das Verhalten der Firma Atari und deren Verhalten im Falle Kaos - falls alles andere nicht hilft, wird Atari es sicherlich per Copyright killen.

Prof. Dr. Steinwedel, Ainring

TOS: Ein Betriebssystem wie TOS ist unserer Meinung nach heute nicht mehr zeitgemäß. Selbst die bisher den Nischenmärkten immer hinterherhinkende DOS-Welt setzt mit Windows 3.0 zum Überholen an. Atari soll unserer Meinung nach nicht Zeit mit der langwierigen Prüfung der Kompatibilität von Kaos verschwenden - denn zum jetzigen Zeitpunkt wäre sie leider bereits vergeudet. Besser soll sich Atari mit aller Kraft auf das in Entwicklung befindliche neue multitaskingfähige TOS und GEM konzentrieren. Soll man sich doch das Entwicklerteam von Kaos für einen Zeitraum nach Sunnyvale holen. Das bringt zweifellos mehr, als jetzt wieder eine Zwischenlösung, die Kaos heißt.

DTP der Zukunft

Es ist doch wohl ein Indiz für die Bedeutung des DTP-Markts für Atari, daß in der »Software-Hitliste« einer namhaften PC-Zeitschrift unter den 30 meistverkauften Programmen aller Art und aller Rechnerfamilien als einziges Atari-Programm »Calamus« auftaucht. Wobei es für die künftige Attraktivität der ST/TT-Rechner wohl sehr bedeutsam sein wird, daß zum gewiß mächtigen, aber auch nicht einfach erlernbaren Calamus Alternativen der Desktop-Publisherei geschaffen werden, die sich durch unkomplizierte Bedienung bei gleichwohl professionellen Ergebnissen auszeichnen. Insgesamt gesehen, gehört die Zukunft der DTP-Computernutzung der Verwaltung beliebig skalierbarer (vergrößerbarer) Zeichensätze als Bestandteil des Betriebssystems zwecks schneller Bildschirmdarstellung und unkomplizierter Druckausgabe, beides in Übereinstimmung und Höchstqualität.

Ernst T., Stuttgart

TOS: Derzeit arbeiten mehrere Firmen an alternativer DTP-Software - wir berichten. Von Atari kommt in Kürze FSM-GDOS, das beliebig skalierbare Zeichensätze erlaubt, die Anwender-Software nutzen kann.

Geburtstagsgrüße

Bild 2. Einer der »drei K«: Matthias Kurwig, Geschäftsführer bei 3K-ComputerBild.

Unser toi-toi-toi der TOS! Von der Weltstadt Nettetal in die Metropole Vaterstetten geht der Gruß des 3K-ComputerBild-Teams an die Mannschaft der TOS. Wir gratulieren zum Einjährigen und zu den zwölf wirklich prächtigen Nummern. Der TOS, dem qualitativen Leitbild unter den Atari-Publikationen, wünschen wir noch viele kluge Redaktionsideen und viele erfolgreiche Jahre.

3K Computerbild, Nettetal

Flop...

Was soll ich mir eigentlich die Highlights der besten TOS-Artikel der vergangenen Ausgaben nochmal reinziehen? Noch dazu im (schon alt-) bewährten Stil?

Andreas K., Berlin

…oder Top?

Mit dem Jahresrückblick 1990 »Produkte, Personen und Pointen« ist Ihnen eine interessante Kommentierung der Atari-Welt gelungen. Noch einmal die positiven Entwicklungen im Zeitraffer nachzulesen war angenehm, die unschönen Vorgänge in der Computerwelt wurden noch einmal kurz ins Rampenlicht gezerrt, um sie dann ganz schnell zu vergessen -oder besser nicht?

Lutz W., Wangels

Anwenderfreundlich

Warum muß sich der Netzschalter immer an der Geräterückseite befinden? Ich hoffe, die Hersteller machen sich bei zukünftigen Projekten auch einmal Gedanken über die Anwenderfreundlichkeit ihrer Produkte. Es sind oft kleine Dinge, die das Computerleben leichter machen.

