Auf der TOS-Diskette: »Airwarrior« - Tollkühne Piloten

Airwarrior macht kommerziellen Flugsimulatoren Konkurrenz -mit Leistungen, die zum Teil selbst teuren Programmen fehlen.

»Airwarrior« Ein PD-Flugsimulator setzt Maßstäbe.

Knapp zwei Jahre hat der Flugsimulator »Airwarrior<< von Kesmai Corp. schon auf dem Buckel und trotzdem verlor er bislang nichts von seiner Popularität. Die Leistungen von Airwarrior brauchen sich vor denen eines kommerziellen Flugsimulators nicht zu verstecken: Bewegte Vektorgrafiken, digitalisierte Geräusche, 15 Flugzeugtypen, ein Bodenfahrzeug, Anfängerund Expertenmodus, mehrere Spieler gleichzeitig, große Instrumententafel und zahlreiche individuell einstellbare Parameter sind nur einige Features, mit denen Airwarrior in der PD-Version 1.1a die TOS-Redaktion überzeugte.

Positiv fällt auf den ersten Blick bereits der »Lieferumfang« auf: Ein 350-KByte-Ordner enthält neben dem eigentlichen Programm und den zugehörigen Datendateien auch ein 138 KByte starkes englisches Handbuch. Airwarrior arbeitet ausschließlich in der mittleren Auflösung.

Das Programm ist wesentlich komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Lesen Sie deshalb vor dem ersten Start das Handbuch, in jedem Fall aber die Datei »COMMANDS.TXT«, die sämtliche Steuerbefehle verrät. Ein Ausdruck zum Nachschlagen empfiehlt sich.

Nach Programmstart befinden Sie sich in einer GEM-ähnlichen Umgebung. In mehreren Pull-Down-Menüs stellen Sie durch Anklicken des jeweiligen Menüpunktes die Parameter auf Ihre Bedürfnisse ein, z. B. Expertenmodus, Empfindlichkeit der Maus oder Treibstoffvorrat. An letzter Stelle steht die Wahl der Flugzeugs oder des Bodenfahrzeugs Jeep. 15 Kampfflugmaschinen warten auf einen Piloten. Anschließend wird das Hauptprogramm geladen, und Sie finden sich im Cockpit Ihrer Maschine bzw. Ihres Jeeps wieder.

Wie bei Flugsimulatoren allgemein üblich, blicken Sie durch die Windschutzscheiben. Über die Funktionstasten können Sie aber auch nach links, rechts oder hinten schauen. Außerdem erreichen Sie hier ein Radarbild. Bevor das Gemetzel beginnt, müssen Sie das Flugzeug starten bzw. den Jeep in Bewegung setzen. Dabei gleicht die Vorgehens weise der Realität: Motoren starten, Startklappen aus-fahren, Gas geben, Bremsen lösen etc. Über zahlreiche Tastenbefehle (ich erinnere nochmals an den Nachschlage-Ausdruck der Datei »COMMANDS.TXT«) bedienen Sie Ihre Maschine. Je nach Flugzeugtyp besitzen Sie viele oder wenige Bomben und Munition. Feindliche Flugzeuge erkennen Sie an der blauen Farbe. Wie beim großen Vorbild führt geübte Handhabung der Maschine zu den tollsten Flugmanövern. Die bewegte Landschaftsvektorgrafik macht alle Manöver mit. Über einen CLI-ähnlichen Modus geben Sie Befehle direkt ein. Bonbon für eingetragene User der US-Mailbox »GEnie«: Über ein spezielles Airwarrior-Brett bescheren sich mehrere ST-Besitzer gleichzeitig tollkühne Luft-und Bodenkämpfe.

Sie finden den PD Flugsimulator auf der TOS-Diskette dieser Ausgabe


Thomas Bosch
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