Atari-Fan des Monats: Jeff Minter

Obwohl Jeff Minter ein typischer Brite ist, erntete seine größten Erfolge in den Vereinigten Staaten. Seinen Grund hat dieser Umstand vielleicht hauptsächlich im begrenzten Erfolg des Commodore VC=20 in Großbritannien, denn für dieser Maschine veröffentlichte er seine ersten Spiele. Spätestens durch seine enge Zusammenarbeit mit Atari gelang ihm der endgültige Durchbruch in den USA, der einen bis heute anhaltenden Kult um seine Person nach sich zog.

Jeff Minter entspricht dabei nicht dem Stereotyp des Programmierers mit Brillengesichts im Pullunder, sondern festigte durch seinen Hippie-Look sein Image als lockerer Lebenskünstler. Dabei behielt er die völlige Kontrolle über sein Unternehmen Llamasoft und schrieb ungewöhnliche, aber höchst unterhaltsame Spiele für die verschiedensten Plattformen. Zu den erfolgreichsten und gleichzeitig merkwürdigsten Entwicklungen zählen Spiele wie "Megagalactic Llamas Battle at the Edge of Time" und "Revenge of the Mutant Camels". Parallell veröffentlichte Minter aber eine Anfang der 90er völlig neue Art der Software: sogenannte "Light Synthesizer" setzten Musik (Jeff vergaß nie, seine favorisierte Band "Pink Floyd" zu erwähnen) in Grafiken um. Eines dieser Produkte für den Atari ST war "Colourspace", das aus der miefigsten Disco einen angesagten Dancefloor-Club machen konnte. Auf dem Amiga wurde "Trip-A-Tron" berühmt.

Jeff folgte immer seinem Herzen, und das schlug für den ST. Obwohl Anfang der 90er abzusehen war, dass Atari das Rennen um die Gunst in den Spielerherzen gegen den Amiga verlieren würde, konzentrierte er sich weiter auf seinen Lieblingsrechner. Später entwickelte er dann für den Atari Jaguar ein Spiel, das von vielen Insidern als die beste Veröffentlichung für die kurzlebige Raubkatze bezeichnet wird: "Tempest 2000".

www.llamasoft.co.uk



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