Damit dürfen Sie rechnen: Texel2 (2)

Natürlich finden Sie neben der praktischen Erprobung von Texel2 und den Neuerungen der Version 2 wieder einige auch anderweitig nutzbare Tips.

Handhabungsbeispiele zeigen die im Vergleich optimale Bedienbarkeit. Mit Wohnzimmer-TV geht es, wenn auch mit Komforteinbußen!

Neu in Version 2

Nur in Stichworten: Excel2/3/4-Import, GEMScript-Unterstützung zur Erweiterung um nahezu beliebige Rechenfunktionen, über Zellengrenzen hinausgehender Text, dBase-Import (*.DBF) in Formaten 2 bis 4, wahlweise automatisches Laden des zuletzt bearbeiteten Dokuments, Druckbereich-Auswahl, Druckunterdrückung eingebetteter Objekte möglich, auch deren Fixierung bzgl. Ort und Größe, BubbleGEM-Sprechblasen, 100%Button, Einstellbox mit "Karteikarten-Reitern", wahlweise unterste Zeile freilassen, Ausblenden der Toolbar, Undo bis "letzte Fassung", KEYTAB-Unterstützung (mitgeliefert) für Im- und Exportfilter, HTML4-Export, weitere Währungen, Unterstützung von StartMeUp für Auswahlliste früher geladener Tabellen und rund ein Dutzend weiterer Neuheiten.

Tabellenkalkulation mit Beispiel

Der Fortschritt einer Tabellenkalkulation gegenüber einem Taschen- oder druckenden Tischrechner ist noch größer als der einer modernen Textverarbeitung gegenüber einer Schreibmaschine. Sie können beliebig "radieren" und ändern, alle abgeleiteten Rechenergebnisse werden automatisch aktualisiert und können präsentationsfähig gedruckt werden. Bei Texel2 arbeiten Sie wie üblich auf einem Rechenblatt (Tabelle). Dessen Zeilen sind mit ganzen Zahlen (hier: 1 bis 16384) und dessen Spalten mit Buchstaben (A bis Z, weiter AA bis AZ, ..., ZA bis ZZ) durchnumeriert (maximal 16384 x 676 = 11 075 584 Zellen). Diese Beschriftungen finden Sie am Bildschirm unveränderlich am linken bzw. oberen Rand jeder Tabelle, sie werden im Normalfall jedoch nicht ausgedruckt.

Natürlich können Sie die Tabellengröße auch kleiner und damit bedarfsgerecht festlegen - eine handhabbare Größe ist auch voreingestellt.

Jede Zelle lässt sich durch ihre Adresse eindeutig ansprechen (z.B. A7, AB1277, immer zuerst die Buchstaben!). Dies ist wichtig, wenn Sie aus Tabellenwerten neue Werte berechnen möchten, z.B. Summen oder komplexe Formeln. Eine Summe berechnen Sie übrigens äußerst bequem: Sie setzen zunächst den Cursor in das Feld, in dem "Ihre" Summe erscheinen soll, was sonst? Dann klicken Sie in der Mitte der oberen Symbolleiste auf das Summensymbol - und markieren mit gedrückter linker Maustaste die aufzusummierenden Zellen (Datenfelder) beginnend vom linken oberen Eck bis zum rechten unteren. Zum Schluss bestätigen Sie die im Eingabefeld direkt oberhalb der Buchstabenleiste erschienene vollständige Formel (z.B. "=Summe(A1:Z8)") durch Drücken der Return /Entertaste. Einfacher geht es wohl nicht? In Spezialfällen doch! Wenn Sie in senkrechter Eingaberichtung mehrere Zahlenwerte eingetippt haben und dann das Summensymbol anklicken, geht Texel davon aus, dass Sie die Summe dieser Werte wünschen. Sie bestätigen dies durch Return oder ändern vorher ab.

