Premieren und Rekorde: Bericht von der vierten Düsseldorfer Atari-Messe 1990 (Teil 2)

Über 150 Aussteller präsentierten vom 24. bis 26. August brandheiße Neuheiten sowie neue Versionen altbewährter Produkte. Die TOS-Redaktion eilte an allen drei Tagen sechs Mann stark von Stand zu Stand, um für Sie alles Interessante zu entdecken.

Über den TT, den SLM 605-Laser, neue Hardware und über Trends bei Datenbanken, Textverarbeitungen sowie MIDI berichteten wir in der letzten Ausgabe. Diesmal gehts um Programmiersprachen, Business-Software, Utilities, Grafik und Spiele. Und um weitere interessante und zum Teil exotische Geräte: etwa eine Karte für Monochrom-Auflösung auf Farbmonitoren, einen Atomuhr-Empfänger oder Festplatten, denen »Abstürze« nichts anhaben — auch nicht aus 2 Metern Höhe.

DAS GESCHÄFT VORPROGRAMMIERT

Am Stand von Foxware war ein neues Kundeninformations-System zur Computer-unterstützten Auftragsgewinnung und Kunden-Langzeitbetreuung zu sehen, kurz »ASS« (Auftrag-Sog-System) genannt. Die Basis-Software kostet 1000 Mark, das Komplettpaket mit umfangreiche Grafik-Präsentationen, Statistiken und Einführungs-Schulung rund 4500 Mark und liegt damit erheblich unter dem Preisniveau vergleichbarer PC-Produkte.

Malermeistern mehr Freizeit verschaffen will Dipl.-Ing. Thomas Praefke mit der Branchenlösung »Malis«. Im Preis von 3800 Mark ist auch eine Schulung enthalten, die so lange dauern darf, bis der Anwender den Umgang mit der Software verstanden hat.

Auf eine Branchenlösung für Zahnärzte hat sich Ergodent spezialisiert. Das fünfteilige Softwarepaket erleichtert das Praxis-Budget um knapp 8000 Mark (ohne Mehrwertsteuer).

GMa-Soft führte ST-Fibu auf der Messe vor. Das Programm erlaubt schnelles und komfortables Erfassen der Buchungsdaten und liefert umfangreiche Auswertungen vom Journal bis zur Bilanz. ST-Giro, eine Applikation zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs, verfügt über eine Schnittstelle zu ST-Fibu. Diese erlaubt es, Überweisungen direkt anhand der »Offenen-Posten-Buchhaltung« auszustellen und zu verbuchen.

Yellow Computing stellte Transfile ST E500 in der Version 2.0 erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit diesem Programm tauscht der Anwender Daten zwischen dem ST und dem neuen Sharp Taschencomputer PC-E500 aus. Ein leistungsfähiges Programm zum Drucken von Barcodes präsentierte Yellow Computing mit »Barcodeprint ST«.

Stage Microsystems führte »ReProK« vor, das seit der Vorstellung auf der CeBIT'89 in den unterschiedlichsten Branchen für die tägliche Büroarbeit eingesetzt wird. Dieses Büromanagement-Programm ist netzwerkfähig. Für Anwender, die nur zwei STs vernetzen möchten, bietet Stage eine besonders preisgünstige Duo-Lösung an.

RAK-Software zeigte die Version 1.08 seines »TopManager«, der nochmals Erweiterungen erfahren hat. So gibt es jetzt eine direkte Schnittstelle zur Datenbank »Easybase« von Omikron, und auch die bisher noch fehlende durchgeschleifte Warnfunktion wird jetzt über eine Schnittstelle zu »Mortimer« realisiert.

Mit dem erstmals auf der Messe vorgestellten Programm »Megara« will ABAC Ordnung in die Warenflußverwaltung bringen. Megara eignet sich vor allem für den Einzelhandel mit hohen Stückzahlen. Die integrierte Umsatz Voraussage besitzt eine rund 85prozentige Trefferquote. Das Programm kostet 1498 Mark. »Galenus«, ein Abrechnungsprogramm für niedergelassene Ärzte, führte ABAC ebenfalls erstmals auf der Messe vor. Es kostet 2498 Mark.

