Editorial - Installation durch Kommunikation

»Jeder brät die eigene Wurst«

Zu einem gut ausgestatteten Computersystem gehört auch ein Drucker oder ein Modem. Für den einen oder anderen Anwender ließe sich diese Liste beliebig verlängern. Leider ist das Gerät schneller gekauft, wie anschließend installiert. Da wird dem Kunden einiges zugemutet, er wird mit Ausdrücken bombardiert, die nur ein echter Computerfreak richtig deuten kann. Computer und Peripherie werden immer intelligenter. Beispielsweise stellte ein etablierter Druckerhersteller seine Pressekonferenz unter dieses wichtige Thema und präsentierte, wie vermeintlich einfach seine Drucker zu installieren wären. Meldungen, wie »Diablo 630« halte ich allerdings immer noch für kryptisch, da ändert auch ein tolles LC-Display nichts.

Warum setzen sich Computer- und Druckerhersteller nicht an einen Tisch und einigen sich auf eine Kommunikation zwischen diesen Geräten? Technisch ist das ganze kein Problem. Der Drucker meldet nach dem Einschalten dem Computer oder einem Anwenderprogramm seine Spezifikationen. Das Programm lädt daraufhin automatisch den entsprechenden Druckertreiber.

Ein anderes Beispiel bietet sich aus dem Bereich der Datenfernübertragung an. Warum meldet sich eine Mailbox nicht mit den nötigen Spezifikationen, beispielsweise »2400/8/N/1«. Trivial für einen Programmierer, mit seinem DFÜ-Programm diese wenigen Daten richtig zu empfangen und darauf zu reagieren. Dabei sind auch die Modem-Hersteller angehalten, ihren Geräten eine Standard-Einstellung zu implementieren, die unmittelbar nach dem Aufbau der Telefonverbindung in jedem Fall einen Datenaustausch erlaubt.

Computer- und Peripherie-Hersteller, Mailboxbetreiber und DFÜ-Software-Programmierer - die Liste ließe sich lange fortsetzen -, sind aufeinander angewiesen: Wo bleibt die Kommunikation?

Herzlichst, Ihr Horst Brandl, Chefredakteur


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