Editorial: Wie schnell die Zeit vergeht…

Kürzlich fiel mir eine Ausgabe des „Jag-Mag“ vom Mai 1994 in die Hände. Nun werden Sie sich bestimmt fragen, was denn wohl das „Jag-Mag“ sei. Hierbei handelt es sich um mein erstes ATARI-Magazin, das ich vor exakt vier Jahren herausbrachte. Seinerzeit hatte ich den großen Wunsch, dem Markt etwas Gutes un, und nach rund 6 Wochen konzeptioneller Arbeit entstand ein 32seitiges Magazin, das im Fotokopierverfahren hergestellt wurde.

Der Name wurde damals absichtlich mit Anlehnung an ATARIs Konsole gewählt, weil alle Welt davon sprach, daß die Jaguar-Technologie eines Tages in den ATARI-Computern der neueren Generation verwendet würde.

Dieses „Jag-Mag“ bewarb ich auf diversen Messen wie z.B. der ersten proTOS in Ulm oder auch auf der Fez-a-Bit in Berlin. Und man mag es kaum glauben: Schon nach der ersten Ausgabe verfügte der FALKE- Verlag über mehr als 50 Abonnenten.

In Anbetracht dieser Entwicklung entschloß ich mich, ein bundesweit verbreitetes ATARI-Magazin zu publizieren, das sich hinsichtlich des Titels vom Spiele-Genre wieder etwas entfernen sollte. Nach weiteren 5 Monaten der Planung, Kalkulation und Konzeption erschien die "ATARI-Inside" bundesweit im Bahnhofsbuchhandel. Seinerzeit glaubten viele ATARI-Anwender den Markt schon tot. Mitstreiter wurden - so erfuhr ich im Nachhinein - durch das Erscheinen der „ATARI-Inside“ beunruhigt, denn sie meinten: „Dieser Schritt kann nur von jemandem unternommen werden, der Dinge über die Zukunft ATARIs weiß, die wir noch nicht in Erfahrung gebracht haben. Aber warum kennen wir diese Zukunftspläne ATARIs nicht?“ Heute kann ich darüber schmunzeln. Vielleicht glaubte ich seinerzeit, Dinge zu kennen, von denen andere nichts wußten, aber Fakten lagen tatsächlich selbst Insidern nicht vor.

Und dennoch hat sich der Markt perfekt gehalten. Vernünftigerweise gab es eine Fusion der beiden letzten Magazine, und seither ist die Leserschaft wie auch die Anzahl der Anbieter im Anzeigenbereich weitgehend konstant geblieben; und mit Hinblick auf diese Werte und Zahlen können wir ruhigen Gewissens für mehrere Jahre in die Zukunft planen.

Und heute, da ich das alte „Jag-Mag“ in den Händen halte und kaum fassen kann, daß seither schon ganze vier Jahre vergangen sind, möchte ich all' denjenigen danken, die sowohl zur Entstehung als auch zum Erhalt dieses Werkes beigetragen haben. Dazu zähle ich den engsten Familien- und Mitarbeiterkreis ebenso wie Anzeigenkunden, Geschäftskollegen und ganz besonders die wirklich treue Leserschaft.

Na, dann mal auf in die nächsten vier spannenden Jahre!


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