Leserbriefe

Hochkarätig

Eleganz, Tradition und Prestige vereint der Duofold-Füllhalter von Parker. Gestaltet nach dem weltberühmten Parker-Füllhalter der 20er Jahre, ausgestattet mit der perfekten Technik von heute, besteht seine Federaus 18karätigem Gold. Ihr Pfeilsymbol ist mit Ruthenium, einem Platinmetall, ausgelegt. Der Ladenpreis: 425 Mark. Verfasser von Leserbriefen können ihn gewinnen.

Unzuverlässige PD-Programmierer

In den letzten zwei Jahren hat sich bei meinem Bruder und mir eine große Zahl von PD- und Sharewareprogrammen angesammelt. Wenn uns ein Programm gut gefällt und von uns wirklich oft benutzt wird, dann bezahlen wir auch den Preis für das Programm und lassen uns registrieren. Und hier möchte ich nun mit meiner Kritik ansetzen. In den Infodateien ist immer zu lesen, daß man bei neuen Versionen der Programme umgehend informiert wird, aber man erfährt von neuen Programmversionen meist erst aus den Anzeigen der einzelnen Serien. Da brauchen sich die Programmierer nicht zu beschweren, wenn immer weniger Leute sich registrieren lassen. Das Zusammenspiel zwischen Programmierern und registrierten Anwendern sollte doch wirklich besser laufen. Der Programmierer hätte die Gewißheit, daß der Anwender seinem Programm treu bleibt, indem er diesem auch die neuesten Versionen zukommen läßt. Oft würde er auch dafür wieder einen finanziellen Zuschuß erhalten.

Andreas G., Trier-Euren

PD-Sammlungen schützenswert?

Ein Wort zu dem in Ausgabe 9 erschienenen Interview mit dem PD-Pool-Vertreter. (In diesem Interview verteidigte der PD-Pool seine Abmahnaktion gegen Händler, die Programmsammlungen des PD-Pools kopieren und weiterverkaufen, Anm. d. Red.). Die zitierte höchst richterliche Entscheidung meint, wie Ihr Gesprächspartner selbst sagt, daß das Programm ein schützenswerter Besitzstand ist, an dem der PD-Pool mit Sicherheit keine Rechte hat. Für die Zusammenstellung (wenn man, was auch oft genug vorkommt, das Kopieren einer Diskette so nennen kann) einen Schutz zu beanspruchen, um dadurch die Existenz zu sichern, ist nicht nur fragwürdig, sondern widerspricht auch dem Gedanken der Public Domain, der ja eindeutig nicht kommerziell ist. Es ist, nicht nur aus meiner Sicht, nicht einzusehen, daß eine Software, die ihren Autor nicht ernähren kann und soll, von PD-Händlern dazu mißbraucht wird, sich die Taschen zu füllen.

Ingo K., Krefeld

Ein Hoch den Gimmicks

Ich kann der Meinung nicht zustimmen, daß Programme wie »Django« oder auch »Fly-Ex« und »Trashy« überflüssig seien. Ganz im Gegenteil! Bei aller Ernsthaftigkeit der Arbeit mit dem Computer, es muß auch mal dazwischen Spaß machen, und etwas »höherer Blödsinn« im Stil der Gimmicks ist da durchaus zu begrüßen! Ganz davon geschwiegen, daß all die Gimmicks ja eigentlich für Leute gedacht sind, die vom Programmieren mehr Ahnung besitzen, als das bei mir (noch) der Fall ist, ich möchte auf »Django« und Konsorten nicht verzichten! Fazit: Ein Hoch auf Meinolf Schneider und seinen außerordentlich gelungenen höheren Blödsinn! Weiter so !

