Editorial: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

»Hilfe! Die Viren sind da!«, »Virus vernichtet Datenbank«, »Mit der Bombe leben«, so oder ähnlich lauten die Schreckensmeldungen, die Ihnen, verehrter Leser, im Zusammenhang mit Computerviren in den Medien begegnen. Begnügten sich Skrupel- und verantwortungslose Programmierer von Viren bis jetzt damit, Daten ahnungsloser Anwender zu zerstören, sind nun auch die Hardware des STs und seine Peripherie gefährdet.

Doch ist und war mit Sicherheit weder Panikmache noch das Ignorieren der Gefahr ein geeignetes Mittel, den ST vor Viren zu schützen. Wirkungsvoll handelt nur, wer einen ruhigen Kopf bewahrt und Viren überlegt bekämpft. Dazu zähle ich, daß heute jeder ST-Besitzer einen »Virenchecker« in seiner Softwaresammlung haben sollte, mit dem er gewissenhaft alle neu erworbenen Disketten auf Virenbefall überprüft. Dabei ist es unerheblich, ob Sie kommerzielle oder Public Domain-Programme verwenden. Greift dieses Verfahren hauptsächlich bei Bootviren, schützt ein Softwareschreibschutz die Programme auf der Festplatte vor Linkviren. Dazu müssen sich die Programme auf einer geschützten Partition befinden, und alle Dokumente und Arbeitsdateien müssen auf einem ungeschützten Teil der Platte abgelegt sein. Dadurch sind Sie zwar nicht mehr ganz so flexibel, aber der Schutz der Programme und unter Umständen der Hardware sollte diese kleine Einschränkung allemal wert sein.

Es steht wohl fest, daß die Hauptquelle dieser gefährlichen Programmspezies die »dezentralisierten Sicherheitskopien« von guten Bekannten und Freunden sind, die nie auf Virenbefall überprüft wurden. Handelt jeder ST-Besitzer penibel nach dem Motto »Vorbeugen ist besser als bohren«, so schränkt er die Verbreitung von Viren aktiv ein, und es besteht auch in Zukunft kein Grund zur Panik.

Herzlichst, Ihr
Ulrich Hofner
Redakteur


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