Briefe an die stc

Atari oder Amiga?

Hat Eure Faxnummer das Handtuch geworfen? Bitte senden Sie mir ein Probeexemplar der st-computer.
Falls Amiga in diesem Jahr endgültig stirbt, könnte man auf den Atari umsteigen. Vor ein paar Jahren war der Atari ja „Computer des Jahres" und von „Bild" mit „Sehr Gut" getestet worden. Falls aber der Atari auch nicht mehr gebaut wird, bleibt nur noch der Macintosh, wie er auch von falkemedia genutzt wird, gell?

Dieter Schraudner, Schnaittenbach

Ist in der Oberpfalz tatsächlich Mitte der 80er Jahre die Zeit stehengeblieben, sodass einige Entwicklungen an diesem schönen Teil Deutschlands vorbei gezogen sind?

Tatsächlich hat sich Atari Mitte der 90er Jahre vollständig aus dem Computermarkt zurück gezogen, sodass die originale Hardware (und damit auch der „Computer des Jahres" 1985 und 1986 (?)) ähnlich wie der Amiga nicht mehr gebaut wird. Im Gegensatz zum Amiga-Markt sind aber in der Folgezeit viele Atari-Clones veröffentlicht worden, von denen der Milan und der Hades als 68040- bzw. 68060-Varianten noch erhältlich sind. Die Versorgung mit Beschleunigerkarten ist im Atari-Markt jedoch nicht ansatzweise so gut wie im Amiga-Markt. So soll ein 060-Beschleuniger für den Atari Falcon erst Ende dieses Sommers erscheinen, eine PowerPC-Karte ist noch in der Entwicklung. Neue Hoffnung schöpft die Atari-Welt aus dem Pegasus-Projekt, einem TOS-Rechner auf Basis des 68k-Nachfolgers ColdFire.

Übrigens ist auch auf dem Apple Macintosh Atari-Computing in Höchstgeschwindigkeit möglich. Das Multitasking-Betriebssystem MagiC existiert auch in einer Variante für den Mac, wobei alle Rechner bis zum heutigen G4 unterstützt werden. Red.

Atarian der FH München

Wir verwenden in unserem Institut Ataris und Macs für die anfallenden Arbeiten, unter anderem für die Herstellung von Unterrichtsmaterialien und Lehrbüchern. Wir arbeiten dabei mit Calamus SL für die Unterrichtsmaterialien und mit Ist Base für die Aussendung der Materialien der Aufbaustudiengänge als Fernlehrgänge mit Präsenzphasen an der Fachhochschule München. Die Rechner leisten gute Arbeit bei uns.

Nun benötigen wir Informationen zu Bezugsquellen für Didot Art für die Vektorgraflkerstellung sowie über Belichterstudios, die Calamus-Dokumente ausbelichten. Prof. Dr. Rocque Lobo, München

Vielen Dank für Ihre Schilderung des Einsatzes des Atari an der FH München. Tatsächlich wird Didot Art nicht mehr angeboten, sodass Sie das Programm wohl nur noch auf dem Gebrauchtmarkt bekommen. Eine Alternative für den Vektorbereich ist aber das Programm ArtWorx, das Sie bei Application Systems Heidelberg erhalten. Über falkemedia erhalten Sie zumindest die Home-Version des Klassikers Arabesque. Beide Programme beherrschen den Export von CVG- und PostScript-Dateien. Weitere Informationen zu Calamus-Serviceunternehmen erhalten Sie auf der Homepage von invers Software (calamus.net). So enthält das dort herunterladbare Online-Magazin „Die Feder" ein umfangreiches Verzeichnis von Calamus-Belichtern. Allerdings können aktuelle Versionen des Calamus auch PostScript-Dokumente belichten, sodass Sie nicht von speziellen Dienstleistern abhängig sind. Red.

Probleme mit MaqiCMac

Ich habe aber noch ein schwerwiegenderes Problern und bitte Sie um Mithilfe bei der Lösung. Sie sind an diesen Problemen nicht unschuldig.
Es geht um Ihren Artikel in der st-computer, Heft 05-2000 „MagicMac in Höchstgeschwindigkeit auf dem Power Mac G4". Da der Browser im "Draconis pro" (das Beste, was der Atarianer sich kaufen kann) leider nicht mehr zeitgemäß ist (man bekommt immer weniger Seiten oder Adressen komplett angezeigt), musste bei mir ein passender Computer ins Haus. So erinnerte ich mich als alter st-Computer-Leser (seit 1986) an Ihren Artikel über den Power Mac G4 und erwarb ihn. Ich bekam allerdings nicht den Computer, über den Sie berichten, sondern das Nachfolgemodell (128 MByte RAM, 466 MHz). Natürlich erwarb ich auch noch MagiC Mac. Da ich schon vorher MagiC und jinnee besaß, wurde der Kaufpreis entsprechend reduziert und auf einen erneuten Kauf von jinnee verzichtete ich. Weil ich auch viele Programme vom Atari noch auf Disketten habe, erwarb ich auch gleich ein Diskettenlaufwerk mit Treiber. Als alles zusammen angekommen war, probierte ich es aus. Leider mit negativem Erfolg: MagiC wurde zwar komplett von der CD-ROM geladen und installiert, jinnee von der Diskette aber nicht. Nach der ersten Diskette soll man bekanntlich die zweite einlegen. Vom MagiC-Betriebssystem wird auch darum gebeten, allerdings schaltet sich dann bei mir das Apple-Betriebssystem 9.1 ein und zeigt an, dass ich jetzt die Diskette wieder herausnehmen kann. Allerdings verschwindet die Maus und der Computer bleibt stehen. Ich las das MagiC-Handbuch. Hier wurde auf einen anderen Treiber für Diskettenlaufwerke verwiesen. Den lud ich mir aus dem Internet und probierte ihn aus. Ergebnis: fast das gleiche wie vorher.

