Leserbriefe

Die Seite des Händlers

Ihren Artikel zum Thema »Profit Domain« habe ich sehr interessiert gelesen. Es ist erfreulich, daß sich endlich einmal eine Firma mit dem leidigen Thema Public Domain befaßt. Dies beweist mir die Unabhängigkeit Ihres Magazines.

Leider habe ich auch Grund zur Kritik an Ihrem Artikel. Es stimmt zwar, daß man als PD-Versender Disketten zum Preis von 1 Mark und weniger einkauft; es stimmt aber nicht, daß man an einer verkauften Diskette 7 Mark verdient. In Ihrer Rechnung sind weder der Anzeigenpreis (so investierte der PD-Pool alleine in den letzten sechs Monaten ca. 150000 Mark für Werbung, um die monatlichen PD-Programme vorzustellen, und dazu noch unsere eigene Werbung) noch die Produktionskosten des Kataloges enthalten, den wir, im Gegensatz zu einer in Ihrem Bericht getesteten Firma, nicht aus copyrightverletzenden Kopien herstellen, sondern in mühevoller Kleinarbeit am Rechner erstellen. Diese Kosten belaufen sich bei einer Auflage von 2000 Katalogen auf ca. 8000 Mark. Da dieser Katalog auch noch kostenlos an alle Interessenten versandt wird, kommen noch einmal ca. 2 Mark pro Katalog auf uns zu. Beim Versand der PD-Bestellungen, bei dem wir bis auf die Nachnahme auch sämtliche Kosten übernehmen, kommen noch einmal 2 bis 4 Mark hinzu. So kommt alles in allem ein durchschnittlicher Diskettenpreis von 4 bis 5 Mark für den Händler heraus. Da wir Disketten zu 6 bzw. 8 Mark verkaufen und darauf noch einen Mengenrabatt gewähren, können Sie ja mal ausrechnen, was dann noch für einen Betrieb mit zwei haupt- und einem nebenberuflichen Mitarbeiter übrig bleibt. Wie in jedem anderem Gewerbe auch gibt es natürlich schwarze Schafe, die sich mit illegalen oder heimtückischen Praktiken bereichern wollen. Diese gilt es auch in unserem Interesse auszumerzen. Dieser Brief soll in keinster Weise Eigenwerbung oder dergleichen sein, wir wollen Ihnen nur einmal die Seite eines PD-Händlers darstellen und unser Zahlenmaterial vorlegen, damit Sie sich darüber einen Einblick verschaffen können.

Torsten Duffner, Duffner's PD-Center, Endinger

Einseitig und undifferenziert

Ich betreibe seit nunmehr ca. 5 Jahren den professionellen Vertrieb von PD-Software. Ich habe auch bereits viele kritische Artikel gelesen, die sich mit der Problematik des PD-Vertriebs beschäftigen. Einen dermaßen einseitigen und undifferenzierten Beitrag wie »Profit Domain« habe ich jedoch bisher noch nicht vorgefunden.

Warum ist es nicht leicht mit einem PD-Vertrieb großen Profit zu machen, wo man doch an einer Kopie lt. Aussage in Ihrem Artikel bereits 6 bis 7 Mark verdienen kann? Ein geeignetes Mittel, den Interessenten auf mich aufmerksam zu machen, ist die sog. Anzeigenwerbung. Um Ihnen einmal konkrete Zahlen an die Hand zu geben, hier ein Beispiel: eine halbe Seite, einfarbig, kostet 1950.- Mark zuzügl. Umsatzsteuer. Wenn ich also eine derartige Anzeige schalte, muß ich bei einem durchschnittlichen PD-Diskettenpreis von 7 Mark ca. 379 Disketten verkaufen, um nur die Anzeigenkosten wieder rein zu bekommen. Man muß entsprechende Räumlichkeiten anmieten, in denen die Bearbeitung und der Versand der eingehenden Bestellungen vonstatten gehen kann. Weiterhin muß entsprechende Hardware angeschafft werden, um die Bestellungen zu bearbeiten. Besonders die Diskettenlaufwerke müssen ständig erneuert werden, um unnötige Reklamationen zu vermeiden. Weiterhin muß der Steuerberater bezahlt werden. Außerdem sollte man auch die Ansprüche des Finanzamtes nicht vergessen. Die Bestellungen müssen zur Post gebracht werden. Dadurch entstehen Fahrtkosten.

Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen sagen, daß ein professioneller PD-Versand ca. 60 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Dabei benötigt man für das eigentliche Kopieren der Disketten mit Sicherheit am wenigsten Zeit. Jedes neue PD-Programm muß auf Lauffähigkeit überprüft werden. Jede neue Diskette ist auf Viren zu überprüfen und ggf. zu behandeln. Jedes Programm ist in einer entsprechenden Dokumentation aufzunehmen. Auch das Zusammenstellen von Paketen ist nicht mal eben zu erledigen.

Nach den bisher gemachten Ausführungen erkennen Sie vielleicht, wie schwierig es ist, als Unternehmer mit einem PD-Vertrieb den großen Profit zu machen.

Jutta Ohst, Ohst-Software, Jüchen

Vielbeachtet: Vergleichstest und Bericht über PD-Händler in der Ausgabe 8/90.

Werte Kollegen,

Ihr Artikel »Profit Domain« enthält falsche Tatsachen, verschweigt wichtige Informationen und ist in einem Schreibstil verfaßt, der auf die Absicht hindeutet, uns absichtlich schlecht zu machen. Der Zusammenhang zwischen diesem Artikel und der Konkurrenzsituation der TOS mit unserer Zeitschrift, der diese Sammlung und der Service entstammt, liegt nahe.

Falsch ist der hinterlassene Eindruck, unsere Disketten wären einseitig. Ebenso falsch ist, daß Autoren nur schriftlich über die Aufnahme informiert werden; sie erhalten mehrere PD-Disketten. Der von Ihnen zitierte Autor erhielt diese sogar persönlich.

Sie verglichen uns mit PD-Händlern, was wir nicht sind. Völlig unberücksichtigt ließen Sie, daß wir diese Serie, die, wie Sie bereits feststellten, die beliebteste unter Insidern ist, zusammenstellen, wobei wir aus der Unmenge von Einsendungen die besten Programme heraussuchen, Demos, eingeschränkte und nicht lauffähige Versionen herausfiltern, die Serie pflegen, updaten und rechtlich dafür geradestehen. Im übrigen ist unsere Serie die einzige der erwähnten, die ihre Disketten ausschließlich aus Einsendungen anderer PD-Autoren zusammenstellt und nicht aus anderen Sammlungen zusammenmixt oder gar Disketten anderer Serien komplett übernimmt. Der von Ihnen kritisierte Preis ergibt sich aufgrund des von uns betriebenen Aufwands, diese Serie zu gestalten und am Leben zu halten, was im krassen Gegensatz zum Aufwand eines PD-Händlers steht, der sich lediglich auf die Arbeit anderer stützt.

Redaktion ST-Computer, Maxon, Eschborn

TOS:

  1. Die uns zugesandte Diskette war einseitig formatiert.
  2. Der Fastcopy-Autor Martin Backschat wurde nur schriftlich informiert und erhielt keine PD-Disketten.
  3. Wir stellten nicht fest, daß die Maxon-PD-Serie die beliebteste ist, sondern zu den beliebtesten zählt.
  4. Wir versichern, daß wir nie die Absicht hatten, bestimmte Händler »schlechtzumachen« - auch nicht, wenn sie mit einer Konkurrenzzeitschrift verbunden sind. Wie diese Stellungnahmen zeigen, entstand bei mehreren Händlern der Eindruck, sie hätten in diesem Vergleichstest besonders schlecht abgeschnitten - eine Tatsache, die unsere Versicherung belegt. 5.Wir wissen, daß ein Händler, der PD-Programme selbst auswählt, zusammenstellt und updatet, wesentlich mehr Arbeit leistet, als einer, der nur fremde Serien kopiert. Dies wurde auch im Artikel »Profit Domain« unter dem Stichwort »Trittbrettfahrer« angesprochen.

PS.: Um die Befürchtung einiger PD-Händler zu zerstreuen: Die TOS bzw. der ICP-Verlag hat nicht vor, in's Public-Domain-Geschäft einzusteigen.

Viel Resonanz auf »Profit Domain«

Unsere Berichterstattung zum Thema »Public Domain« löste ein vielfältiges Echo aus. Aus den zahlreichen Leserzuschriften präsentieren wir hier die interessantesten. Außerdem geben wir drei PD-Versendern Gelegenheit, ihre Situation ausführlich darzustellen.

Wir begrüßen die Arbeit seriöser PD-Händler. Sie verschafft den Anwendern Übersicht und schnellen Zugriff auf das aktuelle Software-Angebot. Es ist unbestritten, daß dem PD-Händler Kosten für's Kopieren, für Werbung und Verwaltung entstehen. Allerdings kommen andere Branchen, zum Beispiel der Versandbuchhandel, bei vergleichbaren Kosten für Werbung und Verwaltung mit wesentlich geringeren Gewinnspannen aus.