Weiter: Ganze Spalten markieren Sie beispielsweise, indem Sie den entsprechenden Buchstaben am oberen Rand markieren. Entsprechend für ganze Zeilen. Sie können dort natürlich ebenfalls mit der Maus einen Bereich aufziehen. Sehr bequem ist auch folgendes: Wenn beispielsweise die Zelle A1 markiert ist und Sie klicken bei festgehaltener Alternative-Taste auf die Zelle ZZ1234, so wird der ganze rechteckige Block dazwischen markiert. Sie können sich somit auch beim Markieren gewohnt komfortabel in der Tabelle über Slider, Scrollbalken, -pfeile usw. oder über den Menue-Punkt "Gehe zu ..." zur "End-Adresse" bewegen.

Wenn Sie mehrere verstreute Blöcke auf einmal summieren wollen, müssen Sie übrigens erst einmal ein "+" hinter die erste Summe setzen und, so erwartet man es, dann erneut (s.o.) auf das Summensymbol - klicken usw. Leider sind bei der Formelerweiterung sowohl - als auch Zellenangaben nicht mehr anklickbar. Es funktioniert

nur, wenn Sie aus der Funktionsauswahl fx "Summe" auswählen (oder die Formel manuell fortsetzen). Die resultierende Formel sieht dann z.B. etwa so aus: "=Summe(A1:Z8)+Summe(BC7:BD9)". Da der erfahrene Anwender gerne alle Bezugszellen-Adressen in Formeln per Maus zusammensuchen ("zusammenklicken") möchte, dies ist schneller und weniger fehleranfällig, sehe ich hier noch Nachbesserungsbedarf.

Weitere Eingabemöglichkeiten sind Zahlen und Text, die im allg. selbsttätig erkannt werden. Diese erscheinen, wenn die Voreinstellung belassen wird, automatisch rechts- bzw. linksbündig in den Zellen. Text wird automatisch im Eingabebereich mit einem vorangestellten Hochkomma gekennzeichnet, das natürlich in der Zelle selbst unsichtbar bleibt. Dieses Hochkomma ist nur dann manuell einzugeben, wenn beispielsweise Zahlen als Text verwendet werden sollen. Dann kann natürlich nicht mit ihnen gerechnet werden.

Relative und absolute Adressen

Die obigen Adressen sind sogenannte relative Adressen und werden standardmäßig gesetzt. Wie Sie wissen, können Sie bei einer Tabellenkalkulation Blöcke (auch Zellen, Zeilen oder Spalten) problemlos einfügen, kopieren, verschieben oder (besonders vorsichtig!) löschen. In allen diesen Fällen haben alle an anderer Position erscheinenden Zellen selbstverständlich neue Adressen. Auch in abgeleiteten Zellen erscheinen in den Formeln automatisch die neuen Adressen. Letztere sind somit relativ, sie beziehen sich nicht auf eine feste Position, sondern auf die Bezugszelle(n) unabhängig von Verschiebungen. Der Genauigkeit halber: beim Löschen oder Einfügen werden naturgemäß in bestimmten Fällen abgeleitete Werte fehlerhaft, es erfolgt ein Warnhinweis!

Im Normalfall sind relative Adressen sinnvoll. Was ist jedoch, wenn Sie Prozentzahlen immer bezüglich des Inhalts einer festen Zelle (z,B. Globalsumme) oder einer festen Wertereihe berechnen wollen. Sie wandeln vor dem Kopieren o.ä. die relative Adresse in eine absolute Adresse. Wie? Sie setzen vor die Zeilen- und Spaltenbezeichnungen ein "$"-Symbol, z.B. wird aus der Relativadresse "B7" die Absolutadresse "$B$7", die auch bei Kopien von Formeln unverändert bleibt.

