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Hoffnung im ColdFire-Projekt

Nach dem Abgang von Fredi Axchwanden sah es lange Wochen schlecht aus um das ColdFire-Projekt, das zum Ziel hat, einen würdigen Atari-Nachfolger auf Basis der Co[dFire-CPU von Motorola zu schaffen. Nun erschien jedoch ein neuer Name im Spiel: das deutsche Unternehme Wilhelm Mikroelektronik.

Erste Ankündigungen wurden bereits veröffentlicht. Danach prüft das Unternehmen derzeit die Realisierbarkeit eines solchen Projekts. Bereits jetzt stehe eine Hardware-Plattform mit einer Rechenleistung von 316 MIPS zur Verfügung. Für einen Einsatz als TOS-Rechner seien nur geringfügige Anpassungen notwendig.

Eine endgültige Entscheidung über die Realisierbarkeit des Projekts wird in der ersten Oktoberhälfte nach einem Gespräch mit dem Atari ColdFire-Team fallen. Vorbestellungen könnten im positiven Falle schon im Jahr 2002 angenommen werden.

Der Systempreis ohne Festplatte für Vorbesteller wird voraussichtlich bei EUR 696.- (EUR 600.- zzgl. Mehrwertsteuer) liegen. Details zum Ausliefertermin würden ebenfalls im Oktober bekanntgegeben. Der Termin für Endkundensysteme könnte nach Herstellerangaben im 1 . Quartal 2003 liegen - allerdings wird bis dahin eine TOS-Anpassung schwerlich zu realisieren sein. Entwicklersysteme sollen zum Jahreswechsel bereitstehen.

Für Insider: Die Firma Wilhelm Mikroelektronik war vor Jahren im Atari-Markt tätig. Sie entwickelte unter anderem die Charly-Scanner-Serie (inkl. dazugehöriger Software) sowie die Spectrum-Grafikkarten. In den letzten Jahren wurde aber nicht mehr für den Atari-Markt produziert. Das Unternehmen ist nicht identisch mit dem Entwickler der STarTrack-Audiokarte für VME-Rechner.

Ein Interview mit Jörg Wilhelm, Geschäftsführer von Wilhelm Elektronik, finden Sie bereits in der vorliegenden Ausgabe der st-computer.

Wilhelm Mikroelektronik GmbH, http://www.wilhelm.de

GIMP und AIM auf dem Atari?

Mark Duckworth plant ein neues Programmierprojekt. Um seinen geplanten Instant-Messenger bzw. Chat-Client GIM besser umsetzen zu können, hat er bereits folgende Libraries aus der Unix-Welt portiert: gtk glib, pkg-config, faim und gmodule, geplant ist eine Portierung von gdk.

Mark verspricht sich davon, eine Menge Unix-Programme für den Atari kompilieren zu können, darunter Gimp (Photoshop-Clone), Gnucash (moderne Buchhaltung) und weitere. Bis dies Realität ist, empfiehlt sich ein Sparen auf eine CT060, ColdFire oder anderen Atari-Clone, denn die Programme werden eine höhere Rechenleistung erfordern.

Hinter dem Namen GIM verbirgt sich der GEM Instant Messenger. Dieser soll auf gaim basieren, einm Open SourceInstant Messenger, der AIM (AOL), ICQ, MSN Messenger, jabber und Yahoo Messenger unterstützt. Es ist möglich, Konten bei verschiedenen Anbietern zu haben. GIM wird vorerst STIK benutzen und läuft bereits in einer ersten Testversion. Die GEM-Einbindung wird voraussichtlich mit ACS pro erfolgen.

http://atari-source.com

Bessere Grafik im Falcon 060

Die Beschleunigerkarte Centurbo 060 ist noch gar nicht veröffentlicht, da steht schon die erste Erweiterung an. In Schweden laufen Planungen für eine Grafikerweiterung, die die Standard-Videl-Lösung des Atari Falcon vollständig ersetzen soll. Trotzdem soll eine extrem hohe Kompatibilität gewährleistet bleiben.