Tatsache ist, daß viele Programmierer sich über den Tisch gezogen fühlen. Ihnen bleibt neben dem Entwicklungsaufwand die umfangreiche Arbeit des Software-Supports, vom Gewinn, der mit ihrer Arbeit erzielt wird, sehen sie nichts. Dabei sitzen die Händler mit den Programmierern im selben Boot: Wenn die Entwickler auf Dauer unzufrieden sind, schreiben sie keine PD-Programme mehr oder untersagen den Handel - die Händler verlieren ihre Ware.

Nur wenn beide ihre Interessen auf faire Weise gewahrt sehen, entsteht ein großes Angebot an hochwertiger Software. Und gute, preiswerte Software ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, daß die Verbreitung des ST weiter wächst.

Ihr Paul Sieß, Textchef

Marktlücke geschlossen

Als erstes möchte ich Euch zu Eurer Zeitschrift gratulieren. Mit TOS habt Ihr eine, nach meiner Meinung, große Marktlücke auf dem Computer-Zeitschriftenmarkt gefüllt. Endlich gibt es eine Zeitung mit Diskette zu einem wirklich fairen Preis. Bei anderen Zeitschriften konnte man zwar Disketten nachbestellen, doch war der Preis (meist doppelt so hoch wie Eurer) nicht immer angemessen. Einige »nur Disketten-Zeitungen« haben mich gänzlich enttäuscht, denn auf ihnen waren meist überhaupt keine Programme vorhanden. Auch mit dem Papier habt Ihr eine wirklich gute Wahl getroffen. Wenn ich es mit so manchen Amiga-Zeitschriften, zum selben Preis, ohne Diskette, vergleiche, könnte man meinen, sie seien auf ungebleichtem WC-Papier gedruckt.

Doch auch eine Kritik habe ich bei Euch anzumelden: Zu dem Hardware-Artikel »Wo freie Bits sinnvoll walten«. Hier hätte der Autor doch wohl eine kleine Platine entwerfen können, damit auch die nicht so guten Bastler in den Genuß einer solchen Schnittstelle kommen. Denn der Drahtverhau, den Ihr da anzubieten habt, ist, gelinde ausgedrückt, eine Zumutung! Kaum eine Verbindung läßt sich vom Anfang bis zum Ende verfolgen. Ansonsten, nur weiter so.

Zur PD-Frage: Ich finde es eine Unverschämtheit, was sich manche PD-Anbieter herausnehmen. Und das allein für den Kopieraufwand. Wenn der Autor wenigstens am Gewinn beteiligt wäre, würde ich die Preise vielleicht noch akzeptieren, doch dann ist der Sinn der PD- Software, nämlich daß sie umsonst ist, verloren.

Jörg R., Arnsberg

TOS: Der Fädel-Plan befindet sich als Grafik auf der TOS-Diskette zu dieser Ausgabe. Eine Platine hat der Autor deshalb nicht entworfen, weil er die Bastelei als Ausgangsbasis für Schaltungen wie A/D-Wandler und dergleichen sieht. Dennoch bemühen wir uns verstärkt darum, Basteleien mit Layouts zu veröffentlichen.

PD-Versand notwendig

Zu Ihrem Beitrag »Profit Domain« und den dazu gewünschten Lesererfahrungen folgende Meinung: Den Vertrieb von Public Domain Software über seriöse PD-Händler halte ich für notwendig und erwünscht. Woher sollte ich sonst schnell und preiswert an die gewünschten Programme kommen oder über das bestehende Sortiment informiert werden? Bei meinem PD-Versender in Euskirchen (übrigens auch ein Mitglied im PD-Pool) zahle ich pro Diskette je nach Abnahmemenge zwischen 2,50 Mark und 4 Mark. Die Ware wird umgehend geliefert, die manchmal notwendigen Reklamationen oder Anfragen schnellstens bearbeitet. Leider tauchen in Ihrem Test nur teure Anbieter auf. Eine Fortsetzung des Tests mit weiteren PD-Versendern wäre wünschenswert. Ansonsten kann ich Ihnen zu Aufmachung und Inhalt von TOS nur gratulieren.