Die Symbolleisten

Jede Tabelle erscheint in einem eigenen Fenster mit, wie im ersten Teil erwähnt, eigener lokaler Menü-Leiste und zwei Symbolleisten für das schnelle Anklicken häufiger benötigter Funktionen. über die Sprechblasenhilfe (Klick mit rechter Maustaste) und im Handbuch erfahren Sie deren Funktionen ausführlicher als hier. Die erste Symbolleiste ermöglicht: Sichern (Disk-Symbol), Drucken (Drucker), und weitere Funktionen, die sich im allg. auf einen markierten Block erstrecken: Ausschneiden (Schere) zum Löschen/Verschieben, Kopieren ins Klemmbrett als Zwischenspeicher (zwei Blätter), Klemmbrettinhalt an aktuelle Position einfügen (Klemmbrett mit fallendem Blatt), Summensymbol (s.o.), Formelauswahl ("fx"), Ein- und Ausschalten der Schriftattribute fett, kursiv bzw. unterstrichen, Textausrichtung linksbündig, zentriert bzw. rechtsbündig, Zahlenformat 0,00 ("xx"), Datumsformat (Abreißkalender), voreingestelltes Währungsformat ("$", kann aber anderes sein), Prozente mit einer Nachkommastelle ("%"), Sortieren nach bis zu drei markierten Spalten u.a. aufsteigend (AZ mit Pfeil) bzw. absteigend (ZA mit Pfeil), eine Nachkommastelle mehr ("+,") bzw. weniger ("-,"), Balkendiagramm und zuletzt Cursor nach Zelle A1 - Unterschiede zur Home-Taste stellte ich nicht fest. Die zweite Symbolleiste erlaubt den Zugriff auf Pop-Ups (Aufklapp-Menues) für die Auswahl von Schriftfonts (nur mit NVDI oder anderem GDOS), Schriftgrößen, Zoomfaktor für verkleinerte oder vergrößerte Bildschirmdarstellung (25% bis 400%), die Ausfüllrichtung (nächste angesteuerte Zelle drunter, daneben, diagonal o.a.), die Rahmentypen, Text- bzw. Hintergrundfarbe und -muster. Ein kleines schwarzes Dreieck unterhalb des $-Symbols erlaubt das Ein- und Ausklappen der ersten Symbolleiste. Zu jedem Pop-Up-Menue lässt sich per zusätzlichem Pfeil ein inhaltsgleiches

Pull-Down-Menue aufrufen. Vielleicht gibt es einen Nutzen, der mir entgangen ist oder nur historische Gründe. In der Vielzahl dieser Pfeile geht jedenfalls der unentbehrliche Pfeil für die Ausfüllrichtung fast unter.

Installationstips

MagiC setze ich bisher nicht ein, da ich häufig volle 4 MB benötige. Soweit ich dem Handbuch und der Installationsprozedur entnehmen konnte, verläuft die Installation unter MagiC zu 100% vollautomatisch. Sie installieren einfach direkt von Diskette oder kopieren deren Inhalt irgendwo auf Ihre Festplatte. (Letzteres ist der einzige Weg bei DD-Disketten, Ausnahme: RAM-Disk s.u. Wenn Sie kein ND-Laufwerk zum Umkopieren auf DD im Umfeld haben und Ihre Bestellung von der Auslieferung auf DD abhängig machen, müssten Sie auch DD-Disks bekommen.) Nach Aufruf des INSTALL.PRG werden Sie nur nach der Registrier-Nr. und Ihrem Namen/Firma gefragt und können bei Bedarf den voreingestellten Zielpfad "C:\Texel" ändern. Nach kurzer Zeit ist alles mundgerecht installiert.

Ohne MagiC - so auch bei mir - geht es ganz genauso, nur erscheint zwischendurch eine Warnbox mit dem Hinweis auf eine nicht ordnungsgemäße INF-Datei (eigentlich fehlt sie ja nur). Diese Warnung können Sie getrost übergehen. Mit normalem (Single-) TOS haben Sie eine einmalige Komforteinbuße nach Abschluss der automatischen Installation, falls Sie die online-Hilfen (mittels ST-Guide und BubbleGEM) einsetzen wollen. Sie müssen "manuell" aus dem Ordner ZUSATZ den Ordner GUTDES, ST-GUIDE.ACC und ST-GUIDE.INF in das Wurzelverzeichnis ihres Boot-Laufwerks (meist C) kopieren oder verschieben, dasselbe mit BUBBLEGEM.ACC ".APP" müssen Sie unter (Single-) TOS irgendwann vor Benutzung in ".ACC" umbenennen. Die BubbleGEM-Hypertexte (.HYP und .REF) sollten auch in den Ordner GUIDES. Dieser Ordner ist eigentlich nur erforderlich, wenn Sie auch die Handbücher zu ST-Guide und BubbleGEM einsehen oder ST-Guide auch für andere Hypertexte verwenden wollen. Nach Aufruf des ST-Guide-Accessories über den ersten Punkt der Menüleiste erscheint mit "Control o" eine Dateiauswahlbox für die zu lesenden Hypertexte. Das war es. Den Hypertext zu Texel (onlineHilfe) lassen Sie bitte, wo er installiert wurde. Texel ruft für die Online-Hilfen ST-Guide und BubbleGEM auf, ohne dass Sie sich um diese Programme kümmern müssen. Diese und die folgenden Infos wurden aus Hilfe- und Hypertexten kombiniert und ersparen Ihnen unter (Single-) TOS ein kleines Puzzle.

