Editorial: Zerberus wacht!

Zerberus ist in der griechischen Mythologie der Hund, der au recht massive Art und Weise den Eingang des Hades, der Höll der alten Hellenen, bewacht. Genauso schwer ist es an der Barriere des Preises der ATARI-Kompatiblen vorbeizukommen.

Was immer die Entwickler des ATARI-kompatiblen Rechner Hades bei der Namensgebung bewogen hat, eine Sache wird immer und ewig über ihnen wie ein Damokles-Schwert schweben, nämlich die Tatsache, preislich gegen andere Rechnersysteme konkurrieren zu müssen. Kann man den Hades für rund 3.600 DM käuflich erwerben, liegen die PC-Mitbewerber aus Taiwan etc. deutlich niedriger. War de ATARI früher ein Rechner, den man gerne in Studentenkreisen aufgrund seines damaligen sagenhaften Preis-Leistungs- Verhältnisses benutzte, werden sich wohl heutzutage nur noch eingefleischte ATARIaner und Liebhaber einen "neuen ATARI" leisten wollen und können. Das ATARI-Motto "Power without the Price" konnte schon ATARI selbst in den letzten Jahren seines Rechnerverkaufs nicht mehr halten. Die Firmen, die heute ATARI-Kompatible anbieten, können es aufgrund der geringen Stückzahlen, in denen die Rechner verkauft werden, schon gar nicht. Hier gilt das alte Handelsgesetz: Preise können nur dann sinken, wenn man entsprechende Mengen einkauft. Doch eine solche Vorfinanzierung ist auf dem ATARI-Markt niemandem zuzumuten. Die Alternative dazu ist in jedem Falle wohl der leicht modifizierte Falcon von C-Lab - ältere Technik, günstigerer Preis - oder ein PC bzw. Mac mit einer ATARI-Emulation, wobei man immer auf die Kompatibilität achten sollte. Denn was nützt einem ein neuer Rechner, wenn die Software nicht mehr läuft.


Harald Egel
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