Möglich wird dies durch einen FPGA-Chip, der sich wie ein Videl-Chip verhält. Die weiteren Eckdaten beeindrucken nachhaltig: Auflösungen von bis zu 1600 x 1200 Bildpunkten bei stabilen 90 Hz Bildwiederholfrequenz sollen machbar sein. Der Grafikspeicher soll als DDRRAM realisiert werden und bis zu 32 MBytes umfassen.

Voraussetzung für den Betrieb ist allerdings die Centurbo 060, da die Erweiterung in deren Bus-Slot gesteckt wird.

Ein Interview mit den schwedischen Entwicklern finden Sie in der vorliegenden Ausgabe der st-computer. http://www.dtek.chalmers.se/-d98gilda/CT60-graphics.html

Vor 10 Jahren - die st-computer 09-1992

Viele interessante Themen erwarteten Atari-Anwender nach der Sommerpause des Jahres 1992.

Nachdem Atari lange Wochen seine "No Details"-Politik auf den Wundervogel Falcon angewandt hatte, war nun endlich Zeit für Details. Und die lasen sich ja gar nicht einmal schlecht: 68030-CPU, DSP, 16-Bit-Sound wäre da nur nicht dieses Gehäuse gewesen, dass besonders professionelle Anwender, die einen echten Nachfolger zum TT haben wollten. Aber Atari wollte halt einen kostengünstigen ST-Nachfolger präsentieren, der weit in den Multimedia-Bereich vorstoßen sollte. Schade nur, dass die Zeit damals für kompakte Allrounder noch nicht gekommen war.

Mehrere Dinge teilen Atari Falcon und Lynx miteinander: Beide wurden lange Jahre verkannt, beide waren ihrer Zeit weiter voraus und beide erschienen in der stc 09-2002. Vom Lynx gab es nämlich die zweite Auflage: Lynx II. Und dieser hatte es durchaus in sich, bot er doch Farbe, Stereosound und ein kompaktes, handliches Design. Erst der GameBoy Advance konnte den Lynx in dieser Hinsicht fast zehn Jahre später überflügeln - Atari also auch hier ein echter Vorreiter für Innovation.

Anwender aus dem Bereich DTP, die vom Falcon eher entäuscht waren, werden sich eher für den ausführlichen Grafikkarten-Test interessiert haben, der sich in der st-computer 091992 fand. Besonders der VME-Bus von Mega STe und TT regte Entwickler zum verstärkten Produzieren an. Und so traten Karten wie COCO (DEM 1099.-), Crazy Dots 32k (DEM 1198.) oder die TC1208 (DEM 3990.-) gegeneinander an. Der Kauf einer Grafikkarte verlangte also tatsächlich zum Teil mehr Geld als ein kompletter Atari.

Porthos 2.10 in den Startlöchern

Rund um das PDF-Darstellungs- und Bearbeitungsprogramm Porthos gibt es einige Neuigkeiten.

Im Zuge der Weiterentwicklung wurde die Anpassung der FreeType-Library für AtariSysteme wieder auf den neuesten Stand gebracht. Die Library kann jetzt auch CID-Fonts (teilweise) laden und vor allem ermöglicht sie die Zeichen-Darstellung mit Grauwerten (Anti-Aliasing). Für Porthos 2.10 (sollte bei Erscheinen dieses Hefts bereits auf dem Markt sein) bedeutet dies unter anderem eine erheblich verbesserte Darstellung auf dem Bildschirm.

Die FreeType-Library wird jetzt von Wolfgang Domröse getrennt kompiliert und als Overlay von Porthos nachgeladen. Damit können auch andere Programmierer die Bibliothek nutzen. Interessenten können von dem Porthos-Entwickler den Programmcode und die notwendige Schnittstellen-Dokumentation bekommen. Die Schnittstelle kann ohne Aufwand auch an spezielle Anforderungen angepasst werden.

Einen ausführlichen Test von Porthos 2.0 finden Sie in unserer Sommerausgabe 07/08-2002.

Dunkel Software Distribution, http://dsd.net

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