Henke & Rheingans zeigte ihr bekanntes »SED-DOC«-System, eine modulare Praxisverwaltung für Ärzte. Es enthält Patientenblätter, Formulardruck, Privatliquidation, Quartalsabrechnung, Statistik und Textverarbeitung. Weitere Module sind in Vorbereitung. Die Preise bewegen sich zwischen 400 und 2000 Mark je nach Modul (beachten Sie dazu auch den Anwenderbericht auf S. 74).

Dicht drängten sich die 42000 Besucher auf der diesjährigen Atari-Messe. Welchen Ansturm gibt es erst 1991, wenn Atari seine in der letzten TOS angedeuteten Computer-Pläne verwirklicht?

Ciechowski zeigte sein bekanntes Lohn & Gehalt-System, das weiterhin großen Anklang findet und bisher das einzige von den Sozialversichererverbänden zum automatisierten Meldeverfahren zugelassene Programm zur Lohnabrechnungist. Das Mega-Accessory »CISystem« liegt jetzt in einer erweiterten Version vor.

Wer auf der Atari-Messe eine neue Finanzbuchhaltung suchte, konnte sich bei d$n Firmer CASH, Novo-PLAN und gdat kundig machen. CASH zeigte die Finanzbuchhaltung »Tim II« und die dazu passende Datev-Schnittstelle. NovoPLAN führte die neue Euroversion 4.0 aus der »fibuMAN«-Reihe vor. Die Funktionsvielfalt und df$ durchdachte Programmkonzeption erklären die hohe Attraktivität von fibuMAN.

Viele Besucher erwarben für 148 Mark die Einstiegsversion »1st fibu-MAN«, die NovoPLAN auf den Kaufpreis einer »großen« Fibu anrechnet. Für das Rechnungschreiben bietet NovoPLAN zum Jahreswedhsel das erste Modul der Faktura »faktuMAN« an.

Computertechnik Kieckbusch bietet unter dem Namen »Geo 2000« ein Komplettpaket für Computer Aided Design an, Dazu gehört ein ST im Towergehäuse mit Großbildschirm und das CAD-Programm »CADja«. Die neue Version 1.3 von CADja (998 Mark) verfügt über eine flexiblere Koordinateneingabe und CAM-Anbindung. Für Maschinenbauer ist eine Symbolbibliothek mit 6000 Elementen erhältlich. Das integrierte Softwarepaket »Steve« (Textverarbeitung, Datenbank, DTP) wird momentan auf MS-DOS übertragen. Ein neues Handbuch für Steve vermittelt Tips und Tricks für die Praxis.

Das Statistikprogramm »Stan plus« von EDV-Beratung Weber für 119 Mark stammt von der Universität Erlangen-Nürnberg. Das ausgereifte Software-Paket stellt ein professionelles Werkzeug zur Analyse und aussagekräftigen Aufbereitung statistischer Daten dar.

PROGRAMMIERSPRACHEN UND UTILITIES

Der »Fast Filemover« von First GbR ist ein superschnelles Kopierprogramm speziell für den Festplattenbetrieb. Bei Kopiervorgängen zwischen zwei Partitions arbeitet der Fast Filemover sechsmal schneller als TOS 1.4. Das Programm eignet sich ganz hervorragend zum Anfertigen von Festplatten backups auf Wechselplatten.

EDV-Beratung Weber's »Quick-Screen« beschleunigt jede Bildschirmausgabe des Atari ST. »Harry« hilft bei der schnellen Ausgabe von Hardcopies auf Ihrem Matrixdrucker. Das Tool »Sim III« (45 Mark) friert auf Knopfdruck den gesamten Computerspeicher auf der Festplatte ein. Sim III gestattet das Umschalten zwischen maximal neun virtuellen STs.

Auf dem Stand der Firma Wohlfahrtstätter fanden Omikron-Basic-Programmierer eine neue Dialog-, Menü- und Objektbibliothek namens »OMLib Professional«. Diese ist eine komplette Sammlung von über 100 Prozeduren und Funktionen rund um GEM. Dem Produkt liegt das Resource-Construction-Set RCSPLUS und ein 60seitiges Handbuch bei. OMLib Professional kostet 129 Mark.