Günther P., Nürnberg

Wenn Sie alle TOS-Ausgaben des Jahrgangs 1991 nebeneinander stellen, zeigen die Heftrücken einen farbenprächtigen Atari-Dreizack mit aktueller Jahreszahl

Zu viele Themen

Die Aufmachung der TOS unterscheidet sich sehr vorteilhaft von dem, was sonst an Zeitschriften für den Atari ST angeboten wird. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, und die Themen überdecken das weite Gebiet der Atari-Anwendungen recht gut, wenngleich ich auf die Rubrik »Spiele« verzichten könnte. Aber die gehört nun wohl leider in jedes Atari-Heft; dieser Computer hat sein Image als »Spielecomputer« immer noch nicht abgelegt.

Eine Kritik möchte ich hier jedoch Vorbringen, die auch schon in einem anderen Leserbrief zum Ausdruck kam: Bringen Sie nicht zu viele Themen, die dann nicht so ausführlich dargestellt werden können?

Werner P., Höchst im Odenwald

Kein Platz für bunte Riesen

Die Großbildschirme sind im Kommen! Wonach man jedoch vergeblich sucht, ist ein 16-Zoll-Monochrommonitor mit einer hohen Auflösung von z. B. 1024 mal 768 Punkten, einer Bildwiederholfrequenz von 70 Hz und einer Graustufendarstellung. Deswegen die Aufforderung an alle Hersteller, endlich die Lücke zwischen dem SM 124 und dem SM194 auszufüllen. Dies müßte, einschließlich der benötigten Grafikkarte, doch für unter 1500 Mark zu verwirklichen sein. Daß auf dem ST-Markt gerade für eine solche Kombination eine grosse Nachfrage besteht, dürfte klar sein, denn welcher Heimanwender hat schon das Geld und den Platz für einen der oben angesprochenen »bunten Riesen«?

Jürgen M., Königswinter

Genügend Spiele

Sie gaben die Frage weiter, was die Leser davon halten, den Spieleteil auszuweiten. Nun, für mich möchte ich die Frage so beantworten: Ich habe TOS abonniert, so wie sie ist -ohne ausführlichen Spieleteil.

Karl H., Langenzersdorf, Österreich

TOS: Im deutschsprachigen Raum hat sich das Image von Atari schon sehr gewandelt. Interesse an Spielen für den ST ist da, obwohl wesentlich mehr Spiele für MS-DOS-kompatible Computer und Amiga verkauft werden, als für den ST. Ein Änderung des Spieleteils: In Zukunft präsentieren wir Ihnen mehr Spiele für den monochromen Monitor.

TT - TiTanic

Wie es scheint, sind die Entwickler des TTs nicht ganz über den heutigen Markt orientiert. Die Pseudo-VGA-Auflösung mit Colormonitor beeindruckt nicht sehr, verglichen mit den Produkten der PC-Weit, wo sich Super-VGA bzw. XGA bereits etabliert haben. Auch das Design des TTs läßt einige Fragen offen. Das Gehäuse ist so ausgelegt, daß nicht einmal der Monitor darauf Platz findet. Ganz zu schweigen von der Idee mit der fixen 48 MByte Festplatte. Der Festplattenspeicher im TT kann auch nur extern erweitert werden, wobei das Angebot vom ST sehr verlockt, jedoch kommt hier das Problem auf, wo stelle ich die Platte hin? (vielleicht den Monitor auf die Platte, die wiederum neben dem Schiff steht?)

Im Punkte ST-Kompatibilität hat Atari mit seinem neuen Flaggschiff (TT - TiTanic) einen Volltreffer gelandet. Es läuft mehr Mac-Software auf dem ST emuliert als ST-Software auf dem TT. Was soll das?

Bei solchen Ergebnissen hätte man sich gleich den langsamen ST-Speicher sparen können.

Aber das Betriebssystem ist echt super! Jaja, ein paar neue Icons, erhöhte Anzahl der gleichzeitig geöffneten Fenster und sonst noch etwas MUFF (aus c't: Mäuse- und Fenster-Firlefanz) - und die User sind wieder happy, denn sie haben die brandneue TOS-Betriebssystemoberfläche. Was sich aber bei der Konkurrenz tut, schert keinen. Multitasking ist zwar ganz nett, aber wir bleiben lieber bei den Alt-bewährten Accessories. Zuguterletzt wird Atari seinem Slogan »Wir machen Spitzentechnologie preiswert« untreu. Der Preis des TT stimmt bei weitem nicht, denn um soviel Geld kaufe ich mir lieber das Original, von dem Atari abkupfert - den Mac.