Berthold M., Mechernich-Firmenich

Viel Interessantes im Sommerloch

Eine große und erfreuliche Überraschung: endlich eine ST-Zeitschrift, die keine Sommerpause macht, wie einige andere. So kann man sich auch im Schwimmbad ein Bild von den neuesten Anwendungen, Erfindungen und Programmen etc. machen. Ein großes Lob auch für Eure Kurse zum Lernen, Malen und Schreiben: Alle Arten von Programmen werden durchgenommen, für jeden ist so sicher eine Möglichkeit zum besseren Verständnisgegeben. Nur weiter so! Es gibt noch viele Programme, für die eine solche Einführung sehr nützlich wäre. Und endlich auch eine Zeitschrift, die Omikron-Basic beachtet und sich nicht nur auf GFA-Basic stürzt.

Zum Thema Preise von Public Domain noch ein Wort: Sicher ist der Preis für eine gewisse Datenmenge sehr entscheidend bei der Auswahl seines Public Domain Händlers. Aber ein weiterer Faktor ist auch die Aktualität, d. h. die Version des gelieferten Programmes. Die meisten PD-Händler führen wohl jahrelang längst veraltete Versionen, auch wenn neuere längst für PD zu haben sind. Und auch dem Programm Schreiber, der auf seine Shareware-Gebühr wartet, kann ein Vertrieb von alten Versionen nicht recht sein: Mancher Probe-Gucker wird veraltete Programme nur verärgert löschen und nicht zahlen, weil das Programm nicht gefällt oder noch Fehler aufweist. Spaßeshalber habe ich ausprobiert, welcher Versand eine neue Version eines PD-Spieles hatte. Mehrere Verkäufer schickten ungerührt eine alte, nur MAXON-Computer aktualisiert wohl seine PD-Kartei. Janine Müller, Oberursel/Ts.

TOS: Vielen Dank für die Anerkennung. Die Gestaltung der TOS richtet sich nach den Wünschen unserer Leser. Deshalb die Frage an alle: Zu welchen Anwender- und Programmiererthemen wünschen Sie neue Kurse?

Die Kleingedruckten beachten

Zu Beginn meiner »Karriere« als PD-Anwender habe ich auch oft den Fehler gemacht, auf die Werbung der großen Anbieter zu vertrauen und bin dafür mit langen Wartezeiten und hohen Preisen bestraft worden. Inzwischen kann ich jedem Nutzer von PD-Software nur raten, in den Kleinanzeigen nach dem geeigneten Anbieter zu suchen. Diese zeichnen sich durch niedrige Preise (unter 4 Mark) bei sehr gutem Service aus. Die Lieferung erfolgt schnell und unkompliziert, es werden viele verschiedene Serien angeboten, und bei Reklamationen beißt man nicht auf Granit. Wenn der Handel mit PD-Software überall so ablaufen würde, sollte sich kein Programmierer beklagen, denn er findet auf einfache und preisgünstige Art und Weise die gewünschte Verbreitung. Also, achtet auf die »Kleingedruckten«.

Oliver M., Lehrte

Vernünftiges Fair-Play

Wie immer, wenn ich einen Beitrag von der Machart »kritischer« Auseinandersetzung mit dem Marktgeschehen im Computerblätterwald lese, laufen mir eiskalte Schauer über den Rücken. So gut mir die Idee erscheint, unseren Zeitgenossen von der handelnden Zunft immer mal wieder zu bestimmten Jahreszeiten mahnend auf die Finger zu klopfen, so gewinne ich gegen Ende solcher Berichte immer wieder den Eindruck, daß es eigentlich um jedes Blatt hiermit bedruckter Meinung und Berichterstattung schade ist. Machen wir uns nichts vor: Schwarze Schafe wird es immer wieder in jeder Branche geben. Bedauerlicherweise ist auch ein Zeitungsmacher von eben diesen »Schwarzen Schafen« irgendwie abhängig, und sei es bloß bei der Schaltung diverser Inserate, die dann und wann mal eben besser oder eben nicht so gut ausfallen.

Bedauerlicherweise kann dann also Berichterstattung über solche und ähnliche Themen nie ernsthaft unterbindend oder ermahnend und abschreckend wirken. Es bleibt also immer wieder bei der gleichen verniedlichenden und verharmlosenden Anmerkung zum Geschehen. Anders als bei allen anderen Blättern fällt umso positiver ins Gewicht, daß ausnahmsweise die scheinbar geschädigten PD-Autoren, (bedauerlicherweise nur die populärsten), ein einziges Mal ihre Meinung kundtun konnten. Aber? Wo blieb der Knalleffekt? PD-Händler werden auch morgen noch zu gleichen oder vergleichsweise höheren Kursen mit dem geistigen Gut Dritter schwunghaft Handel treiben, PD-Autoren werden auch weiterhin ihre Software in Umlauf bringen, und auch Zeitschriften werden weiterhin für eben dieses geistige Gut Dritter heftig zur Kasse bitten. Ich als Anwender von PD sehe mich über den Tisch gezogen, tatsächlich zweimal zur Kasse gebeten zu werden, wenn ich einerseits dem Versand oder Händler seine teilweise recht überzogenen Preise abnehme und dann auch noch jedem Autor einen angemessenen Beitrag als Aufwandsvergütung zukommen lassen soll.