Die Firma Omikron stellte eine neue Bibliothek names »Gameslib« für Omikron-Basic vor. Diese Erweiterung erlaubt es Programmierern, auf einfachste Art und Weise Actionspiele selbst zu schreiben. Gameslib bietet dazu unter anderem rasend schnelle Bewegungen, beliebig viele Sprites in beliebiger Größe, Kollisionsabfrage, Scrolling auch in überdimensionalen Bitplanes und eine Soundmachine-Unterstützung. Gameslib arbeitet nur in Farbe und kostet 99 Mark.

Mit »Mishell« bietet Omikron eine textorientierte Shell mit großem Befehlsumfang an. Mishell erlaubt leistungsfähige Batch program me, in denen sogar GEM-Dialogboxen und Menüs Vorkommen dürfen. Die Shell verfügt über einen Formelinterpreter, Kommando-History, Fernsteuerung über RS232 und läuft auch als Accessory. Der Preis beträgt 129 Mark.

In der Testphase befindet sich zur Zeit die neue Version des Omikron-Basic. Diese ist dann großbildschirmfähig und arbeitet ausschließlich über das VDI. Auch eine spezielle Version für den Atari TT ist in Planung.

Bei Maxon gab es neben dem in dieser Ausgabe getesteten Pascal die Ankündigung von »MultiGEM«, einem Programm, das dem Atari ST das Multitasking.beibringt. Geplant sind bis zu sechs parallel arbeitende GEM-Applikationen, bei denen Sie durch Klick auf das Fenster oder über die Menüleiste die jeweilige Applikation in den Vordergrund holen. Die im Hintergrund liegenden Programme arbeiten weiter. Accessories sollen verfügbar bleiben. Geplanter Liefertermin ist Ende Oktober, der Preis liegt bei ungefähr 129 Mark.

Selten konnte man sich wie hier in aller Ruhe an den Ständen informieren
Atari-Geschäftsführer Alwin Stumpf als Glücksfee beim TOS-Gewinnspiel

Noch in der Produktion ist ST-Prolog, doch wir durften bereits einen Blick daraufwerfen: ST-Prolog ist mit 2500 UPS rund doppelt so schnell wie »Salix Prolog« und sechsmal schneller wie das Public Domain Prolog »Toy«. Gekleidet in eine komfortable GEM-Entwicklungsumgebung, dessen Quelltext dem Produkt beiliegt, enthält es zudem einen Editor, einen leistungsfähigen Debugger und eine Online-Hilfe. Das 298 Mark teure ST-Prolog besitzt Datenbankprädikate und Aufrufe für alle Betriebssystemfunktionen.

Aufsehen erregte Maxon mit seinem Turbo-kompatiblen Pascal

Omega Datentechnik ließ verlauten, daß sie an »C++« für den ST arbeiten. Das Produkt soll eine integrierte Entwicklungsumgebung ähnlich der von Turbo C enthalten, wird allerdings voraussichtlich erst 1991 erscheinen.

Georg Heeg, Spezialist für »Smalltalk«-Systeme, zeigte die auf dem ST verfügbare Produktlinie für Smalltalk. Wie Heeg verriet, ist nicht nur eine spezielle Version von Smalltalk 2.3 für den TT, sondern auch die Anpassung des vor kurzem veröffentlichten Smalltalk 4.0 an den ST/TT geplant. Diese soll auch farbfähig sein.

GFA Systemtechnik zeigte auf der Messe ihre bekannte Produktpalette. Die Firma plant nach Übertragung des »GFA-Basics« auf MS-DOS und UNIX eine spezielle Version für den TT.

Die Firma Easy Rider präsentierte die erweiterte Version 3.0 ihres Assemblers. Er unterstützt den 68030 und alle Coprozessoren. Den neuen Reassembler erweiterte das Team von Easy Rider um viele Funktionen, unter anderem Blockoperationen und Sichern des aktuellen Status.

