Citizen Prodot 9

Der Prodot 9 aus dem Hause Citizen widerlegt durch seine Leistung das Vorurteil, daß 9-Nadel-Drucker laut und langsam sind und mit ihrer Druckqualität niemanden überzeugen können.

Schluß mit dem Namensverwirrspiel bei Druckern macht Citizen mit ihrer Prodot-Serie. »Pro« steht für professionell, »dot« für Punktmatrix, und die anschließende Zahl gibt über die Anzahl der Nadeln im Drucker Auskunft. Wir nehmen hier den Prodot 9 genauer unter die Lupe.

Die Stärken des Prodot 9 liegen in seiner Geschwindigkeit, seiner Druckqualität und seiner Ausbaufähigkeit

Konfiguriert wird der Prodot 9 entweder per DIP-Schalter, Software oder, wie heute üblich, über ein Bedienfeld an der Gehäuseoberseite. Zu den DIP-Schaltern ist zu bemerken, daß sie frei zugänglich an der rechten Gehäuseseite des Gerätes unterhalb der parallelen Schnittstelle angebracht sind. Es genügt also ein kleiner Schraubendreher oder ein Kugelschreiber, um das Gerät per »Mäuseklavier« voreinzustellen.

Kurzfristige Änderungen während der Arbeit nehmen Sie bequem über das Bedienfeld vor. Die Bedienerkonsole besteht aus vier Folientasten und einer Leiste mit 14 Statusanzeigen. Per LEDs informiert Sie der Drucker beispielsweise, welchen Zeichensatz er gerade verwendet und ob er im Quiet-Modus oder mit der höchsten Geschwindigkeit arbeitet.

An Schriftarten stehen neben dem Draft-Font »Courier«, »Times Roman« und »Sans Serif« als NLQ-Schriften bereit. Wem diese Schriften nicht genügen, rüstet das Gerät mit zusätzlichen Schriftkarten auf. Zur Zeit sind »Prestige«, »Univers« und vier »Codepage«-Fonts für jeweils 148 Mark zu erwerben. Die Fontkarten finden ihren Platz in einem Schacht an der Gehäusefront.

An Zusätzen bietet Citizen übrigens einiges für den Prodot 9. Neben den Schriftkarten sind noch ein automatischer Einzelblatteinzug für 548 Mark, eine serielle Schnittstelle für 148 Mark und ein Farb-Kit für 198 Mark erhältlich. Somit ist sichergestellt, daß sich der Prodot 9 nach den jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen erweitern läßt.

Eine Besonderheit des Prodot 9 ist, daß sich der Traktor sowohl als Schub- wie auch als Zugtraktor verwenden läßt. Durch die Papierpark-Funktion geht der zwischenzeitliche Druck eines Einzelblattes mit dem serienmäßigen halbautomatischen Einzelblatteinzug ohne großen Aufwand vonstatten. Das Papier läßt sich auf drei Arten in das Gerät bringen: von hinten als Endlospapier, von unten als Etiketten und von oben als Einzelblätter. An Emulationen bietet der Prodot 9 zum einen eine Epson FX-und zum anderen eine IBM-Pro-printer-Emulation. Damit versteht sich praktisch jedes Anwendungsprogramm mit diesem Druk-ker. Die Druckgeschwindigkeit ist für einen 9-Nadler sehr gut. Leider stand uns beim Test kein automatischer Einzelblatteinzug zur Verfügung, so daß wir die entsprechenden Werte nicht ermitteln konnten. Auch die Qualität der Ausgabe überzeugt. (uh)

Citizen Europe, Hans-Braun-Str. 50, 8056 Neufarn, Tel. 08165/61091

WERTUNG

Name: Prodot 9
Preis: 1498 Mark
Hersteller: Citizen

Stärken: Hohe Geschwindigkeit □ Traktor als Zug- und Schubtraktor zu verwenden □ DIP-Schalter von außen zugänglich □ erweiterbar

Schwächen: Serienmäßig wenig Schriften

Fazit: Der Prodot 9 überzeugt durch hohe Geschwindigkeit, gute Druckqualität und universelle Ausbaufähigkeit.

Test: Prodot 9 Faktor (ML 320 E)
Endlos Draft: 77 sec. 0,94
Endlos LQ: 209 sec. 0,92
Einzelblatt Draft: - -
Einzelblatt LQ: - -
Grafik: 54 sec. 0,93

Ulrich Hofner
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