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Frontier Systems gibt Kooperationen bekannt

Kooperationen sind im Atari-Markt eher selten, sodass sie hervorgehoben werden müssen, wenn sie doch stattfinden. Dass Entwickler hervorragend zusammen in Richtung eines Ziels arbeiten können, beweist derzeit Frontier Systems bei der Umsetzung der Deesse-DSP-Karte. Nachdem man bereits bei der Treiberentwicklung kompetente Partner fand, gibt es nun auch bei der Hardware Kooperationen. In erster Linie ist hier die Zusammenarbeit mit Medusa Computer zu nennen. Das xTOS-Team entwickelt einen neuen TOS-Rechner und wird dabei voraussichtlich den Motorola ColdFire als CPU einsetzen. Fontier Systems konnte nun offiziell eine enge Zusammenarbeit bekannt geben. Weitere Informationen sollen schon bald folgen.

Da das Originaldesign der Deesse von dem französischen Hardwareentwickler Rodolphe Czuba stammt, liegt es nahe, dass auch die Fäden nach Frankreich weiter Bestand haben. Die von Czuba-Tech geplante 68060-Beschleunigerkarte "Centurbo 060" wird optional ein PCI-Interface erhalten. Dieses macht es möglich, dass die Deesse in den Falcon eingesetzt werden kann und Ataris Wundervogel somit an der Spitze der Audiomaschinen bleibt. Frontier Systems wird darüber hinaus eine deutsche Informationsseite zur Centurbo 060 anbieten, über die auch Bestellungen angenommen werden. Support und Auslieferung werden aber weiterhin von Czuba Tech geleistet.

Eine weitere Zusammenarbeit wurde mit der britischen Hardwareschmiede Cortex Design bekannt gegeben. Die ehemals unter dem Namen Titan Design bekannte Firma stellt mit der "Eclipse" ein PCI-Interface für alle Atari Falcon-Rechner bereit, sodass hier eine Möglichkeit der Nutzung der D~esse in jedem Falcon 030 besteht. Die DSP-Karte soll dabei zusammen mit der ATI-Grafikkarte nutzbar sein, sodass hier eine äußerst interessante Workstation entstehen könnte. Frontier Systems kündigte außerdem an, dass man ein Komplettpaket bestehend aus D6esse und Eclipse für den Falcon anbieten werde. Damit würde die Eclipse auch endlich jenseits Großbritanniens angeboten werden - Cortex selbst scheint dies nie fertig gebracht zu haben.

http://www.frontier-systems.de

Weiteres G4-Board am Markt

Neben dem Pegasos-Board von bplan hat auch das Unternehmen "SBS Technologies" ein PowerPC-Board mit ATX-Formfaktor entwickelt.

Das "Adirondack" basiert auf einem PowerPC 750CXe, der neuesten und schnellsten Prozessorentwicklung von IBM. Die CPU kann mit bis zu 700 MHz getaktet werden und verfügt über 256 KBytes On-Chip-Cache. Der Prozessorbus wird mit 133 MHz getaktet. Die enthaltene IBM CPC71 0 Dual Bridge offeriert zwei PCI-Busse, von denen einer 64 Bit breit ist und mit bis zu 66 MHz getaktet werden kann. An Hauptspeicher kann die Platine bis zu 1 GBytes RAM tragen. Es sind USB-Ports enthalten, hinzu kommt für Festplatten ein ATA-1 00Bussystem. Interessant ist auch die Integration des SCSI-3-Standards auf dem Board. Ebenso ist eine Ethernet-Schnittstelle Standard. Hinzu kommen serielle und parallele Schnittstellen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von IBM.

chips.ibm.com/products/powerpc/newsletter/jun2001/tech-feat1.html

AtMenu - Apple-Feeling auf dem Atari

AtMenu ist ein kleines Tool, das die Funktionalität des Apple-Menüs auf den Atari bringt. Nach dem Start wird das bekannte Atari-"Fuji"-Logo in der rechten, oberen Menüecke eingetragen. Wird das Logo angeklickt, öffnet sich ein transparentes Menü, das den Inhalt des AtMenu-Ordners anzeigt. Nun kann durch Anwahl eines Eintrags das dazu gehörige Programm gestartet werden. Zusätzlich kann auch eine Liste der zuletzt genutzten Applikationen angezeigt werden.