Borland führte den Messe-Besuchern die aktuellen Versionen von »Turbo C« und »Turbo Debugger« vor. Die Frage nach einem Turbo C++ für den ST beantwortete Borland mit einem offiziellen »Nein«. Dennoch ließen die Programmierer verlauten, daß sie an einem neuen Projekt arbeiten.

Die Firma Bela, bekannt durch ihre qualitativ hochwertigen Hilfsprogramme, präsentierte auf der Messe eine Reihe neuer Produkte. So zum Beispiel »Saldo«, eine leicht zu bedienende Finanzverwaltung für Haushalt, Hobby und Gewerbe. Saldo bietet frei definierbare Steuerkennziffern, Paßwortschutz und eine sortierte Ausgabe nach bis zu vier Kriterien. Als Ausgabeformat steht ein vollständiger Buchungssatz, ein Journal und eine Statistik zur Auswahl.

LogiLex zeigte sein bekanntes »1st Card«, ein Programm zur Konstruktion von Expertensystemen, das in einigen Punkten weiter verbessert und ergänzt wurde. Der Preis liegt weiterhin bei 298 Mark. Außerdem war mit »1st Lock« ein praktisches Verschüsselungsprogramm zu sehen.

Leider ließen sich nur wenige Aussteller solche einfallsreichen und aufwendigen Alternativen zu den eintönigen und wenig attraktiven Einheits-Ständen einfallen. Vielleicht nächstes Jahr, wie wär's?

Das »HDU«, ein bewährter Helfer, hat sich in der Version III zu neuen Leistungen aufgeschwungen. Es unterstützt das Kopieren von Partitionen und ist etwa um den Faktor drei schneller geworden. Das Programm legt beim Backup die Systeminformationen doppelt ab, unterstützt ab TOS 1.4 das Archivbit und zeigt die Inhalte von Partitionen oder Disketten als Baumstruktur.

Von RR-Soft gibt es ab sofort »Help.GFA«, ein Accessory für GFA-Basic, das die Syntax der Befehle auflistet.

imaC-Systemlösungen zeigte ein neues Bedienungssystem für TOS und MS-DOS mit dem Namen »G-Window«. Ursprünglich als Umgebung für die Programmentwicklung konzipiert erweist es sich mit fast beliebig vielen Fenstern, Makroverarbeitung und einem leistungsfähigen integrierten Texteditor für viele einfache Aufgaben als brauchbares System. Zum Lieferumfang gehören die Objekt- und Quelldateien zur eigenen Erweiterung sowie zur Einbindung des Systems in eigene Programme. Der Preis beträgt 129 Mark.

Auf dem Stand der englischen Firma Hisoft fanden Programmierer eine kleine Sensation: Das brandneue »Lattice C« Version 5 zum Messepreis von 300 Mark. Hisoft hat Lattice C komplett überarbeitet und eine echte Konkurrenz zu Turbo C geschaffen. Das Paket umfaßt rund 1200 Seiten Anleitung und sieben Disketten. Darauf befinden sich etwa 5 MByte Bibliotheken, Header-Dateien, Hilfsprogramme, das Resource-Construction-Set WERCS und viele Beispielprogramme.

Die Aussteller des Simula-Teams führten den Besuchern die neue Version 2.1 von Simula für 198 Mark vor. Dem Produkt ist nun eine deutsche Sprachdefinition beigelegt. Eine Sammlung aller Quelltexte aus den wichtigsten Büchern über Simula (Hills, Kirkerud, Pooley, Lamprecht) ist für 15 Mark erhältlich.

GRAFIK, CAD & CO.

Von der finnischen Firma X-Computer stammt das Degas-ähnliche Malprogramm »Spare« für den STE sowie einen Fraktal-Generator namens »Fractal Studio«. Dieses Farbprogramm erzeugt 3D-Fraktale im Cyber Paint-/Cyber Studio-Format.

