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Blick über den Gartenzaun

Bei Computer-Software und -Literatur hat sich der »Falken-Verlag« einen guten Namen gemacht. Unlängst erst vom Wirtschaftsmagazin »DM« mit Bestnoten für den »Falken Vokabeltrainer« belohnt, legen die Niedernhausener nun mit dem Falken Computer-Lexikon eine Neuauflage des beliebten Nachschlagbandes vor. Von »Abakus« bis »Zylinder« werden auf 310 Seiten die Schlüsselbegriffe der Beschäftigung mit allen Arten persönlicher Computer erläutert.

Für eingeschworene Atarianer eine gute Gelegenheit, einen Blick über den Gartenzaun zu werfen. In anschaulichen und reich bebilderten Artikeln orientieren sich die Herausgeber am verbreiteten IBM-Industriestandard. Zahlreiche Querverweise ermöglichen es, die Geheimnisse zu entschlüsseln, die sich hinter den Begriffen der Computer-Fachsprache verbergen. Ein weiterer Leseanreiz: Viele Peripheriegeräte, z.B. Drucker, arbeiten auch mit dem ST zusammen.

Die Erklärungen zu den Stichwörtern gehen über reines Lexikonwissen hinaus und veranschaulichen technische und anwendungsbezogene Zusammenhänge. Ganz gleich, ob man Besitzer eines eigenen Computers ist oder vorab Informationen zum breiten Angebot auf dem Computermarkt benötigt: Die Lektüre des Falken-Glossars macht Mut zur intensiveren Beschäftigung mit der Welt der Mikroprozessoren, (em)

Dr. Iris Anna Otto (Red.), »Falken Computer Lexikon«, Falken Verlag Niedernhausen/R., 310 Seiten, ISBN 3-806-84185-5, Preis 29,80 Mark.

Von Menschen und Maschinen

Die nicht immer unproblematischen Beziehungen zwischen Menschen und Computern, untersucht eine Aufsatzsammlung, die jetzt als Materialienband der »Edition AEJ« erschienen ist. Der von Wolfgang Schindler herausgegebene Sammelband ist eine intelligente Montage, die das Thema »Computerkultur« in wissenschaftlich-feuilletonistischen Einzelbeiträgen behandelt.

Die Aufsätze setzen sich konstruktivkritisch mit dem »neuen Machtmittel« Computer auseinander. Die Auflösung des ständigen Zwiespalts Mensch und Technik gelingt indes auch den neunzehn Autoren nicht.

Bewußt verfolgen sie jedoch den Ansatz der »kritischen Aneignung« mikroprozessorgesteuerter Technik. Für Pädagogen wird diese Diskussion zunehmend unvermeidlich: Die Vorliebe Jugendlicher für das Spiel mit der Maschine, sorgt im Schulbereich schon längst nicht mehr für Irritationen.

Mitautoren schildern in Beiträgen Möglichkeiten, die neue Schlüsseltechnologie pädagogisch zu betreuen und stellen im Zusammenhang mit dem Thema Künstliche Intelligenz u.a. die provokative Frage, ob Computer künftig in der Lage sein werden, schöne Musik zu schreiben?

Die Aufsatzsammlung ist vor allem auch für jene geeignet, die bei allgemein wachsender Akzeptanz der Mikroelektronik dem Medium nicht vorbehaltlos unkritisch gegenüberstehen, (em)

Wolfgang Schindler (Hg.), »Spieglein, Spieglein, in der Hand...«, Edition der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, Stuttgart, 228 Seiten, ISBN 3-888-62037-6, Preis 12,80 Mark.

Überleben im »Unix«-Dschungel

Auf dem Atari ist Unix noch ein Traum vieler Anwender. Eine erste Version für das Elitemodell »TT« aus Raunheim ist bereits angekündigt. Unix ist die graue Eminenz unter den Betriebssystemen: Geburtshelfer für »MS-DOS«, aber in der Verbreitung längst auf Rang zwei, hinter die »Microsoft«-Kommandoebene abgerutscht. Wer sich dennoch schon mal mit den Möglichkeiten dieses Betriebssystems vertraut machen möchte, findet im Programm des Hüthig Verlags ein informatives Nachschlagewerk.

Der Autor Stefan Körner hat auf knapp 150 Seiten die gebräuchlichsten Befehle des »Unix-System V« erklärt. Bei der Verwendung anderer Unix-Ver-sionen sind geringfügige Syntax-Abweichungen möglich. Selbst Leser, für die Unix kein Novum ist, kommen auf ihre Kosten: Kommandos wie »lex« oder »yacc« fordern den gestandenen Unix-Experten heraus.

Zum schnellen Auffinden wurden Befehle in Kommandogruppen zusammengefaßt. Neben kurzen Erläuterungen zur Wirkungsweise der Anweisungen, legte der Verfasser Wert auf die präzise Darstellung der Syntax. Angegeben sind jeweils die gebräuchlichsten Operationen. Abschließende Anwendungsbeispiele verdeutlichen die Funktionsweise der Kommandoaufrufe.

»Unix — Ständig im Griff« ist ein Handbuch für alle, die befürchten, sich im Unix-Dschungel zu verirren. (em)

Stefan Körner, »Unix — Ständig im Griff«, Hüthig Verlag Heidelberg, ca. 150 Seiten, ISBN 3-778-51858-5, Preis 29,80 Mark.



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