Raimund W., Böblingen

Anwender-Bitte

Als sogenannter »ernsthafter« Anwender habe ich mir auch eine Festplatte zugelegt, die die Möglichkeit eines Hardware-Schreib-Schutzes bietet. Nun gibt es eine Reihe lobenswerter Programme, in denen eine speicherbare Pfad-Voreinstellung für so ziemlich alle Dateien möglich ist, auf die während der Arbeit zugegriffen wird. Man kann alles, was sich bei der Arbeit mit dem Programm mehr oder weniger häufig verändert, auf Partition D ablegen und dies in der Voreinstellung auch dem Programm für die Zukunft mitteilen. Programm- und RSC-File, die ja normalerweise nicht verändert werden, bleiben auf Partition E vor allen Angriffen von Link-Viren wirksam geschützt. Meine »Anwender-Bitte« an alle Programmierer lautet grundsätzlich die Möglichkeit einer speicherbaren Pfad-Voreinstellung aufzunehmen.

Bernd W., Hermeskeil

Die Spitzenklöpplerin

Bild 3. So gehts: Klöppelmuster entwickeln mit Signum.

Hier meldet sich ein »Einsteiger« zu Wort. Im September 1990 legte ich mir einen Atari 1040 ST zu, weil ich mir eine Idee verwirklichen wollte: Klöppelmuster entwickeln mit Hilfe eines Computers. Mit Hilfe von »Signum« kann ich über die Tastatur Spitzenmuster entwerfen. Eine Möglichkeit des genauen Drucks, wie es nötig ist, um Klöppelvorlagen anzufertigen, habe ich mit dem Scanner gefunden. Dafür benötige ich eine kleine Zeichnung, die ich im Scan-Programm bearbeiten kann und dann in jeder auf meinem 9-Nadel-Drucker (Präsident 6320) möglichen Größe ausdrucken kann. Auf die Art kann ich auch aus alten Spitzen neue Vorlagen herstellen. In Bild 3 sehen Sie meine Tastaturbelegung für Klöppelmuster. Meine Frage: Kennen Sie jemanden, der ähnliche Späße treibt und mit dem ich Erfahrungen austauschen könnte?

Hildgund Prohl, Schwerin

TOS: Einen Füllhalter »Parker Duofold« im Wert von 455 Mark erhält Hildgund Prohl - übrigens Jahrgang 1924 - für ihre originelle Idee. Wer mit ihr Erfahrungen austauschen möchte, kann uns schreiben. Wir leiten die Zuschriften weiter.

TT-Erfahrungen

Anfang November 1990 erwarb ich für 7498 Mark einen Atari TT 030/4 inklusive VGA Monitor. Mein TT bewährte sich ganze zwei Wochen, dann fiel er aufgrund eines Hardwaredefektes aus. In diesen 14 Tagen seines Bestehens gefiel mir der Rechner eigentlich gut. Hervorheben möchte ich die deutlich verbesserte Qualität der Tastatur. Als gelungen betrachte ich auch die seit langem fällige Weiterentwicklung des Betriebssystems. Was ich hier vermisse, ist die Implementation einer bedingten Multitasking-Fähigkeit des Atari TT. Den Grad der ST-Kompatibilität des TTs erachte ich für ausreichend. Nachdem mein Atari TT ausfiel, erhielt ich durch den Atari Kundendienst die Auskunft, daß mein Gerät innerhalb kürzester Zeit gegen einen neuen TT ausgetauscht würde. Während ich nun bald vier Wochen auf das versprochene Austauschgerät warte, erfahre ich, daß Atari Corporation Deutschland die Preise für den TT 030 um mehr als 30 Prozent gesenkt hat. Die zwei Wochen, die ich Gelegenheit hatte, meinen 7498 Mark teuren TT zu benutzen, bescheren mir einen effektiven Verlust von 3200 Mark.

Detlef P., Hamm



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