Der Beitrag zur diesjährigen "Little Big Competition" wird ständig weiter entwickelt, sodass jetzt die Version 1.4 erreicht wurde. Seit dem ersten Release sind z.B. Mini-Icons in den Menüs (mit Abfrage der eingetragenen jinnee-Icons) sowie eine englische Übersetzung hinzu gekommen.

AtMenu ist Freeware, der Quellcode steht auf Anfrage zur Verfügung. Voraussetzung zum Betrieb ist eine Atari-Umgebung mit MagiC oder N.AES sowie NVDI 5.x.

www.jumpgates.com/skydiver/e/neptun/atmenu.html

CoMa - Verbesserungen am Kommunikations-Tausendsassa

Der Kommunikationsmanager "CoMa" liegt ab sofort in der neuen Version 5.3.0 auf der Homepage der Berliner Entwicklungsschmiede Softbär vor.

Hinzu gekommen ist ein neues Feld für Mobilfunk-Nummern mit dem entsprechenden Platzhalter. Der Zeitraum zum Senden von Faxjobs ist einstellbar. Außerdem ist die Auflösung für Faxmitteilungen im Faxabruf einstellbar. Hinzu kommen die üblichen Fehlerbereinigungen. Das Update für Kunden, die das Programm länger als 6 Monate besitzen, kostet 30 DM. Alle anderen können es kostenlos herunterladen.

Für Neukunden gelten noch bis zum 30. September Sommerpreise mit bis zu 31 % Preisvorteil. Die Standard-Version von CoMa kostet dann nur 49 DM(sonst 69), CoMa Voice ist für 89 DM(sonst 119) und CoMa Professional für 139 DM(sonst 199) erhältlich.

http:/softbaer.g-b-r.de

Status der Centurbo 060

Czuba Tech hat einen neuen zeitlichen Rahmen für die geplante 68060-Beschleunigerkarte Centurbo 060 für den Atari Falcon bekannt gegeben. In einem Rundschreiben stellte Rodolphe Czuba die Assernblierung von Prototypen für den September in Aussicht. Der Hersteller des PrototypenBoards wird ausserdem kostenlos arbeiten, was sich positiv auf die Produktionskosten der Centurbo 060 auswirken soll.

Die Verzögerung des Zeitplans hat laut Czuba Tech ihren Hauptgrund darin, dass man derzeit hauptsächlich am Design eines neuen RioRedBoards (RioRed j) arbeite. Dabei handele es sich um ein weiteres PowerPC-Board, das auch für die Atari-Welt interessant sei. Details würden noch bekannt gegeben.

In naher Zukunft wird es auf den Seiten von Czuba Tech ein umfangreiches Update inklusive Schaltplänen für die Centurbo 060 geben.

http://www.czubatech.com

Neues von Calamus - Neue Module stehen bereit

Ab sofort unterstützt der invers RTF-Import-/Exporttreiber für Calamus SL den Import von Fußnoten, die direkt in die Calamus-Mimik eingebunden werden. invers Software realisierte damit einen Wunsch vieler Calamus-Anwender.

Der Textrahmen enthält nach dem Import des entsprechenden RTF-Textes alle entsprechenden Formatierungen und die Fußnoten-Nummern gemäß Ihrer Vorgaben aus "Word" oder entsprechenden Programmen. Die Fußnoten-Texte landen in den von Ihnen dafür vorgesehenen Fußnoten-Textrahmen. Eine Anleitung zum RTF-Import-/Export-Treiber erklärt die Vorgehensweise rasch und einfach. Für alle, die schon den RTF-IMport-/ExportTreiber v2.0 hatten, wird in Kürze ein kostenloses Update zur Verfügung gestellt werden. Falls Sie noch mit der Import-Version vl.0 oder dem uralten RTF-Treiber von DMC arbeiten, sollten Sie die günstigen Upgrade-Preise nutzen. Bis Ende August 2001 gilt zudem noch der günstigere SommerPreis für den Neukauf. Eine Demoversion zum Testen vor dem Kauf steht zur Verfügung.

