Frisch aus der Druckerpresse

Vor Weihnachten läuft die Produktion der Buchverlage jedes Jahr auf Hochtouren. Die interessantesten Neuerscheinungen stellen wir hier vor.

(Ulrich Hilgefort/ps)

Hilfe für Druckerbenutzer

In der Reihe »Das große...« bietet Data Becker ein Buch an, das allen hilfreich zur Seite steht, die sich mit Druckanpassungen, Formularsteuerungen und Zeichendefinitionen herumplagen. Die Autoren erklären von der Steuerung über die grundlegende Mechanik beim Papiertransport bis zu den Schnittstellen alles, was dem Anwender von Nadel-, Typenrad-, Tintenstrahl- oder Thermodruckern oft »spanisch« vorkommt. Auch die Lasertechnologie bleibt nicht unberücksichtigt; so gehen die beiden Autoren auch auf den Atari-Laser SLM 804 ein. Großen Raum nehmen die Steuerzeichen und ihre korrekte Anwendung ein, so daß auch dem ungeübten Anwender eine Druckerinstallation leichter fällt. Ein kleiner Überblick über das verfügbare Druckerzubehör schließt den Hardware-Teil ab.

Auf der beiliegenden Diskette finden sich unter dem bezeichnenden Titel »Werkzeugkasten« nützliche Programme zur Druckersteuerung; die Quellcodes in Assembler und GFA-Basic sind am Schluß des Buches abgedruckt. Enthalten sind z.B. ein Installationsprogramm als Accessory, ein Zeichensatzeditor für nahezu alle Drucker oder ein Dateimonitor für ASCII-Dateien. Der Anhang verrät u.a., wie ein Druckerkabel beschaltet sein muß, sei es für die parallele, sei es für die serielle Schnittstelle, und stellt die ASCII- und die IBM-Zeichensatztabelle vor. Glossar und Stichwortverzeichnis erleichtern den Umgang mit dem hilfreichen »Druckerhandbuch«.

Thomas Jungbluth, Ralf Ockenfelds, »Das große Atari-ST-Druckerbuch«, 1989, Data Becker Verlag, Düsseldorf, ISBN 3-89011-362-1, 572 Seiten, Preis 59 DM

Signum schnell und gut bedient

Die Fülle der von »Signum« zur Verfügung gestellten Funktionen ist jetzt übersichtlich aufbereitet: Mit der »Schnellübersicht Signum! Version l und 2« bekommt der Anwender dieser Textverarbeitung ein Werkzeug zum schnellen Zugriff auf die Leistungsfähigkeit des Programms an die Hand. Auf insgesamt 340 Seiten steht kurzgefaßt alles, was man zur Anwendung von Signum benötigt. Ein ausklappbares Inhaltsverzeichnis vereinfacht die Suche nach dem entsprechenden Stichwort.

Jörg und Bernd Siepmann, »Schnellübersicht Signum! Version l und 2«, 1989, Markt & Technik, Haar bei München, ISBN 3-89090-720-2, 340 Seiten, Preis 39 Mark

Schulungsbuch zu Signum

Die Textverarbeitung »Signum« hat mit ihrem Funktionsumfang und ihrer Leistungsfähigkeit Maßstäbe gesetzt. Weil die Bedienung dieser »Software-Power« allerdings nicht auf Anhieb zu meistern ist, legen die Autoren Jörg und Bernd Siepmann ein Schulungsbuch zu Signum 2 vor. Dabei beginnen sie mit der grundsätzlichen Bedienung des Atari ST und erarbeiten dann die Anwendung von Signum. Eine strikte Systematik hilft dem unerfahrenen Signum-Benutzer, in der Fülle der Befehle und Funktionen den Überblick zu behalten.

Von der Cursor-Steuerung über die Makro-Programmierung bis hin zum Mehrspaltenlayout, von der Texteingabe über die Zeichenerstellung bis zum Ausdruck erstreckt sich der Inhalt dieses Buches.

Wer bisher meinte, Signum würde bei Serienbriefen versagen, muß umdenken. Die Autoren entwickeln eine pfiffige Methode, mit Hilfe von Tastenprogrammen Serienbriefe zumindest auf »halbautomatische Weise« anzufertigen.

Besonders erfreulich: Signum 2 kann Grafiken in den Text einbinden. Die Raffinessen dieser Funktion erklärt ein ausführliches Kapitel. Um den Lesern das Abtippen der Beispieldateien zu ersparen, ist im Preis eine Diskette enthalten.