Andreas Wintersteiger, Linz, Österreich

Leserbrief des Monats: Einen Füllhalter »Parker Duofold« im Wert von 425 Mark erhält Andreas Wintersteiger aus Linz für seine originellen Bemerkungen zum TT. Wir sind zwar nicht in allen Punkten seiner Meinung - so stimmen wir ihm darin nicht zu, daß auf dem TT mehr Mac- als ST-Software läuft oder daß der TT vom Mac abgekupfert ist. Jedoch brauchen die in Leserbriefen geäußerten Meinungen sich nicht mit der der Redaktion zu decken.

Der Feind des Guten

Den Jahreswechsel nahmen wir zum Anlaß, das Konzept der TOS zu verbessern. Das Wichtigste: Zu Personen und Firmen der TOS-Welt und zu neuen Entwicklungen bei Soft- und Hardware dürfen Sie noch mehr aktuelle Informationen erwarten. Auch über neue Trends aus der Public-Domain- und MIDI-Szene werden wir verstärkt berichten. Produkte, die eine breite Anwenderschar ansprechen, unterziehen wir künftig ausführlichen Intensivtests. Om trotzdem über eine breite Produktpalette zu informieren, besprechen wir mehrere spezielle Programme und Geräte in prägnanten Kurztests.

Als Belohnung für alle fleißigen T0S-Sammler gibt's ein kleines Bonbon: Wer alle Ausgaben des Jahres 1991 nebeneinander aufstellt kann sieh an dem farbenprächtigen Atari-Logo mit der Angabe des aktuellen Jahrgangs erfreuen.

Ihr Paul Sieß. Textchef

Gesucht: PD-Mailbox

Zum Thema Public-Domain ist in Ihren Leserzuschriften vieles zu lesen, was leider der traurigen Wahrheit entspricht. Aus diesem Grunde möchte ich den Vorschlag eines Lesers aufgreifen und anregen, die von ihm erwähnten PD-Mailboxen einzurichten. Um möglichst vielen Interessenten die Möglichkeit der Nutzung einzuräumen, halte ich es für sinnvoll, im Gegensatz zu den bisherigen Mailboxen, eine solche einzurichten, die mit der kostengünstigen 0130-Vorwahl angewählt werden kann.

Holger K., Bochum

TOS: Eine interessante Idee. Wie stellen Sie sich die Zahlungsweise und die Preisgestaltung vor?

PD-Misere

Jedem steht es frei, sich die gewünschte PD-Software auf dem preisgünstigsten Weg zu besorgen. Ein Weg ist die angesprochene Mailbox. Dieser hat allerdings einen kleinen Haken. Wenn man in einer Mailbox drin ist, stellt man fest, daß die Downloadzeit nicht ausreicht, um das begehrte PD-Programm auch zu überspielen. Außerdem existiert die Möglichkeit, den Autor direkt anzuschreiben. Doch dabei gibt es eine Hemmschwelle, die keinesfalls gering eingeschätzt werden sollte (»Nachher schreibt mich der Autor an und erinnert mich an die Registrierungsgebühr«). Außerdem dürften sich die PD-Autoren bedanken, wenn alle Wünsche nach dem Programm an sie gingen. Und hier fängt die Katze langsam an, sich in den Schwanz zu beißen. Einerseits wollen die PD-Autoren den Anwendern kostengünstig Software zur Verfügung stellen und andererseits soll dieses nicht über PD-Versender geschehen. Aufgrund dieser Umstände kann eine Lösung des Problems nur in der Zahlungsmoral (»Registrierungsgebühr«) seitens der Anwender liegen. Und gerade um diese ist es im ST-Bereich schlecht bestellt, was nicht zuletzt die Verkaufszahlen kommerzieller Software im Verhältnis zu den umgesetzten Geräten beweisen.