Mein Lösungsvorschlag, bzw. einer der möglichen wäre, statt sich als PD-Autor den wenigen noch vorhandenen Zeitschriften anzudienen, oder sich den Händlern an den Hals zu werfen um ihr Programm publiziert zu sehen, an die zahlreichen und beinahe für jeden zu erreichenden Mailboxen heranzutreten und dort abzuladen, was ihrem ST entsprungen ist, um dann wenigstens einmal auf seriösem Wege und ohne Bettelei oder etwaige Drohungen im Logo des Programms eine gerechte Aufwandsentschädigung zu erlangen. Ich stelle mir z. B. vor, daß das Aufwandshonorar sich bei 15 Mark bereits begrenzt und dann wie bisher alle weiteren Leistungen wie Update, Listing in Source-Code gegen Leerdiskette, ausführliche Anleitungen etc. bereits mit einschließt.

Sollten dann wenigstens 33 Prozent aller erreichten Anwender ehrlich genug sein, um Leistungen anzuerkennen, dann könnte ich mir vorstellen, daß die angefallenen Unkosten bereits gewinnbringend umgesetzt sind. Ein vernünftiges Fair-Play sichert auf lange Sicht einen guten PD-Verbreitungsgrad, der jedem gerecht wird.

Werner S., Hannover

PD-Händler von den Programmierern abhängig

Erst einmal herzliche Glückwünsche zu Ihrer Zeitschrift. Hoffentlich bleibt der lockere Schreibstil. Werden Programme getestet, sollten klar die Vorteile und Nachteile aufgegliedert sein. Die meisten wollen doch nicht programmieren, sondern Hilfestellung bei Problemen. Deshalb mehr Seiten für Tricks und Tips zu Programmen. Zur Diskette: mehr Accessories, Tools, Druckereinstellungen usw. Auf Listings kann man verzichten, es gibt genug Zeitschriften, die das vertreiben. Der Anwender möchte Programme haben - auch Demos, die ihm nutzen. Programme wie »Django« sind überfüssig.

Die meisten ST-Besitzer arbeiten mit Textverarbeitung, Datenbank, Grafik usw. Die Disketten können auf über 920 KByte formatiert werden. Listings raus - mehr Programme für Einsteiger und Anwender. Zum Thema Profit Domain: Der Preis für PD-Programme ist für normale Kunden zu hoch. Die Leidtragenden sind eindeutig der Kunde und die Programmierer. Durch Ihren Test kann jetzt der Kunde die billigsten Händler auswählen. Macht weitere Tests, denn es gibt genug Händler. Allerdings wird durch die PD-Händler jedes Programm weit verbreitet.

Warum schreiben die PD-Programmierer nicht den PD-Versendern vor, Disketten dürfen einschließlich Kopieren nicht mehr als 7 Mark kosten? Denn ohne die PD-Programmierer kann kein PD-Versender Geld verdienen. Shareware-Autoren liefern nach unseren Erfahrungen schnell die Disketten-Anleitungen. Auch der Support stimmt meistens. Wie beim »Sagrotan«-Virendedektor.

Bernd F., Mochheim

TOS: Wenn wir die Disketten überformatieren, ist ihre Funktion bei Laufwerken mit geringerer Qualität gefährdet.

Was halten Sie von Gimmiks wie »Django«? Sollen wir weiterhin Listings veröffentlichen, die nicht nur Programmiertricks demonstrieren sondern auch Spaß machen?

Als schlecht recherchiert

empfand ein Autor der Zeitschrift PD Szene den Artikel »Profit Domain«. Wie man es besser macht, zeigt er mit einer zweifellos gelungenen Recherche aus Meyers Enzyklopädischem Lexikon (was will er uns mit diesen Worten sagen?) und einer Sammlung von zum Teil frei gemischten, zum Teil erfundenen »Zitaten«. Wo im kritisierten Artikel spürte er etwa das Stichwort »Unverständnis« auf?

Der leider ungenannt gebliebene Verfasser dieser Zeilen läßt nur eine Frage offen: Welchen Recherchefehler lastet er uns eigentlich an?



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