Jörg und Bernd Siepmann, »Atari ST Signum! Zwei. Eine Einführung in die Text- und Bildverarbeitung mit SignumIZwei«, 1989, Markt & Technik, Haar bei München, ISBN 3-89090-774-1, 332 Seiten, Preis 59 DM inkl. Diskette

GFA-Basic gut im Griff

Eine Stütze zur Programmierung gibt Klaus Löffelmann mit der »Schnellübersicht GFA-Basic 3.0«. Von der Editor-Steuerung bis zur GEM-Einbindung eigener Programme reicht der weite Bogen, den das Buch inhaltlich abdeckt. Neben den Befehlswörtern sind auch alle Parameter mit ihrer Bedeutung aufgeführt.

Klaus Löffelmann, »Schnellübersicht GFA-Basic 3.0, 1989«, Markt & Technik Verlag AG, Haar bei München, ISBN 3-89090-740-7, 572 Seiten, Preis 39 Mark

Datenbank — wie sag' ich's dir?

Das Datenbanksystem »Adimens« hat nicht nur auf dem Atari ST viele Freunde. Hegen diese allerdings Anpassungswünsche, die das Stammsystem nicht erfüllen kann, bietet Hans Körner in seinem Buch »Das Aditalk-Praxis-buch zum Atari-ST« eine willkommene Hilfe. Nach einer knappen Einleitung in das Adimens-Paket geht er sogleich »in medias res« und beschreibt — in sinnvolle Abschnitte aufgeteilt — den Funktionsvorrat von »Aditalk« und seine Anwendung. Sodann erläutert er, wie eine Datenbank ohne viele Irrungen entsteht — vom ersten Vorentwurf bis zur fertigen Applikation. Besonderes Gewicht hat der Autor auf die ebenso zahl- wie hilfreichen Beispiele gelegt, anhand derer auch dem noch nicht sehr erfahrenen Aditalk-Anwender das Anlegen seiner speziellen Datenbank leichter fällt.

Hans Körner, »Das Aditalk Praxis-Buch zum Atari ST«, 1989, Markt & Technik Verlag AG, Haar bei München, ISBN J-89090-790-3, 250 Seiten, Preis 59 Mark

Übersicht im Schriftenberg

»Noch ein Buch zur Gestaltung« nennt Volker Ritzhaupt seine Sammlung von 547 neuen Schriften für die »Sig-num«-Textverarbeitung. Auf 424 Seiten stellt er interessante Fonts mit einem kurzen Demo-Text vor, was die Auswahl sehr vereinfacht. Neben so seriös wirkenden Zeichensätzen wie z.B. Horatio findet der Signum-Anwender manche eher exotische Schrift. Auch wer Texte in fremden Sprachen verfassen möchte, sucht nicht vergebens: Hebräische, griechische oder syrische Zeichen sind ebenso verfügbar wie tibetanische oder arabische, bengalische oder japanische. Dem Mineralogen und Chemiker wie dem Musiker und Notensetzer steht Signum hilfreich zur Seite, wie das Fontverzeichnis belegt. Dazu sind auch viele Tastaturbelegungen für die vorgestellten Fonts enthalten.

Der Beispielteil zeigt für manchen Zeichensatz, wie eine damit gestaltete Seite aussehen kann. Eine ausführliche Tabelle — übrigens nach Druckertypen (9-und 24-Nadler/Laser) sortiert — erspart mühsames Suchen in Diskettenstapeln.

Volker Ritzhaupt, »Noch ein Buch zur Gestaltung. 547 neue Signum-Zeichensätze«, 1989, Application Systems, Heidelberg, ISBN 3-9801834-2-4, 424 Seiten, Preis 39 Mark

Für Omikron- und GEM-Programmierer

Der Hüthig-Verlag kündigt für Dezember zwei interessante Bücher an.

Der Titel »Vom Anfänger zum GEM-Profi« stellt Richtlinen für die Software-Entwicklung unter GEM auf und enthält eine komplette Programmierumgebung. So entstehen GEM-Programme, die sowohl auf STs als auch auf MS-DOS-PCs laufen — und das mit jedem Betriebssystem und in jeder Auflösung.

Die zweite Neuerscheinung richtet sich an die Anhänger von Omikron-Basic 3.0.
Die Autoren erläutern zunächst die Handhabung des Editors, um dann jeden Basic-Befehl präzise vorzustellen.
Es folgen BIOS-, XBIOS- und GEM-DOS-Aufrufe mit einer Funktions- und Parameterbeschreibung.
Die Erläuterung der wichtigsten Bibliotheken rundet das Buch ab.

Dieter und Jürgen Geiß, »Vom Anfänger zum GEM-Profi. Perfekte Programmierung auf Atari ST und IBM-PC«, 1989, Hüthig Verlag, Heidelberg, ISBN 3-7785-1792-9, 300 Seiten, Preis 60 Mark inkl. Diskette

Christiane und Jürgen Kehrel, »Omikron-Basic. Befehle, Bibliotheken. Utilities«, 1989, Hüthig Verlag, Heidelberg, ISBN 3-7785-1662-0, 400 Seiten, Preis 54 Mark


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