Joachim S., Verl

PD-Handel nur gegen »Schutzgebühr«

Als Autor vieler PD-Programme (Spaceball, Seven Little Horrors...) möchte ich Ihnen eine Idee zum Thema mitteilen, die allen Seiten gerecht werden könnte.

Die übliche Aufforderung um »eine kleine Spende« in den PD-Programmen entfällt. Dafür entrichten die gewerblichen Händler eine einmalige »Schutzgebühr« (ca. 10 bis 100 Mark) an den Autor und erhalten dafür das Recht, das jeweilige Programm in ihre Serie/Sammlung aufzunehmen und gewerblich zu vertreiben.

Dadurch käme der Autor zu einer kleinen Aufwandsentschädigung, der Vorwurf »Profit Domain« würde nichtig, und die User wären mit dem Kauf der Disketten von Spendenaufrufen befreit. Zusätzlich würde die Verfahrensweise die Qualität der Serien enorm steigern, da die Händler mit Sicherheit sehr genau prüfen würden, für welche Programme sie diese »Schutzgebühr« zu zahlen bereit sind.

Harald Breitmaier, Breitmeier-Munterer GbR, Stuttgart

Virenplage

Als Leser der ersten Stunde möchte ich Ihnen erst einmal ein großes Lob aussprechen, was Layout und Inhalt angeht. Mit großem Interesse und Sorge las ich Ihren Artikel über Viren in der Ausgabe 11/90.

Es hat sich gezeigt, daß selbst aufgeklärte Anwender und Programmierer immer noch nicht verschont bleiben sollen von dieser Plage. Leider habe ich einen professionellen Virenkiller in Ihrem Artikel vermißt - das Antiviren-Kit von G Data. Hat es etwas Besonderes auf sich mit diesem Programm?

Andreas G., Norderstedt

TOS: Die Firma G Data existiert nicht mehr. Das Antiviren-Kit wird inzwischen nicht mehr vertrieben.

Sanfte Tests

Zum Inhalt Eurer Zeitschrift: Wenn er mir nicht grundsätzlich Zusagen würde, hätte ich nicht abonniert. Aber es gibt natürlich auch Kritikpunkte. Ich möchte nur einen herausgreifen: Einerseits tut Ihr sehr kritisch (siehe einige Editorials und der Calamus-Kommentar von Horst Brandl, gut so!), andererseits geht Ihr mit manchen Programmen sehr sanft um. Aktuelles Beispiel: Script II. Da steht doch glatt im Bewertungskasten: Schwächen: keine (!). Und das, obwohl keine Trennfunktion vorhanden ist. Als Witz empfinde ich Euer Lexikon der Computerbegriffe: Eine Zeitschrift, der sowieso eine Diskette beiliegt, mutet Ihren Lesern zu, eine Seite zu zerschneiden und die Zettelchen auf Karteikarten zu kleben! Oder nehmt Ihr das Lexikon selbst nicht ganz ernst? Der knappe und häufig unpräzise, manchmal sogar nicht ganz richtige Inhalt läßt dies vermuten! Also wenn Ihr schon sowas macht, dann richtig, dann auch (oder nur) auf der Diskette, zum Einlesen in eine Datenbank. Genauso erwarte ich eigentlich, das Jahresinhaltsverzeichnis auf einer beiliegenden Diskette zu finden.

Gerd K., Paderborn

TOS: Da wir es für praktischer halten, die Begriffserklärungen stets neben dem Computer griffbereit zu haben, bieten wir das Lexikon in gedruckter Form an. Zusätzlich werden wir es später als Datenbankanwendung veröffentlichen.

Turbo-Packer

Vielen Dank für die von Ihnen erteilte Genehmigung zur Verwendung des Turbo-Packers. Mit Hilfe des Turbo-Packers konnte der Lieferumfang von »Leonardo« um Druckertreiber für den HP-Laserjet und den Atari-Laserdrucker erweitert werden.

Thomas Vervost, Produkt-Manager, Data Becker GmbH, Düsseldorf



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