DRAW von Omikron-Software in neuer Version

Die Abkürzung »DRAW« steht nicht, wie Sie vielleicht vermuten, für »Zeichnen, Malen«, sondern für »Dietrich Raisin's Artist Workstation«. Ein Programm, das sich als »Workstation« bezeichnet und zudem fast vollständig in (Omikron-)Basic geschrieben ist, machte uns neugierig. Der dritte Termin klappte endlich: Garsten Kraus von Omikron-Software und Dietrich Raisin besuchten unsere Redaktion. Wer kann schließlich ein Programm besser vorstellen als der Autor selbst? Unsere Besucher zeigten uns die eindrucksvollen Funktionen und Features der brandneuen DRAW-Version 3.0, die in den nächsten Wochen in den Regalen stehen wird.

Ein ausführlicher Testbericht, der auf alle Funktionen eingeht, benötigt mehr Platz, als uns in dieser Ausgabe zur Verfügung stand. Deshalb schildern wir hier unsere ersten Eindrücke. Der ausführliche Test folgt, sobald DRAW erhältlich ist.

DRAW läuft ausschließlich mit dem Monochrom-Monitor. Versionen für Farbmonitore und Großbildschirme sind nach Auskunft von Omikron nicht vorgesehen. Die Anzahl der zu verwaltenden Bilder ist speicherabhängig. Die Mindestkonfiguration beträgt MByte, was vier Bildern entspricht.

Sie tätigen fast alle Aktionen mit der Maus, wobei Sie mit der rechten Maustaste zwischen den Arbeitsbildschirmen und dem Hauptmenü umschalten. Letzteres stellt sozusagen das »Herz« von DRAW dar. Hier wählen Sie zwischen den einzelnen Funktionen, stellen Parameter wie Füllfarbe, Strichstärke oder das Linienende (zum Beispiel Kreis oder Pfeil) ein. Selbstverständlich verfügt DRAW über die Zeichenprogramm-typischen Funktionen wie Freihandzeichnen, Linien, Strahlen, Füllen, Kreise, Rechtecke und Sprühen. Weiterhin dürfen Sie Bilder laden und speichern, Bilder drucken und diverse Diskettenoperationen tätigen. DRAW liest alle gängigen Bildformate. Hervorheben wollen wir, daß das Programm auch Neochrome-Bilder lädt und sie für den Schwarzweiß-Bildschirm konvertiert.

Interessant ist auch die Funktion »Hoppla«. Mit ihr machen Sie fast jede Funktion rückgängig. Dies ermöglicht die intelligente Programmierung von DRAW. Das Programm erkennt nicht jeden Pinselstrich automatisch als fest (»fix«) an. »Ein Zeichenprogramm darf nicht mehr tun als das, was ich ihm sage«, kommentiert Dietrich Rai-sin. Besonders interessant wird das Prinzip bei den Blockoperationen. Hier haben Sie Gelegenheit, Teile des Bildes zu kopieren, verschieben, dehnen, stauchen oder zu löschen. Sie müssen jede Aktion bestätigen, sonst erkennt DRAW sie nicht als fix und vergißt Ihre Aktion, sobald Sie den Arbeitsbildschirm verlassen.

Über die Help-Taste blenden Sie ein kleines Menü ein, das Ihnen weitere Funktionen zur Verfügung stellt. Sie rufen beispielsweise eine Lupe auf oder lassen sich Informationen über die aktuelle Funktion anzeigen. Beim Freihandzeichnen stellen Sie ein, ob DRAW die Linien glätten soll oder nicht. Ein weiterer Druck auf läßt das Hilfsmenü verschwinden.

Interessant ist auch die Film-Funktion. Indem Sie mehrere Bilder aneinanderreihen, gestalten Sie einen kleinen Film. Dabei dürfen Sie jedes Bild beliebig oft verwenden. Den Film müssen Sie separat speichern. Sie stellen für jedes Bild die Helligkeit einzeln ein, so daß auch das langsame Ein- beziehungsweise Ausblenden realistisch gelingt.

Dem Programm DRAW liegt ein Public Domain-Programm bei, mit dem Sie fertige Filme abspielen. So machen Sie auch Nicht-Draw-Besitzern Ihre Kunstwerke zugänglich.

Die neue Version 3.0 schlägt die Vorgänger-Versionen um Längen. Bis zur Fertigstellung will der Autor noch einige Druckertreiber einbauen. Selbstverständlich funktioniert die <Alternate Help > -Kombination.(tb)
Thomas Bosch


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