Die Online-Hilfe zu Texel erscheint, wie bei ATARI-Programmen üblich, wahlweise über die Help-Taste oder den entsprechenden Menü-Eintrag. Anscheinend können Sie - wohl eine Eigenheit von ST-Guide - nicht durch Anklicken des Scrollbalkens weiterblättern, sondern nur durch dessen Verschieben. Am bequemsten blättern Sie mit Shift + Pfeiltaste. Leider hat, wie Sie bereits im Februar-Heft nachlesen konnten, ST-Guide derzeit im Einzelfall ohne NVDI noch Probleme mit einer TOS-Version. Genauer: Ich kann die online-Hilfe aufrufen, einmal blättern und der Rechner "hängt". Sind Sie betroffen, müssen Sie vor dem Ausprobieren der online-Hilfe Ihre Tabellen sichern und sich am besten vorläufig mit dem Handbuch (hilfreich sind dessen Register und detailliertes Inhaltsverzeichnis) und der Sprechblasenhilfe begnügen. Abhilfemöglichkeiten hoffentlich in Teil 3.

Absolute Minimalkonfiguration

Lesen Sie hierzu bitte unbedingt auch Teil 1. Wenn Sie Texel an Ihrem Farb-TV oder -Monitor betreiben wollen, so funktioniert mit einem Schwarz-Weiß-Emulator (wie SEBRA, EMULA6 o.ä.) alles wie ab ST-hoch, wenn auch das Bild etwas verwaschen aussieht. Sie können jedoch per Tastatur in Emulatoren auf Vergrößerung umschalten. Arbeiten Sie ohne Emulator in mittlerer ST-Auflösung, so haben Sie bessere Bildqualität, jedoch sind andere kleine Einbußen zu erwarten: Die Symbole sind etwas verstümmelt, BubbleGEM funktioniert, jedoch ST-Guide nicht. Bei der Darstellung von Vektorfonts gibt es Unsauberkeiten. Ansonsten ist ein einwandfreies Arbeiten möglich. Wenn Sie Ihre Augen lieben, sollten Sie für Arbeitsprogramme Computer und Fernseher nie über das Antennenkabel, sondern mit einem Scart- oder sonstigem Videokabel verbinden.

Durch Kernspeicherverminderung (über das Einrichten von RAM-Disks) habe ich versucht, Texel mit kleinem Speicher (512 KB bzw. 1 MB) zu starten und erhielt jeweils die Meldung: "Für die Anwendung steht nicht genügend Speicher zur Verfügung". Etwas unglaubwürdig für ein nacktes Texel (ohne ST-Guide, BubbleGEM und GDOS, z.B. ACC über das Desktop-Menü Datei, Information in ACX umbenannt), mit dem sich über ZoomVerkleinerung und Hardcopy bereits für den Hausgebrauch gut arbeiten lässt. Wenn man mit früheren Tabellenkalkulationen vergleicht, die mit 512 KB auch einen großen Funktionsumfang zur Verfügung stellten bis hin zu grafischen Darstellungen...! Erst ab 2 MB klappte es. Ich glaube, da verschenkt ASH unnötig ein großes Absatzpotential! Einen Tip zum Weglassen der Hilfsprogramme bei kleinem ST hielte ich für sinnvoller! Zumindest ab 1 MB müsste eine Minimalinstallation doch wohl laufen!

