Das MausNet - Die zweite Heimat der einsamen ATARIaner (Nachtrag)

Achtung: Nachtrag der fehlenden Seite 16 von Heft 12/96

Die Datenautobahn ist in aller Munde, die Onlinedienste erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch abseits dieses Trubels haben sich Mailboxnetze etabliert, die eine interessante Alternative oder Ergänzung zum Onlinedienst anbieten. Eines ist das MausNet, in dem sich auch noch eine große ATARI-Fangemeinde tummelt.

Das MausNet ist ein Verbund von Mailboxen im deutschsprachigen Raum. Es stellt Privatleuten ein preisgünstiges Forum zum Gedankenaustausch zur Verfügung. Dieser kann entweder persönlich per elektronischer Post erfolgen oder in Diskussionsforen, die zu vielen Themen angeboten werden. Wie üblich sind darunter viele Computerthemen, und speziell auf dem ATARI-Sektor ist im MausNet nach wie vor eine Menge los. Allerdings sind damit die Möglichkeiten eines Mailboxnetzes auch schon annähernd ausgereizt, weshalb man scherzhaft vom »Datenfeldweg« spricht. Trotzdem hat diese Form der Kommunikation Vorteile, weshalb das MausNet eine interessante Ergänzung oder sogar Alternative zum Onlineanschluß sein kann.

Bild 1: Menü der Mausboxen

Die Maus-Mailboxen präsentieren sich mit einer schlichten, aber funktionellen Menüoberfläche (Bild 1). Damit lassen sich alle wichtigen Funktionen der Mailbox steuern. Das Lesen von Nachrichten mit Hilfe der Textoberfläche der Mailbox hat aber zwei Nachteile. Die Telekom berechnet dem Teilnehmer Gebühren auch für die Zeit, in der er nur liest und die

für die Übertragung der Daten gar nicht gebraucht würde. In dieser Zeit ist die Mailbox außerdem für andere Benutzer nicht zugänglich. Diesem Problem begegnen MausNet-Mailbo-xen mit dem MausTausch-Verfahren.

MausTausch

Der MausTausch basiert auf speziellen Datenbankprogrammen, den sogenannten MausTausch-Programmen. Jeder Teilnehmer installiert eine solche Software auf seinem Rechner und läßt die Kommunikation mit der Mailbox von dieser abwickeln. Das Maus-Tausch-Programm ruft die Mailbox an, holt alle Nachrichten für den Teilnehmer ab und beendet danach sofort die Verbindung. Nun kann man sich alle Nachrichten von seiner MausTausch-Datenbank präsentieren lassen, ohne daß weiter eine Verbindung zur Mailbox aufrecht erhalten werden muß. Dadurch vermeidet das MausTausch-Verfahren die erwähnten Probleme bei der Kommunikation. Ein positiver Nebeneffekt ist, daß die Datenbanksoftware nicht den Einschränkungen der Textoberfläche der Mailbox unterliegt, sondern die Möglichkeiten des eigenen Rechners ausnutzen kann. Auf dem ATARI sind diese geprägt durch GEM. Das Programm CAT, das in einem Artikel dieser Ausgabe vorgestellt wird, ist ein gutes Beispiel für eine komfortable MausTausch-Software.

Um nicht von einer Datenflut überrollt zu werden, kann man beim MausTausch konfigurieren, welche Themen einen interessieren. Zu jedem Thema gibt es ein oder sogar mehrere Foren, die im MausNet als Gruppen bezeichnet werden. Als Beispiel dafür zeigt Tab. 1 die wichtigsten MausNet-Gruppen, die sich mit dem ATARI beschäftigen. Beim MausTausch werden einem dann die Nachrichten übertragen, die in den ausgewählten Gruppen neu hinzugekommen sind, und natürlich alle an einen selbst adressierten elektronischen Briefe. Bei der Gelegenheit bekommt die Mailbox alle Nachrichten übergeben, die man selbst in der Zwischenzeit verfaßt hat.

Das MausNet ist über Gateways mit dem InterNet und einigen anderen Mailboxnetzen verbunden. Dadurch ist es möglich, auch mit Teilnehmern in
Gabriel Schmidt


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