Atari-Messe konzentriert: Promarkt-Hausmesse in Gräfelfing

Wer die Atari-Messe in Düsseldorf nicht besucht hatte, konnte am 5. und 6. Oktober in Gräfelfing bei München die Neuheiten wichtiger Firmen ausgiebig testen.

Der Promarkt rief, und alle kamen. Rund zwölf im Atari-Bereich bekannte und namhafte Firmen schickten ihre Vertreter für zwei Tage nach Gräfelfing bei München, wo der Elektro-Markt und autorisierte Atari-Systemfachhändler eine große Zweigstelle unterhält. Im Obergeschoß eines Nebengebäudes zeigten die Firmen auf ca. 200 Quadratmetern den interessierten Besuchern ihre aktuelle Soft- und Hardware. An den meisten Ausstellertischen konnte man bei Gefallen das entsprechende Produkt auch gleich kaufen.

Am Tisch von Compo konzentrierte sich das Interesse auf die »That's«-Programmreihe, vorrangig auf die Textverarbeitung »That's Write«. Die Datenbank-Anwender konnten das in TOS 8/90 vorgestellte »IDA« im Einsatz erleben. Den Renner der Düsseldorfer Messe gab's bei Application Systems zu sehen: Das relationale Datenbank-System »Phönix« bietet maximal acht gleichzeitig geöffnete Datenbanken mit je bis zu zwei Milliarden Datensätzen. Farbiges Desktop Publishing zeigte das Münchner Belichtungsstudio DTM: Calamus SL/SLC läutet auf dem ST eine neue DTP-Ära ein und arbeitete auf der Promarkt-Hausmesse problemlos.

Die Hauptattraktion bei Vortex war der AT-Emulator »ATonce«. Für den richtigen Anschluß eines Pocket-Computers an den ST bot Yellow-Computing zahlreiche Lösungen. Das Hauptinteresse bei Omikron konzentrierte sich auf den Desktop-Butler »Mortimer« sowie die Datenverwaltung »Easybase«. Praxisbezogene Business-Anwendungen zeigten C.A.S.H. GmbH und Bavaria-Soft.

Auch der Veranstalter war mit einem Tisch vertreten. Hier konnte man neben Atari-Aufklebern und Prospekten auch einen 24-Nadel-Drucker ergattern - wenn man bei einer Verlosung gewann. Wer im Rahmen eines Messeangebots 7498 Mark auf den Tisch legte, konnte seinen TT mit 4 MByte RAM und einer 48 MByte-Festplatte gleich mitnehmen.

Die Aussteller waren zufrieden. Carsten Kraus von Omikron-Software: »Ich hätte nicht gedacht, daß soviele Leute kommen. Erstaunlich auch die ausgewogene Mischung aus Anfängern und langjährigen Anwendern.«

Auch der Veranstalter war mit der Besucherzahl zufrieden. Ob es nächstes Jahr wieder eine Hausmesse geben wird, steht allerdings noch nicht fest.


Thomas Bosch
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