Weiterhin sind die ersten lViodul-Demos des wesentlich leistungsfähigeren Indexer PRO fertig. Die Demoversion akzeptiert maximal 10 Einträge pro Index. Falls Sie bisher noch nicht mit dem Indexer gearbeitet haben oder die Verbesserungen der v2.0 gegenüber der ersten Version noch nicht entdeckt haben, sollten Sie jetzt unbedingt einen Blick auf die Demoversion werfen. Mit diesem Profi- Werkzeug können Sie Ihren großen Publikationen gezielt zu Leibe rücken und komplexe Stichwort- Verzeichnisse - sogar mit 2-stufigen Hierarchien - erreichen. Dabei arbeitet der Indexer PRO auch noch sehr schnell und über mehrere Dateien hinweg, sodass Sie auch größte Publikationen sehr rasch mit professionellen Schlagwort-Listen versehen können.

Die ersten Modul-Demos des sehr begehrten FontWerkzeugs FonTools v2.0 sind ebenfalls fertig geworden.

Falls Sie bisher noch nicht mit den FonTools gearbeitet haben oder die Verbesserungen der v2.0 gegenüber der ersten Version noch nicht entdeckt haben, sollten Sie jetzt unbedingt einen Blick auf die FonTools werfen. Dieses Font- Werkzeug ist nicht nur praktisch, wenn es darum geht, in Ihren Fonts nachträglich das Euro-Zeichen nachzurüsten. a

www.calamus.net

Vor 10 Jahren - die st-computer 09-1991

Retro-Stimmung An dieser Stelle möchten wir die Zeit wieder einmal etwas zurückdrehen und einen Blick September 91 DM8,in die st-computer von vor 10 Jahren werfen. Thomas Raukamp stieg daher in sein staubiges Kellerarchiv um in Erinnerungen zu schwelgen. Das st-computer-Team kam im September 1991 frisch aus der Sommerpause. Entsprechend war die Fülle der gebotenen Themen. Das Highlight der zahlreichen Softwaretests der Ausgabe 09-1991 war zweifellos Calamus SL, die erste farbfähige Version der Publishing-Referenz auf dem Atari. Auf mehr als sechs Seiten stellt Jürgen Funcke höchst persönlich das Profiprogramm vor, das bis heute eine der wichtigsten Entwicklungen des Markts ist.

Aber nicht nur der Calamus belebte die SoftwareFront. Mit MultiGEM stand erstmals eine Betriebssystemerweiterung für das TOS zur Verfügung, die dem ST und TT endlich Multitasking verschaffen sollte. Mit Lösungen wie MagiC oder MINT war diese Lösung aber noch nicht vergleichbar. Im Grunde erweiterte sie nur das Accessory-Prinzip des GEM.

Während MultiGEM sich daher nicht durchsetzen konnte, erlebte ein weiterer heutiger Klassiker im September '91 seine Feuertaufe: der Dateikopierer Kobold ist auch heute noch ein besonders beliebtes und viel genutztes Tool.

Die Zunge gerade halten mussten die Tester der vier Handy-Scanner, die gegeneinander antraten. Und auch eine Speichererweiterung auf damals unglaubliche 16 MBytes RAM für den ST wurde vorgestellt. Preis: 3498 DM.

Kurzmitteilungen

Atari sponsert Fußballteam. Atari bzw. dessen Rechteinhaber Infogrames ist einer der drei Hauptsponsoren des französischen Erstligateams Olympique Lyonnais. Atari teilt sich dabei den begehrten Platz auf dem Trikot u.a. mit dem Autogiganten Renault. Das Trikot ist im Online-Shop von Olympique Lyonnais (olympiquelyonnais.com) in verschiedenen Größen zu bestellen. Spielernummer und -name sind auf der Rückseite je nach Wunsch aufflockbar. Der in Deutschland bekannteste Spieler des Teams dürfte der Däne Patrick Anderson sein. Das Trikot kostet ca. 130 DM.

CD Writer Suite 3.2. Die CD Writer Suite liegt ab sofort in der Version 3.2 zum freien Herunterladen bereit. Neu ist u.a. (zusammen mit dem Aniplayer) die Unterstützung des MP3-Formats und des CD Extra-Dateiformats. Außerdem arbeitet ExtenDOS mit dem SCSIDRV-Interface zusammen. Damit kann ExtenDOS alle SCSI- bzw. ATAPI-CD-ROMs und -Recorder nutzen, die mit SCSIDRV arbeiten.



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