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invers kauft Calamus

invers Software hat sich schon 1995 um die Copyrights für das professionelle PublishingProgramm Calamus SL bemüht, die damals noch bei DMC lagen. Leider kam es nie zum Vertrag, weil DMC das Komplettpaket Calamus SL und Calamus für Windows an die neu entstandene kanadische MGI Software Corp. verkaufte. MG[ war aus der früheren Software-Handelsfirma ISD bzw. DMC Canada, einem Vertriebszweig von DMC, entstanden und beschäftigte sich seit seiner Firmengründung mit sog. SOHO-Software-Produkten (Small Office/Home Office). Die bekanntesten Massenprodukte von MGI waren und sind PhotoSuite und VideoWave.

Mitte 1997 hat invers von MGI neben dem Entwicklungsrecht auch das weltweite Exklusiv-Vertriebsrecht an Calamus SL erhalten. Während invers erfolgreich Calamus SL96 und SL98 herausbrachte, wurde bei MGI weiter am neuen Windows-Calamus, dem Calamus Digital Publisher 2.0 gearbeitet. Dieser Publisher wurde nie veröffentlicht, weil MGI Ende 1998 entschied, Calamus passe nicht in die Produktreihe von MGI und würde als supportintensives Produkt dort nicht gut vertreten sein können. Zu diesem Zeitpunkt entschied invers, Calamus SL auch unter Windows herauszubringen, was konkret bedeutete, Calamus mit einem Starter für Windows zu verbinden und die Dialog-Optik mehr an Windows anzupassen. Seit dem SL99 WinPack hat Calamus SL auch auf Windows-Rechnern erfolgreich seinen Platz gefunden.

Ulf Dunkel von invers Software versuchte im Frühjahr 2000 in Toronto, die SoftwareRechte an Calamus SL und das Vertriebsrecht am Calamus Publisher zu erwerben. Zu diesem Zeitpunkt war MGI an die Börse gegangen und sah keinen Spielraum, diese Rechte zu veräußern. Der Calamus Publisher war mittlerweile technisch schon wieder veraltet und beteiligte Lizenzen waren erloschen. Nach der Übernahme von MGI durch die amerikanische Adaptec-Tochterfirma ROXIO Inc. zum Jahreswechsel 200112002 gelang es Ulf Dunkel endlich, die Rechte an Calamus SL von ROXIO zu erwerben. Seit dem 26.07.2002 sind die Calamus-Rechte bei invers Software und somit wieder in Deutschland zuhause.

http://www.calamus.net

T-Konto wird weiterentwickelt

Für alle, die das Duo T-Konto und Multiterm auf dem Atari für das Homebanking eingesetzt haben, gibt es einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Nachdem nun im März 2002 T-Online den BTX-Service abgeschaltet hat, gibt es zurzeit auf dem Atari ja keine Möglichkeit zum Homebanking mehr. Nach Anfrage des Entwicklers Harald Placke hat TKR (ehemaliger Hersteller von Multiterm) jedoch die Sourcen zur Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile hat auch schon die erste Kontaktaufnahme über T-Online zu den Bankseiten geklappt. Aufgrund dieser freudigen Umstände die Weiterentwicklung von T-Konto wieder aufgenommen worden.

Multiterm 4 erhält neben der neuen Anbindung zu T-Online eine modernere Oberfläche, während T-Konto 3 komplett neu programmiert wird. Aufgrund dessen steht der Zeitpunkt der Veröffentlichung beider Programme noch nicht fest.

Resource Master wird weiterentwickelt

Der beliebte Resource-Editor Resource Master wird weiterentwickelt. Die wichtigsten Neuerungen werden am ICON-Editor vorgenommen. Dieser wird komplett neu gestaltet, mit einer 16-fachen UNDO-/REDO-Funktion und zahlreichen neuen Zeichenfunktionen ausgestattet. Außerdem soll der IMG-Import verbessert werden. So ist eine Zoom-Funktion geplant. Außerdem wird das DHST-Protokoll unterstützt.

Der Vertrieb der kommenden Version wird nicht mehr von ASH erledigt, sondern in Eigenarbeit übernommen.

http://www.ardisoft.de

Neue Version von NAES im Herbst

woller systeme kündigte in einem Gespräch mit der Redaktion der st-computer definitiv eine neue Version des Betriebssystems N.AES für den Herbst 2002 an.

In der aktuellen Phase sind Verbesserungsvorschläge und Anregungen sehr willkommen. Freunde des eleganten AES-Systems für MINT sollten sich also an die Entwickler wenden.

Vor 10 Jahren - die st-computer 09-1992

Viele interessante Themen erwarteten Atari-Anwender nach der Sommerpause des Jahres 1992.

Nachdem Atari lange Wochen seine "No Details"-Politik auf den Wundervogel Falcon angewandt hatte, war nun endlich Zeit für Details. Und die lasen sich ja gar nicht einmal schlecht: 68030-CPU, DSP, 16-Bit-Sound wäre da nur nicht dieses Gehäuse gewesen, dass besonders professionelle Anwender, die einen echten Nachfolger zum TT haben wollten. Aber Atari wollte halt einen kostengünstigen ST-Nachfolger präsentieren, der weit in den Multimedia-Bereich vorstoßen sollte. Schade nur, dass die Zeit damals für kompakte Allrounder noch nicht gekommen war.

Mehrere Dinge teilen Atari Falcon und Lynx miteinander: Beide wurden lange Jahre verkannt, beide waren ihrer Zeit weiter voraus und beide erschienen in der stc 09-2002. Vom Lynx gab es nämlich die zweite Auflage: Lynx II. Und dieser hatte es durchaus in sich, bot er doch Farbe, Stereosound und ein kompaktes, handliches Design. Erst der GameBoy Advance konnte den Lynx in dieser Hinsicht fast zehn Jahre später überflügeln - Atari also auch hier ein echter Vorreiter für Innovation.

Anwender aus dem Bereich DTP, die vom Falcon eher enttäuscht waren, werden sich eher für den ausführlichen Grafikkarten-Test interessiert haben, der sich in der st-computer 09/1992 fand. Besonders der VME-Bus von Mega STE und TT regte Entwickler zum verstärkten Produzieren an. Und so traten Karten wie COCO (DEM 1099.-), Crazy Dots 32k (DEM 1198.) oder die TC1208 (DEM 3990.-) gegeneinander an. Der Kauf einer Grafikkarte verlangte also tatsächlich zum Teil mehr Geld als ein kompletter Atari.

Noch mehr stc-Retro unter www.stcarchiv.de



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