Ausschließlich für Besitzer von monochromen Monitoren bietet die Firma »Escher«, ein erweitertes Degas-Malprogramm an und »IMG-Edit«, ein Programm zum Bearbeiten gescannter Vorlagen. 3K-Computer-Bild präsentierte ein Modul zum Anschluß des ST an einen Hell-Satzbelichter. Diese Profi-DTP-Ausstattung komplettiert 3K mit den leistungsstarken Epson-Scanner und einem Dia-Belichter von Polaroid. Auf der Software-Seite war neben dem bekannten Lithografie-System Retouche Professional »Sherlook Professional«, ein OCR-Programm, und »Didot Lineart« zu bestaunen. Mit Didot Lineart bearbeitet der Anwender Grafiken, Vektorfonts und Illustrationen.

Shift zeigte neben den bekannten Programmen »Arabesque« und »Themadat« ein Vektorisierungsprogramm namens »Convector«. Das Programm berechnet die Umrisse von Rastergrafiken und stellt sie als vektorisierte Polygonzüge dar. Die relativ schnellen Berechnungen liefern brauchbare Ergebnisse. Leider erzeugt das Programm noch keine Bezierkurven, sondern nur Geraden. Convector kostet 248 Mark.

GiGaSoft zeigte neben dem »Stammbaum ST«, einem Ahnenforschungsprogamm, und dem »Lottomat ST« eine umfangreiche Grafikserie für 98 Mark, ein Signum Font-Paket mit mehr als 50 Zeichensätzen auf sieben Disketten zum Preis von 49 Mark.

ST Profi-Partner präsentierte ihre Grafik-Sammlung »Take Off«, die monatlich um drei Disketten mit IMG-Grafiken zu verschiedenen Themengebieten wächst. Zusätzlich gibt es jetzt Schwerpunktausgaben, beispielsweise zum Thema Schlußverkauf oder Mode. Außerdem wurde das Angebot an Calamus-Fonts vergrößert. Ein neuer Fontkatalog gibt übersichtlich Aufschluß über das Angebot.

»Calahelp« von RR-Soft ist ein Accessory zu Calamus, das über eine Nummer in der Statuszeile eine kurze Erläuterung zu Calamusfunktionen bietet. Dazu gehören Musterdokumente mit vielen verschiedenen Rastern, Rahmen und Einstellungen, um Calamus leichter zu erschließen. Für alle Grafikfans ist das Grafik-Archiv interessant, das im monatlichen Abstand zwei Disketten mit rund 300 Pixel-Grafiken liefert. Eine Probediskette mit Grafiken gibt es für fünf Mark. SciLab zeigte die Version 2.0 von »SciGraph«, dem professionellen Programm zur Präsentationsgrafik.

Im Tabelleneditor wurden Bildschirmaufbau, Speicherverwaltung und Ausgabefunktionen erweitert und verbessert. Die fertigen Grafiken lassen sich jetzt dreidimensional vollständig drehen, Beleuchtung und Perspektive sind frei wählbar.

Außerdem sind eine Menge neuer Zeichenfunktionen zur Nachbearbeitung der Grafiken hinzugekommen. Wichtig hierbei vor allem: Freihand-Bezierkurven und automatische Rundungen, Raster- und Farbverläufe, Ausgabe auf Postscript und Calamus-Format sowie Metafiles mit voller Bezier- und Rasterunterstützung. Der Preis bleibt bei 599 Mark. Neben Sci-Graph war das Statistikprogramm »ST-Statistik« zu sehen, dessen Funktionsumfang zur Datenauswertung voll auf den wissenschaftlichen Bedarf zugeschnitten ist. Der Preis beträgt 348 Mark.

