Der Blick zu den Nachbarn: ATARI-Magazine

ST-Magazine

Das ST-Magazine Frankreich hat es in jüngster Zeit etwas schwer gehabt. Durch die Warnstreiks der französischen Lkw-Fahrer vom Ende vergangenen Jahres hat es große Probleme mit dem Vertrieb des Dezemberheftes gegeben, so dass dieses wiederum erst Anfang 1998 herauskommen konnte. Das Folgeheft wurde kurzfristig ausgesetzt.

Die aktuelle, mir vorliegende Ausgabe befasst sich unter anderem ausführlich mit dem Hades, der Cubase-Anpassung usw. Einen umfangreichen Bericht haben die Redakteure der ATARI-Messe vom Herbst 1997 gewidmet.

Interessant wird es für uns aber erst auf der Seite 24, denn dort wird ein absolut interessantes Audio-Programm für den Falcon vorgestellt. Es heißt Live-Machine und richtet sich an Musiker, die live mit Playback-Audio-Sequenzen auftreten wollen. Es ermöglicht die virtuelle Einteilung eines Audio-Files in unterschiedliche Bereiche, so dass es möglich ist, ein Stück für einen Auftritt individuell zusammenzutragen, eine Maxi-Version daraus zu machen usw. Das Interessante an der Sache ist jedoch, dass die Abfolge der einzelnen Teile live und interaktiv via MIDI beeinflußt werden kann, so dass trotz des Playbacks eine wunschgemäß modifizierte Wiedergabe möglich ist.

Das Programm unterstützt das JAM 8-Out- und das FDI-Interface von SoundPool, arbeitet mit diversen Sampleformaten und kostet nur 120,- bis 140,- DM. Ein deutscher Vertrieb steht wohl erst in den kommenden Wochen fest. Die Adresse von Softjee schlagen Sie bitte in der Rubrik "Aktuelles" dieser Ausgabe nach.

Neben einer Website des Monats lesen Sie in dieser Ausgabe auch einen Grundlagenartikel über das Verwenden von Newsgroups aus dem Internet, wobei die Vorgehensweisen sowohl für Wensuite als auch für Newsie erläutert werden.

Einen besonders ausführlichen Testbericht hat das Multitasking-System N.AES in der Version 1.2 erhalten, wobei kaum zu übersehen ist, dass die französischen Redaktionskollegen ähnlich zufrieden sind wie wir (siehe Test in der ST-Computer & ATARI-Inside 3/98). Der Rest des Heftes befasst sich außerdem mit diversen Programmierkursen, der Beschreibung des neuen Calamus-Navigator-Moduls, in einem vierseitigen Interview wird die Zukunft des Aniplayers diskutiert, und schließlich gibt es eine Hardware-Bastelanleitung sowie Spieletests und eine Falcon-Scene-ähnliche Rubrik.

Aufgrund des einmaligen Umfangs von knapp 90 Seiten gibt es in diesem Heft also eine Menge Infos für jedermann.

ATARI-Computing

Während viele unserer Leser wohl eher der englischen Sprache mächtig sind und sich daher wohl mehr für diese Zeitschrift entscheiden, bleibt nur noch zu klären, ob die ATARI-Computing auch ebenso interessant ist wie das französische Pendant. Wie schon in der letzten Heftbesprechung festgestellt, kann diese nämlich leider nicht mehr ganz das Niveau halten, das sie einst bei Ihrer Neuerscheinung vorlegte. Der Softwareteil beinhaltet Tests zum neuen Thing 1.20, Zero-X 2.0, jinnee, MagiC 5.1 und dem neuen ATARI-Emulator Tosbox. Die meisten dieser Programme wurden von uns bereits ausführlich vorgestellt, so dass es sich nicht lohnen dürfte, diese hier nochmals aufzuarbeiten.

Im Bereich der CDs findet man Tests zu den DTP-Grafiken 1, 2 und 3, die bei uns ihren dritten oder vierten Geburtstag feiern und einer neuen Vector Art'97 CD vom Floppyshop, die Grafiken im CVG-Format enthält und zu einem Preis unter 30,- DM vertrieben wird.

Hardwaremäßig wird ein neues Motorola Modem 56k vorgestellt, das rund 250,- DM kostet und annähernd ISDN-Datenübertragungsraten erreicht. Weitere lnfos gibt es übrigens unter http://www.motorola.com.

Wer sich für Grundlagenartikel interessiert, der wird hier mit einem Verfahren zum Verschlüsseln von E-Mail-Daten vertraut gemacht, erfährt einiges über die HiSoft-Basic-Programmierung, wie man papyrus effektiv nutzen kann und wie man eine eigene Team Tap-Hardware für das Jaguar-Joypad erstellt. Der für mich interessante Teil besteht aus der mehrseitigen Vorstellung neuer PD- & Shareware-Programme, zumal diese Berichte in der ATARI-Computing vergleichsweise ausführlich sind (rund 1/3 Seite pro Programm). Alles in allem stellt dieses Heft wieder eine Steigerung gegenüber der Vorausgabe dar, wenngleich der Test des Scan-Service eines lokalen Händlers und eines HP-Druckers, für den es keine ATARI-Treiber gibt, ein wenig seitenfüllend wirkt.

Einiges sollte aber dennoch erwähnt werden: Mir fiel auf, dass Titan Designs für DA's Layout wirbt, und zwar in der Version 6.1. Die Preise belaufen sich auf 550,- DM für die Grundversion und knapp 2.000,- DM für die Pro-Variante. Außerdem entdeckte ich in einer Anzeige des Upgrade-Shop eine neue Hardwareerweiterung für den ATARI STE namens Veloce 20. Hierbei handelt es sich um ein Prozessorupgrade auf einen Motorola Mc 68020 mit 16



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