Das allein wäre ja noch nicht so schlimm! Mit HDDriver formte ich eine SCSI-Wechselplatte vom Atari-Format zum DOS-Format um und installierte Big-DOS 8 auf meinem Hades. Ergebnis: weder der Hades erkennt nun diese Partition und auch beim Mac erscheint sie nicht auf dem Bildschirm. Wenn ich mit dem Apple eine Wechselplatte formatiere, erkennt er sie, aber der Hades mit HDDriver und Big DOS nicht. Was muss ich also machen, damit ich meine Programme auf dem Mac G 4 gebrauchen kann?

Auf der Seite 21, Heft 05-2000 gibt es eine Speicherzuteilung. Diese hat sich nun im letzten MagiC Mac-Betriebssystem etwas geändert. Trotzdem sei die Frage erlaubt: was haben Sie dort genau eingegeben, um hauptsächlich Atari-Programme benutzen zu können? Im Text „Konfiguration" schreiben Sie leider nur Angaben in MBytes, in der Eingabemaske muss man allerdings KBytes angeben. Wie soll man das umrechnen? Hier wäre eine genaue Angabe Ihrerseits für mich sehr hilfreich.

Ebenfalls gefällt mir die Einteilung beim Apple-Computer längst nicht so gut wie im Atari. Versuchen Sie einmal die Festplatte im Apple zu konfigurieren, um so eine bessere Übersicht über die Ordner und Daten zu haben. Unmöglich! Ich habe eine halbe Stunde versucht, den Ordner mit den versuchsweise eingegebenen Internet-Anschlüssen zu finden.

So ist der Apple Power Mac G4 für mich nicht mehr als ein mittelmäßiger Computer zum Internet-Gebrauch. Das E-Mail-Programm von Draconis ist fast tadellos und daher sitze ich jetzt auch zwar frustriert, aber auch wieder nahezu glücklich an meinem Hades 060 mit TOS 3.06. Dieser Computer funktioniert wesentlich besser und ist sicherlich auch gleich schnell wie der Power Mac G4. Wolfgang Schroeer, per E-Mail.

Es tut uns leid, dass Sie bisher nicht zufrieden sind mit der Benutzung von MagiC auf dem Power Mac. Einige Leser berichteten uns, dass es immer wieder Probleme mit USB-Diskettenlaufwerken unter MagiCMac gibt. So stürzt auch bei Benutzung unseres SuperDisk-Drive MagiCMac ab. Erfolgreich scheinen dagegen die Laufwerke von Lade zu laufen. Allgemein scheint es Inkompatibilitäten im Zusammenhang mit USB-Treibern zu geben.

Zumindest bei der Software von ASH können Sie Umwege gehen: bestellen Sie bei Application Systems unter Angabe Ihrer Seriennummer und der Schilderung Ihres Problems Ihre schon bezahlten Programme auf CD nach. ASH kann diesen Service liefern und sollte nur eine Aufwandsentschädigung und den Preis für den Rohling erheben. Mit den Programmen auf CD klappte bei uns die Installation problemlos.

Zu der Konfiguration: 1 MByte entspricht 1024 KBytes. Damit lassen sich alle erforderlichen Werte umrechnen.

Es empfiehlt sich nicht, Festplatten unter MagiCMac mit einem Atari-Treiber zu formatieren. Sie sollten diese Platten ganz einfach unter Mac OS formatieren (der Mac erkennt eine neue Platte und bietet die Formatierung bzw. Partitionierung automatisch an) und unter MagiCMac einbinden. Ein merkbarer Geschwindigkeitsverlust im Vergleich zum Originalformat ist in der Praxis nicht feststellbar.

Am Rande noch ein Tipp: wenn Sie noch Probleme mit der Verzeichnisstruktur des Mac haben, dann steht Ihnen das Suchtool „Sherlock" jederzeit bereit.

Wir geben Ihnen aber Recht: MagiC ist allemal das übersichtlichere System. Red.



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