Mit "Turbopacker plus" habe ich es übrigens geschafft, die installierte Version uneingeschränkt lauffähig (!) wieder auf zwei DD-Disks zu quetschen (eine Boot-Disk mit ST-Guide, BubbleGEM. den Beispiel="sheets" u.a. und eine Arbeitsdisk mit Texel, seiner Online-Hilfe u.a. Jede vorher ungepackte Datei, auch die TXL-Muster-Tabellen, ist gepackt, außer ST-GUIDE und BubbleGEM, da ich die Probleme mit ST-GUIDE zunächst auf das Packen zurückführte. Somit ist Texel bereits mit Diskettenlaufwerk verwendbar. Sie müssen nur Turbopacker besitzen, z.B. von der alten TOS-Disk (Version nicht für Falcon, aber der hat ja Festplatte). Zusätzlich benötigen Sie vorübergehend entweder eine Festplatte oder 4 MB Speicher, wovon Sie 2 MB für die RAM-Disk Maxidisk abzweigen, was etwa 3 MB effektiver Kapazität entspricht. Oder Sie kennen jemand, der... Mit Festplatte installieren Sie Texel in einem Rutsch, mit Maxidisk zuerst nur Texel und erst nach dem Packen/Sichern der Ergebnisse den Rest und packen diesen.

Testergebnisse

In Texel2 konnte ich nur kleine Unzulänglichkeiten und keine Fehlfunktionen verzeichnen. Texel2 hat ja schließlich eine Reihe von Updates hinter sich. Unter Single-TOS und mit dem Systemfont waren z. B. die beigefügten Beispieltabellen mit dem voreingestellten ZOOM-Faktor 100% nicht lesbar (Symbole für Formatüberschreitung), bei Veränderung des Zoomfaktors war dieses Problem beseitigt. Es hängt vermutlich mit den erstaunlichen Größen-Sprüngen bei Veränderung der Punktgröße des Systemfonts zusammen, die auch bei anderen Programmen auftreten. Abhilfe ist natürlich auch durch Verwendung eines GDOS, durch Vergrößern der Zeilenhöhe und Spaltenbreite über "Format" oder durch Reduzierung der Schriftgröße denkbar. Dazu muss natürlich vorher die Gesamt-Tabelle markiert werden (am einfachsten: "alles auswählen=markieren"), da standardmäßig immer die aktuelle Zelle als kleinster Block markiert ist.

Ich fand keine offizielle Möglichkeit, Seitenumbrüche wieder zu entfernen. Man kann sich natürlich behelfen, indem man die Einzelseiten einzeln in eine leere Tabelle aneinanderkopiert. Diese Kopie sieht genauso aus, jedoch sind die Umbrüche nicht mehr vorhanden.

Was würde ich mir noch wünschen? Eine Funktion zum Spiegeln (Vertauschen von Zeilen mit Spalten)? Nun, die ist beim ASCII-Import und beim Einfügen von Inhalten (mit "Transponieren") bereits anwählbar! Etwas enttäuscht war ich, dass Texel bisher (?) weder Auto-Save noch Hoch- und Tiefstellung der Schrift unterstützt. Chemikern beispielsweise gefällt die Schreibweise "H20" (für Wasser) in Tabellen überhaupt nicht! Aber dazu müssten sich Teile einer Zelle markieren lassen. Auch den bisher nur schraffiert eingeplanten Export im LOTUS 1-2-3- bzw. EXEL-Format hätte ich eigentlich in dieser Version erwartet. Was man bei großen Tabellen vermisst, ist eine Option, Vorspalten und Tabellenköpfe (und Zeilen- und Spaltenadressen) beim Blättern/Scrollen so zu fixieren, dass sie immer sichtbar bleiben.

Eingabefehler wie Division durch Null, Tabellenüberschreitung, zirkulare Zuweisung (z.B. Zelle A1 enthält eine Formel, die Zelle C2 einbezieht, und gleichzeitig umgekehrt) u.a. werden sauber mit aussagefähigen Fehlermeldungen ("#FEHLERTEXT") abgefangen, die im Handbuch zusätzlich erläutert sind. Die Bedienung ist weitgehend intuitiv. Da das Programm aus dem deutschen Sprachraum stammt, ist es für mich besser verständlich und bedienbar als irgendwelche nachträglich eingedeutschten oder fremdsprachlichen Produkte.

Bezugsquelle: Siehe Teil 1, Heft 3/98.


Hans Paulsen
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