Tips und Tricks für Anwender

ASCII-Import in WordPerfect

Texte erhalten moderne Computeranwender heutzutage nur auf Diskette: Briefe aus der Mail box, PD-Anleitungen oder aktuelle Hinweise zum Handbuch. Wer das nicht gern am Bildschirm liest, muß drucken - und da beginnen die Probleme. Die Druckfunktion des Desktop liefert kaum ein brauchbares Ergebnis, nur selten stimmen Umlaute und Seitenumbruch. Eleganter ist der Ausdruck mit dem eigenen Textprogramm. Am Beispiel von »WordPerfect« zeigen wir, wie Sie dabei am besten mit überflüssigen Zeilenenden fertig werden.

So sieht eine ASCII-Datei mit überflüssigen Returns am Zeilenende direkt nach dem Textimport in WordPerfect aus

Alle ASCII-Texte, also Textdateien ohne Steuerzeichen, liest WordPerfect mit dem Befehl »CTRL-F5,1« (Text ein/aus, Textdatei laden). Im Dateiverzeichnis (F5) fahren Sie mit dem Cursor auf die gewünschte Datei und betätigen 5 für »Text konvertieren«. Sobald Sie nun den Cursor einige Zeilen nach unten bewegen, sehen Sie, daß jeweils einer »normalen« Zeile eine Zeile mit nur ein oder zwei Wörtern folgt. Der Steuerzeichenbildschirm (ALT-F3) zeigt schnell, woran das liegt: ASCII-Texte haben am Zeilenende in der Regel ein »Return«. Die Zeilenbreite eines ASCII-Textes liegt häufig über der Standard-Zeilenbreite des Textprogramms. WordPerfect bricht nun eine ASCII-Zeile einmal am tatsächlichen Zeilenende und zum zweiten Mal nach dem Return um.

Um diesen unschönen Effekt zu beseitigen, könnte man zunächst den linken und rechten Rand so verändern, daß die komplette ASCII-Zeile in eine WordPerfect-Zeile paßt. Das funktioniert auch, gibt aber garantiert neue Probleme, sobald man irgendwelche Veränderungen im Text vornimmt. Denn die überflüssigen »Return«-Schaltungen verschwinden dadurch nicht.

Es ist deshalb besser, alle unnötigen Zeilenschaltungen zu beseitigen. Dabei müssen jedoch die »Return-Zeichen erhalten bleiben, die ein Absatzende markieren. Meistens stehen am Ende eines ASCII-Absatzes zwei »Return«-Anweisungen hintereinander. Im Steuerzeichenbildschirm zeigt WordPerfect dafür [FNZ][FNZ] an. Springen Sie also zunächst an den Anfang des Textes und tauschen mit der Suchen/ Ersetzen-Funktion alle doppelten [FNZ] gegen eine unverwechselbare Markierung aus. Der Befehl dafür lautet:

Home, Home, Home up Springe an den Textanfang

ALT F2 n Suchen und Ersetzen ohne Bestätigung

Return Return Cursor down Doppelte Returns als Suchtext

$$ F2 $$ als Ersatztext.

Danach sind alle Absatzenden mit dem doppelten Dollarsymbol markiert. Springen Sie jetzt mit »Home, Home, Home up« erneut an den Textanfang und ersetzen Sie alle restlichen Zeilenschaltungen durch ein Leerzeichen.

ALT F2 n Suchen und Ersetzen ohne Bestätigung

Return Cursor down Return als Suchbegriff

Leerzeichen F2 Leerzeichen als Ersatztext.

Der Text enthält jetzt keine Zeilenschaltungen mehr. Um die Absatzmarkierungen wieder hervorzuholen, ist noch ein letzter Suchen/Ersetzen-Vorgang nötig.

Home, Home, Home up an den Textanfang

ALT F2 n Suchen und Ersetzen ohne Bestätigung

$$ Cursor down $$ ... als Suchbegriff...

Return Return F2 ... durch zwei Zeilenschaltungen ersetzen.

Der ehemalige ASClI-Text ist jetzt ein »richtiger« WordPerfect-Text. Am Zeilenende steht das Steuerzeichen [NZ] für »Neue Zeile«, am Absatzende ein doppeltes Return. Um den ASCII-Import auch in Zukunft etwas einfacher zu machen, habe ich die oben eingegebenen Such- und Ersetzbefehle in einem Makro zusammengefaßt.

Das lauffähige Makro finden WordPerfect-Anwender unter dem Namen »ascimp.mac« auf der Diskette zu dieser Ausgabe. (Michael Spehr/wk)

Sturmgebraus

Lange war nichts vom TT zu sehen und zu hören. Inzwischen ist das neue Atari-Flaggschiff unter vollen Segeln in den Hafen der Anwender eingelaufen. Für den nötigen Fahrtwind mit Windstärke 12 sorgen die beiden eingebauten Lüfter, die mit ihrer Lautstärke wohl jede Konzentration am Arbeitsplatz zerdröhnen. Wer aber über 4000 Mark für den Computer ausgibt, der sollte jetzt noch einmal knapp 40 Mark investieren und dem TT eine thermische Lüfterregelung spendieren. Diese kleine Schaltung ist fertig aufgebaut in den meisten Elektronik-Bastelläden zu bekommen und läßt sich einfach in die Lüfterzuleitung einbauen. Mit zwei Trimmern stellt man die Drehzahl für die Lüfter ein. Die höchste Drehzahl sollte erreicht werden, wenn Sie den Temperaturfühler einige Zeit in der Hand behalten, das entspricht etwa 37 Grad. Die langsamste Stufe dreht den Lüfter gerade noch weiter. Mit diesem kleinen Eingriff schonen Sie sicher Ihre Ohren und Nerven. Man kann dann sogar das Laufgeräusch der eingebauten Festplatte hören.

(Dietmar Lorenz/wk)

Gesicherte Menüleiste

Häufig sind es Kleinigkeiten, die beim schnellen Umgang mit Maus und Tastatur nerven. Dazu gehört auch das sofortige Herunterklappen der Pull-Down-Menüs. Mit dem Programm »Savemenu.ACC« von Konrad Hinsen auf der Diskette zu dieser Ausgabe schieben Sie diesem Problem den Riegel vor. Booten Sie das Accessory ganz normal von Diskette oder Festplatte. Es sperrt je nach Einstellung die Menüleiste, so daß man mit dem Mauszeiger in die Menüs fahren kann, ohne daß sie gleich herunterklappen.

In der Einstellung »Pull-Down-Menüs« klappt das Menü erst auf Druck mit der linken Maustaste herunter, bei »rechter Mausknopf« kommt man erst mit der rechten Maustaste überhaupt in die Menüleiste hinein, »halbe Menüleiste« aktiviert das Pull-Down erst, wenn der Mauszeiger in der oberen Hälfte der Leiste steht, und bei der Einstellung »normal« verhält sich die Menüleiste wie gewohnt. Zusätzlich ist in dem Accessory noch ein Mausbeschleuniger eingebaut.

Mit »Savemenu.ACC« eröffnen wir eine Reihe von nützlichen Programmen für Anwender, die uns die Firma Compo Software zur Verfügung stellte. (wk)

Mit »Savemenu.ACC« sperren Sie die Menüleiste

Nachhall: Verflixte letzte Seite

Durch einen Druckfehler wurde die Steuerzeile für den Druckertreiber (vgl. TOS 3/91, Seite 58) verstümmelt. Richtig muß die Zeile lauten:

nachtext := $1b, $52, $2, $c



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