Editorial - Frischer Wind und volle Kassen

Wenn Sie diese Ausgabe des ST-Magazins in Händen halten, sollte auch der »ST-Book« in den Regalen der Händler stehen — versprach zumindest Atari. Das wäre auch bitter nötig, sahnte doch die rege Konkurrenz mit neuen Produkten kräftig ab.

Da hilft es wenig, wenn Atari beständig von vollen Kassen spricht. Der gut gefüllte Geldbeutel resultiert sicher nicht aus guten Verkäufen der Atari-Computer, sondern eher aus dem gewinnbringenden Verkauf einer Produktionsstätte.

Vorsicht: Wer anfängt, seine Organe zu verkaufen, hat auch Geld, aber... Nun sind zwar die Kassen voll, doch die Lieferprobleme in der letzten Zeit waren unübersehbar. Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang sieht. Darüber hinaus tröpfelten Ataris Neuentwicklungen spärlich und konnten keineswegs immer überzeugen.

Für viele Anwender ist das nicht mehr die Firma Atari, die sie kannten. Wer erinnert sich nicht an die Zeit, als die ST-Serie vorgestellt wurde? Die Geräte waren für damalige Verhältnisse geradezu sensationell preiswert und leistungsfähig. Aber nach und nach holten die anderen Hersteller auf, während man in Ataris Chefetagen tatenlos zusah.

Endlich scheint der Knoten geplatzt, die Markteinführung des ST-Book möglicher Wendepunkt. Die vollen Kassen tun ein übriges, um einen Neuanfang zu erlauben. Der kleine Notebook hat's in sich (siehe Seite 28). Wenn nun noch weitere Produkte folgen, könnte es wieder bergauf gehen und der Wahlspruch — »Power with-out the Price« — wieder Sinn ergeben.

Es gibt viel zu tun...


Uwe Wirth
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