AMS ST von Kemtec wartet mit aussagekräftigen Diagrammen auf
Maxi-Komfort mit Mini-Schaltung: Ein kleines Platinchen von Hard und Soft Herberg, das Sie einfach in Ihren ST einstecken, hält Ihren Computer [auch Megas] nach dem Einschalten solange an, bis die Festplatte bereit ist.
AcoustiX bietet zudem eine Datenübernahme von dem bewährten Akustik-Meßsystem »AMS ST«, einem 19 Zoll-Gerät zum Messen von Frequenzgängen, Impedanzen, Hallzeiten und dergleichen. In der Entwicklung befinden sich diverse Erweiterungen für das AMS, beispielsweise eine Karte zur Phasenmessung oder eine Studio-Karte, die in der Lage ist, Gleichlaufschwankungen, Drift, Spitzenpegel, Geräusch- und Fremdspannungsabstände zu messen. Besitzer von PC/AT-Emulatoren wird die Nachricht erfreuen, daß RTS Elektronik passend zu ihren bekannten Alternativ-Tastenkappen für 20 Mark ein Ergänzungsset an bietet, das alle Tastenkappen enthält, die beim PC abweichend beschriftet sind. Das LC-Overhead-Display Sharp QA-75 verbindet die Invent AG über eine kleine Interface-Box mit dem ST. Mit Infrarot-Fernsteuerung, 640 x 480 Pixel Auflösung, 16 Graustufen, Freeze, Zoom und vielem mehr bietet das QA-75 zum Preis von 4390 Schweizer Franken alles, wonach eine anspruchsvolle Overhead-Projektion von ST-Grafiken verlangt. Weiterhin zeigte die Invent AG ein FAX-Modem »Light-fax 9624« mit passender Software sowie das zur FAX-Bearbeitung bestens geeignete Zeichenprogramm »Infinitus«.
Wer etwas Platz neben seinem ST hat, dem ist das Trackball-Modell von Marconi zu empfehlen
Allen Mäusen den Kampfangesagt hat Marconi wieder mal mit seinem »Trackerball« genannten Trackball-Evergreen (198 Mark). Zeller Computers zeigte neben dem bekannten Raffael ein preiswertes Grafiktablett mit dem Namen »PodsCat«. Zum Preis von knapp 600 Mark wird das Tablett für die weitere Verbreitung dieses Eingabemediums sorgen. Die Steuersoftware ist bei beiden Tabletts gleich, PodsCat verfügt über eine 30x30 cm aktive Zeichenfläche, Raffael ist in wesentlich größeren Ausmaßen zu bekommen. CRP Koruk präsentierte seine bekannten Digitalisiertabletts in den Größen DIN A4 und DIN A3. Außerdem übernimmt CRP ab sofort den Vertrieb von DynaCAD und entwickelt für verschiedene CAD- und Zeichenprogramme, wie beispielsweise den Drafter von Technobox, Steuermakros, die sich über das Tablett abrufen lassen. # VERMISCHTES UND VERSPIELTES Go-Spieler aufgepaßt! Unter dem Namen »Goliath« vertreibt Omikron für 99 Mark das berühmte Goliath-3, das Go-Weltmeister-Programmvon 1989. Gespielt wird wahlweise auf einem 9x9, 133 oder 199-Brett. Für Go-Fans: Goliaths Spielstärke liegt bei rund 15 kyu. Damit ist Goliath der ideale Trainingspartner für alle Spieler. Trade It zeigte eine Reihe von Fremdprodukten, wie die »Logimaus« oder »Repro Studio« und präsentierte unter anderem »Data-lyse«, ein Programm zur grafischen Auswertung von Daten. Bei dem angebotenen AT-Emulator »AT-Concorde« handelt es sich nicht um einen bisher unbekannten dritten Emulator neben AT-Speed (Sack) und ATonce (Vortex), sondern einfach um den letztgenannten mit neuem Namen. Computer Mai stellte »Barcode« vor, ein Druckprogramm für alle gängigen Barcodes. Der Heim Verlag präsentierte mit »Reading Partner« eine Schrifterkennungs-Software. Dynamics Marketing stellte eine Reihe ausgeflippter Joysticks vor. Darunter gab es für jeden Geschmack den richtigen, so für Piloten und für Dauerfeuerfanatiker. Wer der Soft- und Hardware auf der Messe überdrüssig wurde, fand in der Atari-Galerie in Halle 11 Entspannung vom Messetrubel. Prof. Dr. Georg Nees stellte in der Atari-Galerie etwa 70 Exponate ST-Kunst dem interessierten Publikum vor. Nees verwendet selbstgeschriebene Basic-Programme zum Entwurf seiner Bilder.
Computer-Kunst mal zwei: Oben sehen Sie den Stand der Firma »Holographie Roth« [siehe Story in dieser Ausgabe], darunter die Atari-Galerie mit Exponaten von Prof. Dr. Georg Nees.


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