Synth-News

Unsere Leserumfrage hat bestätigt, dass der Atari immer noch bevorzugt im Studio eingesetzt wird. Daher werden wir in Zukunft den MIDI- und Synthesizer-Markt mit offenen Augen beobachten.

Neues von Roland & Boss

Stage-Piano für Profis

Mit dem RD 700 stellt Roland ein neues Stage-Piano vor. Die 88 gewichteten Tasten sind mit Rolands "Progressive Hammer Action" ausgerüstet sind.

Für ein Stage Piano fällt der Klangspeicher mit 384 Sounds ungewöhlich groß aus. Üppig ist auch die restliche Ausstattung: 128 Stimmen Polyphonie, 63 Multieffekte, Arpeggiator mit 45 Styles, achtspuriger Sequencer und digitaler 3-Band-EQ. Als äußerst praktisch dürfte sich im Bühnenalltag das große Display mit Hintergrundbeleuchtung erweisen.

Noch ein Stage Piano von Roland

Mit dem FP-3 stellt Roland nach dem RD-700 sein zweites Stage Piano innerhalb kurzer Zeit vor.

Das FP-3 verfügt über die gleichen Piano-Sounds wie auch das FP-9, wurde allerdings um 40 Klänge - inklusive realistischer Schlagzeug-Sounds - erweitert. Die Sounds lassen sich mit den eingebauten Effekten Reverb, Chorus und Rotary Speaker-Simulation verfeinern. Genau wie das RD-700, so ist auch das FP-3 mit Rolands "Progressive Hammer Action"-Me-chanik ausgerüstet, die für ein authentisches Spielgefühl sorgen soll. Damit das Üben nicht zu langweilig wird sind auch ein 3-Spur-Sequencer und ein Session-Partner mit an Bord.

Neuer Drumcomputer von Boss Mit dem Dr-670 präsentiert Boss den Nachfolger des Bestsellers DR-550mkll.

Die Klangerzeugung basiert auf den Wellenformen und Patterns des großen Bruders DR-770. Insgesamt 255 Sounds lassen sich in je 64 Preset- und 64 User-Drumkits zusammenfassen. Aber auch Bassparts können jetzt auf dem zweispurigen Sequencer aufgezeichnet werden. Die Eingabe erfolgt über 16 anschlagsdynamische Pads.

Neues von Yamaha

Yamaha stellt neue MOTIF Serie vor.

Mehr als nur eine Keyboardversion des RS 7000 ist der Motif6 von Yamaha. Motif6 will sich als kreatives Zentrum und Kontrolleinheit für die modernen Audio-Sequencer-Studios in Szene setzen. Das von Yamaha als "Music Produc-tion Synthesizer" bezeichnete Konzept hat den bereits vom RS7000 bekannten "Integrated Sampling Sequencer" mit an Bord, der ein gleichartiges Bearbeiten von MIDI- und Audio-Sequencer ermöglicht und die "Loop Remix Funktion" des RS7000 integriert.

Besonders für Live-Anwendungen dürfte der 16-Spur-Loop-Sequencer mit Echtzeitkontrolle interessant sein. Dessen Sample-Speicher lässt sich von 4 MBytes auf 64 MBytes erweitern. Ähnlich wie bei Recycle können Loops mit Hilfe der Funktion "Slice with Sequence" in ihre Segmente zerlegt werden. Motif analysiert die Abstände zwischen den einzelnen Peaks und erstellt aus den relativen Abständen der Sample Segmente ein MIDI-File.

Über die mit vier Fadern und vier Reglern ausgestattete Oberfläche des Motif6 lassen sich externe Klangerzeuger sowie Logic Audio, CubaseVST und Cakewalk in Echtzeit fernsteuern. Dabei können in jedem Modus über die acht Regler die wichtigsten Parameter wie etwa Reverb, Chorus, Panorama, Cutoff, Resonanz, Attack , Release und EQ in Echtzeit verändert werden. Wem das nicht zusagt, der kann vier der Regler nach Wunsch belegen. Die 62-stimmige AWM2-Klangerzeugung greift auf einen 48 MBytes (entspricht ca. 80 MBytes unkomprimierten Waveforms) großen Samplespeicher zurück, der komplett neu erstellt worden ist.

Fünf Effektblöcke stehen zur Veredelung der insgesamt 512 Voices bereit. Wem das nicht genügt, der kann die Motif-Synthesizer über das "Modular Synthesis Plugin System" um bis zu drei Synthesizer-Boards erweitern. Zur Verfügung stehen das virtuell-analoge AN-Board, das FM-Synthese-Board DX und das VL-Board für Physical Modeling, sowie PF-, XG- und VH- Board.

Neben dem Motif6 sind noch die Versionen Motif7 und Motif8 (88 gewichtete Tasten) für die Mitte des Jahres 2001 angekündigt.
Thomas Raukamp


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